‚Wüstgläubig‘ als schwäbischsprachiger Ehrentitel für Evangelische: „‚Wiaschtgläubige‘ wurden evangelische Christen abfälligerweise in katholischen Gebieten Südwestdeutschlands, wie zum Beispiel Oberschwaben, bis weit ins letzte Jahrhundert hinein bezeichnet. Man kann als Christ dieser Bezeichnung etwas Positives abgewinnen: Wer in der Wüste bzw. in Wüstenzeiten seinen Christus-Glauben bewährt, wird zur göttlichen Lebensoase finden.“

‚Wüstgläubig‘ als schwäbischsprachiger Ehrentitel für Evangelische „Wüstgläubig“ bzw. „Wiaschtgläubige“ wurden evangelische Christen abfälligerweise in katholischen Gebieten Südwestdeutschlands, wie zum Beispiel…

Jürgen Moltmann, Der «gekreuzigte Gott». Neuzeitliche Gottesfrage und trinitarische Gottesgeschichte (1972): „Man kann Psalm 22 im Munde des sterbenden Jesus also so verstehen: «Mein Gott, warum hast Du Dich verlassen?» Diese Verlassenheit am Kreuz muss also strikt als ein Geschehen zwischen Jesus und seinem Gott verstanden werden. Das Kreuz ist in dieser Hinsicht ein Geschehen zwi­schen Gott und Gott.“

Der «gekreuzigte Gott». Neuzeitliche Gottesfrage und trinitarische Gottesgeschichte Von Jürgen Moltmann Der Streit um die Existenz Gottes und die Funk­tion…

Alfons Deissler, Der Mensch — ein „Wort-Wesen“ (Wie wir als Christen die Psalmen beten): „Der Mensch ist mehr als ein ‚Vernunft-Wesen‘, er ist ein ‚Wort-Wesen‘. Denken ist ‚Sprechen im Herzen, bzw. zu seinem Herzen‘, Meditieren ist ‚murmeln‘ bzw. ‚in sich hineinsprechen‘. Im inneren und äußeren Wort wird der Mensch erst voll Mensch. Im Reden erschließt er sich sowohl dem ‚Du‘ und ‚Wir‘ der Mitmenschen wie dem dieses ‚Du‘ ermöglichenden und alle ‚Du-heit‘ umfassenden ‚DU‘ Gottes. Dabei liegt eine Wechselbeziehung von Person und Wort vor: die Person ‚macht‘ nicht nur das Wort, das Wort wirkt auch entfaltend auf die Person zurück.

Der Mensch — ein „Wort-Wesen“ Von Alfons Deissler Der Mensch ist mehr als ein „Vernunft-Wesen“, er ist ein „Wort-Wesen“. Denken…

Paul Schempp, Beileidsbrief zum Soldatentod von zwei Söhnen der Familie K. in Iptingen (1946): „Ich komme bis heute nicht los von der Scham und Empörung darüber, dass wir, die wir das Unheil schon lange hatten kommen sehen, nicht Leib und Leben daran gewagt haben, es zu verhindern und nicht mitschuldig zu werden am Verbluten unserer Jugend. Aber es ist nun geschehen, und was man Opfer für Freiheit und Ehre hieß, ist nun ein Denkmal schreck­licher Verführung, und wir sehen vor uns nur Armut an Leib und Seele.“

Beileidsbrief zum Soldatentod von zwei Söhnen der Familie K. in Iptingen Kirchheim, den 23. Januar 1946 Liebe Familie K.! Vor…

Yves Raguin, Aufbrechen (Partir – Chemins de la contemplation): „Wenn man sich entschieden hat, auf die Suche nach Gott zu gehen, muss man sein Gepäck packen, den Esel satteln und sich auf den Weg machen. Der Berg Gottes ist in der Ferne kaum sichtbar … Bei Tagesanbruch muss man aufbrechen. Es ist ein großer Aufbruch. Man muss Abschied nehmen. Von was? Von allem und nichts.“

Aufbrechen Von Yves Raguin SJ Wenn man sich entschlossen hat, auf die Suche nach Gott zu gehen, muss man seine…

Ernst Bloch über die Musik als praeludium vitae aeternae (Das Prinzip Hoffnung): „Dieser Engelsgesang wird die Erlösten des Herrn aufnehmen und umgeben, also ist jede irdische Musik, die ihre Inspiration aus diesem Oben nimmt, für Augustin eine offene Himmelstür, eben ein „praeludium vitae aeternae, ut a corporeis ad incorporea transeamus“ (de musica VI, 2). Musik sollte nun erst völlig von den Zusammenhängen der himmlischen und menschlichen Harmonie handeln; vom Paradies herab senkt sie sich zur musica mundana, der kosmischen Harmonie, dann zur musica humana, der Harmonie von Leib und Seele, und kehrt zum Paradies zurück.“

Über die Musik als praeludium vitae aeternae (Das Prinzip Hoffnung) Von Ernst Bloch Prunk, Elysium in Oper und Oratorium Der…