Karl Heinz Neufelds Rezensionen von Friedrich Mildenbergers „Biblische Dogmatik“: „„Wird also nach Gott gefragt, dann ist mit dem Namen zu antworten, der wieder auf die Geschichte Gottes verweist“ (393). Wenn es stimmt, daß nur in der Partikularität einzelner Geschichten zu sagen ist, wer dieser Gott ist, dann entscheidet sich die Frage an der Geschichte Jesu, und hier bleibt die Frage, warum denn nicht zuerst diese Geschichte und von ihr aus die Gottesfrage behandelt wurde.“

Es war der katholische Fundamentaltheologie Karl Heinz Neufeld SJ, der kurz nach Erscheinen die einzelnen Bände der Biblischen Dogmatik Friedrich…

Jürgen Moltmanns Rede ‚Theologie der Hoffnung im 21. Jahrhundert‘ aus Anlass des 100. Todestages von Christoph Blumhardt (2019): „Die Kirche Christi ist auf die Menschheit ausgerichtet, darum steht sie auf für Versöhnung zwischen Nationen für das Überleben der Menschheit. Christen fragen bei einzelnen Menschen in Not oder auf der Flucht nicht nach der Religion oder Nationalität, Rasse oder Geschlecht, sondern sehen den Menschen: »Ecce Homo!«. »Sehet den Menschen!«“

Als von 2. bis 4. August 2019 in Bad Boll die Gedenkveranstaltungen zum 100. Todestag von Christoph Blumhardt stattfanden, hielt…

Gerhard von Rad, Glaube und Welterkenntnis im Alten Israel: „Der Ruf dieser Weisheit hat etwas Ultimatives. Vom Hören auf sie hängt für die Menschen Leben und Tod ab. Wer ist diese Weisheit? Sie erhebt den allerhöchsten Anspruch, denn sie ist, wie man richtig gesagt hat, eine Größe, in der Gott selbst gesucht und geliebt sein will. Ja, in dieser Stimme — ungeheuerliche Behauptung! — ist der Wahrheitsbesitz aller Völker umschlossen.“

Glaube und Welterkenntnis im Alten Israel Von Gerhard von Rad I. Unsere Themaformulierung setzt es von vornherein als zugestanden voraus,…

Gerhard von Rad, Die Geschichte von Simson (1953): „Simson hatte einen göttlichen Auftrag, und für diesen Auftrag hatte er göttliche Gaben. Charisma nennt das Neue Testa­ment diese göttliche Berufsausrüstung. Aber was vollbringt Simson damit? Sein Leben zeigt einen fortgesetzten Wech­sel zwischen Krafterweisen und erniedrigender Schwäche. Seine Gotteskraft verpufft doch immer wieder in wir­kungslosem Schabernack. Er spielt mit seinem Charisma und betätigt es nicht im Gehorsam. So zeigen uns die Sim­son-Geschichten das Bild einer vertanen Gotteskraft; ver­tan im Niederreißen. Sie zeigen das klägliche Unterliegen in dem Kampf zwischen Eros und Charisma. Simson schafft nichts, und er geht zuletzt in dem Chaos unter, das er um sich herum verbreitet. »Und der Toten, die in seinem Tod starben, waren mehr, denn die bei seinem Leben star­ben.«“

Die Geschichte von Simson Von Gerhard von Rad »Da fiel das Haus auf die Fürsten und alles Volk, daß der…

Walther Zimmerlis Auslegung zum Predigttext Prediger 12,1-7 (ATD): „Der Schlusssatz aber läßt auch hier die Bildsprache dahinten und schildert die Auflösung dessen, was einst menschliches Leben war, in seine vorzeiten im göttlichen Schöpfungsvorgang vereinigten Teile (1.Mose 2,7). Von der kritischen Bezweiflung der Einzelheiten dieses Vorganges (3,21) ist hier, wo es schlicht um die Feststellung des Endes menschlichen Lebens geht, nichts mehr zu hören.“

In der neuen Perikopenordnung ist für den 20. Sonntag nach Trinitatis nunmehr in der dritten Predigtreihe Prediger (bzw. Kohelet) 12,1-7…