Erklärung der Kardinäle Cupich, McElroy und Tobin zur US-amerikanischen Außenpolitik: „Als Hirten und Bürger begrüßen wir diese Vision für die Etablierung einer wahrhaft moralischen Außenpolitik für unsere Nation. Wir streben danach, einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden aufzubauen, jenen Frieden, den Jesus im Evangelium verkündet hat. Wir lehnen den Krieg als Instrument für engstirnige nationale Interessen ab und erklären, dass militärische Aktionen nur als letztes Mittel in extremen Situationen betrachtet werden dürfen, nicht als normales Instrument der nationalen Politik. Wir streben eine Außenpolitik an, die das Recht auf menschliches Leben, die Religionsfreiheit und die Stärkung der menschlichen Würde weltweit respektiert und voranbringt, insbesondere durch wirtschaftliche Unterstützung.“

19. Januar 2026 Eine moralische Vision der amerikanischen Außenpolitik entwerfen (Charting A Moral Vision of American Foreign Policy) Im Jahr … Mehr

Nigel Biggar, Zur Verteidigung des gerechten Krieges. Christliche Tradition, Kontroversen und Fälle (2015): „Es wird oft behauptet, dass der Gedanke des gerechten Krieges von den Ereignissen überholt wurde – dass er durch neue Phänomene wie Atomwaffen, Kriege ‚unter den Menschen‘, Krieg durch Fernsteuerung und Cyber-Aggression obsolet geworden ist. Die Darstellung von Themen und Fällen in diesem Papier reicht trotz ihrer Kürze aus, um zu zeigen, dass sich das Denken in gerechten Kriegen wie immer weiterentwickelt, indem es mit kontroversen konzep-tionellen Problemen ringt und sich seinen Weg durch neuartige Umstände bahnt. Die Tradition des Denkens über den gerechten Krieg ist sehr lebendig, und im Hinblick auf die differenzier-te moralische Bewertung des Krieges hat sie keinen Rivalen.“

Zur Verteidigung des gerechten Krieges: Christliche Tradition, Kontroversen und Fälle Von Nigel Biggar Dieser Artikel stellt vier kontroverse Fragen vor, … Mehr

Peter Brunner, Theologisch-ethische Besinnung über den Krieg. Gutachten für die Bekennenden Kirche zu Beginn des Zweiten Weltkriegs (1939): „Als Soldat bin ich ausführendes Organ der in meinem Volke herrschenden Staatsgewalt, die an einem anderen im Staat verfassten Volke die Exekution vornimmt. So wie der Henker, der eine Todesstrafe vollzieht, nur der Arm der Staatsgewalt ist, die das Todesurteil gespro­chen hat, so tötet der Soldat nur als der Arm der Staatsgewalt, die den Krieg zu führen be­fohlen hat. Die letzte Verantwortung für jeden Schuss, den ich als Soldat im Kriege ab­gebe, trägt der Inhaber der Staatsgewalt, der den Befehl zur Kriegsführung gegeben hat.“

Man kann es kaum für möglich halten, wie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von der Bekennenden Kirche eine „theologisch-ethische Besinnung … Mehr

Stanely Hauerwas, Die Bergpredigt, gerechter Krieg und das Streben nach Frieden (1985): „Unsere Uneinigkeit und deren Folge, dass wir einander als Christen töten, verurteilt die Welt zu noch verheerenderen Konflikten und Morden. Somit wird die Einigkeit der Kirchen – und wir müssen uns daran erinnern, dass unsere tiefste Uneinig­keit nicht die zwischen Katholiken und Prote­stanten, sondern die zwischen Rassen, Klassen, Nationalitäten, Hemisphären usw. ist — zur Vorbedingung dafür, dass wir als Gottes friedliche Gemeinde der Welt dienen. Ein Grund mehr, um eindringlich zu bitten: «Dein Reich komme!»“

Die Bergpredigt, gerechter Krieg und das Streben nach Frieden Von Stanley Hauerwas «Ein bescheidener Vorschlag für den Frieden:Alle Christen der … Mehr