Über die verschiedenen Formen des Atheismus In der Spätantike hatten die Kirchenväter dem Vorwurf zu begegnen, dass das Christentum atheistisch … Mehr
Schlagwort: Atheismus
Paul-Henri Thiry d’Holbach, Gebet eines tugendhaften Atheisten: „Ich darf dich, also, nicht fürchten; ich darf des Schicksals wegen nicht unruhig seyn, das du mir zubereitest. Deine Gütigkeit konnte nicht zugeben, daß ich mir durch unvermeidliche Verirrungen Strafe zuzöge. Warum ließest du mich nicht lieber in dem Nichts, als daß du mich in die Klasse vernünftiger Wesen riefest, damit ich die traurige Freyheit haben möchte, mich unglücklich zu machen?“
Gebet eines tugendhaften Atheisten Von Paul-Henri Thiry d’Holbach Wenn denn wirklich ein Gott seyn sollte; wenn dieser Gott ein verständiges, … Mehr
Brief eines jungen Pfarrers aus der DDR an Karl Barth 1958: „Ohne weitere Punkte aufzählen zu wollen, dürfen wir abschließend das Urteil wagen, daß sich die Ideologie der SED mehr und mehr zur Ideologie des Staates auswächst, die Identifikation von Partei und Staat in zunehmendem Maße vollzogen wird und der Christ sich nicht mehr nur von einer militant-aggressiven atheistischen Propaganda gefordert sieht, sondern einer ungeniert atheistischen Staatsmacht ausgesetzt ist.“
Brief eines jungen Pfarrers aus der DDR an Karl Barth 1958 Da schrieb ein junger Pfarrer zusammen mit einem Kollegen … Mehr
Rudolf Bultmann, Die protestantische Theologie und der Atheismus (1970): „Da der christliche Glaube an Gott nur echt ist, wenn er aus der Frage der Existenz erwächst, so sind christlicher Glaube und bewusster Atheismus im Wissen um eine transzendente Wirklichkeit einig, und man kann fragen, ob man diesen bewussten Atheismus noch als Atheismus bezeichnen soll.“
Die protestantische Theologie und der Atheismus Von Rudolf Bultmann Das Urteil der protestantischen Theologie über den Atheismus hängt davon ab, … Mehr
Wolfdietrich Schnurre, Das Begräbnis (1946) – erstgelesene Kurzgeschichte bei der Gruppe 47: „Von keinem geliebt, von keinem gehasst, starb heute nach langem, mit himmlischer Geduld ertragenem Leiden: Gott. Die Beisetzung findet heute nacht in aller Stille auf dem St.-Zebedäus-Friedhof statt.“
Wolfdietrich Schnurres Das Begräbnis ist die erste Kurzgeschichte, die beim ersten Treffen der Gruppe 47 am ersten Septemberwochenende 1947 in … Mehr
Paul-Henri Thiry d’Holbach, Gebet eines tugendhaften Atheisten (1770): „Wolltest du mich hart und ewig strafen, weil ich auf die Vernunft hörte, die dein Geschenk ist, wolltest du mich für meine Täuschungen züchtigen, wolltest du mir zürnen, weil ich in die Schlingen fiel, die du mir überall stelltest, dann wärest du der grausamste und ungerechteste Tyrann, du wärest kein Gott, sondern ein boshafter Dämon, dem ich mich unterwerfen und dessen Wut ich sättigen müsste; aber dann wäre ich stolz daraus, dein unerträgliches Joch abgeworfen zu haben.“
Gebet eines tugendhaften Atheisten, der zu seiner Überraschung sich nach seinem Tode einem gerechten und gütigen Gott gegenüber befände (gekürzt) … Mehr
Hans-Georg Geyer, Atheismus und Christentum (1970): „Der konsequente Ausschluss des Begriffs aus dem Denken an Gott bedeutet nichts anderes als dass Gott in menschlicher Rede prinzipiell nur als Name im Sinne von Eigenname (nomen proprium) in Rede stehen kann.“
Atheismus und Christentum Von Hans-Georg Geyer I. „Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!“ — so … Mehr
Günther Bornkamms Nachwort zu Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei: „Nun steht er, Christus selbst, der die Schrecken bannen und die Leiden lösen sollte, da er doch, wie der Glaube wähnte, dem Herzen des Vaters entsprungen, das Herz des Vaters erschloß, für die furchtbare Wahrheit der Enttäuschung ein: Er ist nicht!“
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Neutestamentler Günther Bornkamm Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein … Mehr
Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei als grandioser Alptraum des Atheismus: „Die entfärbten Schatten zerflatterten, wie weißer Dunst, den der Frost gestaltet, im warmen Hauche zerrinnt; und alles wurde leer. Da kamen, schrecklich für das Herz, die gestorbenen Kinder, die im Gottesacker erwacht waren, in den Tempel und warfen sich vor die hohe Gestalt am Altare und sagten: ‚Jesus! haben wir keinen Vater?‘ – Und er antwortete mit strömenden Tränen: ‚Wir sind alle Waisen, ich und ihr, wir sind ohne Vater.’“
Jean Pauls Roman „Siebenkäs“ (Berlin 1796) enthält unter der Abteilung „Erstes Blumenstück“ die berühmte „Rede des toten Christus vom Weltgebäude … Mehr