Dietrich Bonhoeffer, Die Kirche vor der Judenfrage (April 1933): „Nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen. Solches Handeln wäre unmit­tel­bar politisches Handeln der Kirche und ist nur dann möglich und gefordert, wenn die Kir­che den Staat in seiner Recht und Ordnung schaffenden Funktion versagen sieht.“

Nachdem die NS-Führung für den 1. April 1933 zu einem Boykott der jüdischen Geschäfte in Deutschland aufgerufen hatte und am … Mehr

Predigt über Jesaja 49,1-6: „Die Lichtenergie des Heils, die die Dunkelheit des Todes durchwirkt, deren Strahlen uns in hoffnungsloser Eigensinnigkeit treffen, ist die unbändige Treue des HERRN zu Israel. Was Israel zum Licht der Völker macht ist nicht die eigene Wirklichkeit, sondern die göttliche Treue.“

Predigt über Jesaja 49,1-6 1 Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der Herr hat … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Kirche und die Juden (1951): „Es bleibt nach Römer 9-11 bestehen, dass wir als Heidenkirche die Zweige sind und das Volk Israel das Volk der Erwählung ist. Es bleibt nach diesem Abschnitt des Römerbriefes gewiss, dass jede Über­hebung der Zweige über die Wurzel diese selbst unter das Gericht Gottes bringt. Es mag schwer sein, im Blick auf das Jesus – noch nicht – als den Christus anerkennende Volk Israel zu glauben, dass die christliche Kirche und dieses Volk zusammengehören und nach Gottes Ratschluß ein Ganzes sind, aber wenn wir nicht lernen, an die Kirche zu glauben, gerade im Blick auf Israel, dann werden wir das Geheimnis der göttlichen Erwählung, in das auch das der – zeitweisen – Verwerfung eingeschlossen ist, nicht verstehen und statt der auf dieser Erwählung ruhenden Universalkirche ethnisierende Volkskirchen schaffen.“

Die Kirche und die Juden Von Hans Joachim Iwand Es läßt sich nun einmal nicht leugnen, daß die Kirche in … Mehr

Hans Joachim Iwands Gedenkrede ‚Umkehr und Wiedergeburt‘ 1958 zur ‚Reichspogromnacht‘: „Wir haben in dieser Antithetik zu unseren jüdischen Mitbürgern ein Verständnis vom Deutschsein herausgestellt, das uns zwangsläufig dem Neuheidentum, dem Deutschglauben und dem deutschen Gott in die Arme treiben mußte. Damit haben wir einen künstlichen, naturhaften Begriff von Deutschsein erwählt. Das Lebensgesetz aller Natur lautet aber auf Tod. Indem wir das Leben der Nation ins Rassische zurückverlegten, wählten wir selbst den Untergang.“

Fast 60 Jahre später wird man wohl kaum noch erahnen können, wie provozierend Hans Jochim Iwands Gedenkrede am 9. November … Mehr

Wilhelm Vischer, Die Kirche und die Juden (Urfassung für das Betheler Bekenntnis von 1933): „Wir glauben und bekennen, dass Gott unter allen Völkern der Erde Israel auserwählt hat zu seinem Volke, allein in der Kraft seines Wortes und um seiner Barmherzigkeit willen, keines­wegs auf grund eines natürlichen Vorzugs.“

Die Kirche und die Juden (Urfassung für das Betheler Bekenntnis von 1933) Ein theologisch interessantes Dokument zum Verhältnis von Kirche … Mehr