Der Mensch — ein „Wort-Wesen“ Von Alfons Deissler Der Mensch ist mehr als ein „Vernunft-Wesen“, er ist ein „Wort-Wesen“. Denken … Mehr
Schlagwort: Anthropologie
Martin Luther, Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 1536): „Und wie sich Erde und Himmel im Anfang zu der nach sechs Tagen vollendeten Gestalt verhielt, nämlich als deren Stoff, so verhält sich der Mensch in diesem Leben zu seiner zukünftigen Gestalt, bis dann das Ebenbild Gottes wiederhergestellt und vollendet sein wird. Bis dahin befindet sich der Mensch in Sünden und wird tagtäglich zunehmend gerechtfertigt oder verunstaltet.“
Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 14.1.1536) Von Martin Luther Disputatio D. Martini Lutheri: De homine. WA 39/I, S. … Mehr
Gerhard Sauter, „Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5): „Im Staunen nimmt der Mensch den Platz ein, den Gott ihm zugewiesen hat. Hier ist er ganz und gar Empfangender, selbstvergessen dem hingegeben, was Gott ihm zumisst in dem, was ihm begegnet. Im Staunen bewertet er nicht, denn er wird einer Wirklichkeit inne, die er sich nicht hätte ersinnen können.“
Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5)[1] Von Gerhard Sauter Was ist der Mensch? – Immer wieder … Mehr
Helmuth Plessner über das Lächeln in seiner Philosophischen Anthropologie: „Durch seine Distanziertheit gewinnt das Lächeln Bedeutung als Mittel und Ausdruck der Kommunikation. Man gibt sich lächelnd zu verstehen: gemeinsames Wissen um etwas, Gemeinsamkeit überhaupt, auch in der Form des Getrenntseins wie Triumph und Niederlage, Überlegenheit, Verlegenheit, Demut. Das Lächeln reagiert auf die Situation und bestätigt zugleich sich selbst und dem anderen, dass man die Situation begreift und insofern ihre Bindung wieder gelockert hat.“
Das Lächeln Von Helmuth Plessner An Vieldeutigkeit alle anderen mimischen Bewegungen des Menschen übertreffend, scheint das Lächeln seine Ausnahmestellung darin … Mehr
Clifford Geertz, Religion als kulturelles System: „Jemand, der beim Ritual in das von religiösen Vorstellungen bestimmte Bedeutungssystem »gesprungen« ist (vielleicht ist dieses Bild für die tatsächlichen Vorgänge ein wenig zu sportlich – »geglitten« mag zutreffender sein) und nach Beendigung desselben wieder in die Welt des Common sense zurückkehrt, ist – mit Ausnahme der wenigen Fälle, wo die Erfahrung folgenlos bleibt – verändert. Und so wie der Betreffende verändert ist, ist auch die Welt des Common sense verändert, denn sie wird jetzt nur noch als Teil einer umfassenderen Wirklichkeit gesehen, die sie zurechtrückt und ergänzt.“
Religion als kulturelles System Von Clifford Geertz Der Versuch zu sprechen, ohne eine konkrete Sprache zu sprechen, ist ebenso zum … Mehr
Karl Barth, Extra nos — pro nobis — in nobis (1962): „Gerade eigenes Leben eines Menschen ist als christliches Leben nur möglich und wirklich in seiner Einheit mit seinem Ursprung in Jesus Christus. Wir reden von seinem Geheimnis, wenn wir sagen, daß es dort, in Ihm, seinen Ursprung hat, daß es von der dort, in Ihm geschehenen göttlichen Wendung herkommt.“
Extra nos — pro nobis — in nobis Von Karl Barth Ein Christ ist ein solcher Mensch, dem es nicht … Mehr
Walter Zimmerli, Was ist der Mensch: „Der Mensch ist auf jeden Fall der Mensch Gottes. Nicht so, daß der Mensch darin eine eigene Mächtigkeit besäße. Die ohnmächtige Hilflosigkeit des Menschen erreicht in der Schilderung des zerschlagenen Hiob ihre letzte Steigerung.“
Was ist der Mensch. Rektoratsrede Von Walter Zimmerli Wer einen verantwortlichen Dienst in unserer Gesamtuniversität zu übernehmen hat, dem drängt … Mehr
Karl Barth, Die Menschlichkeit Gottes (1956): „Gottes Menschlichkeit und ihre Erkenntnis ruft nach einer bestimmten Haltung und Ausrichtung des christlich-theologischen Denkens und Redens. Es kann sich mit seinem Gegenstand nie im leeren Raum, nie in bloßer Theorie beschäftigen. Theologie kann keine in sich ruhenden oder auch bewegten Wahrheiten feststellen, bedenken und zur Sprache bringen: weder eine abstrakte Wahrheit über Gott, noch eine solche über den Menschen, noch auch eine solche über den Verkehr zwischen Gott und Mensch. Sie kann nie monologisch konstatieren, reflektieren, referieren. Beiläufig gesagt: es gibt keine theologische Bildkunst. Gerade die Menschlichkeit Gottes läßt sich, weil sie ein Geschehen ist, nicht bildlich fixieren. Die Grundform der Theologie ist in Entsprechung zu ihrem Gegenstand das Gebet und die Predigt. Sie kann selber nur dialogisch sein.“
Karl Barths Vortrag Die Menschlichkeit Gottes, den er am 25. September 1956 auf der Tagung des Schweizerischen Reformierten Pfarrvereins in … Mehr
Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8: „Psalm 8 ist für die Rede vom Menschen in der christlichen Lehre wie auch im christlichen Leben maßgeblich, wird doch explizit darin die Frage nach dem Menschsein gestellt. Allerdings liefert der Psalm selbst keine Definition des Zustandes ‚Menschsein‘, sondern findet den Menschen im staunenden Gotteslob. Gerahmt ist der Psalm vom göttlichen NAMENslob: ‚HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!'“
Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8 Was ist der Mensch? heißt die Frage, die es … Mehr