Hanns Liljes gotterbärmliche Kriegstheologie in „Der Krieg als geistige Leistung“ (1941): „Schöpferisch ist der Krieg nur in dem Sinn, dass er Teil aus Gottes Wirken ist, und Gottes Wirken kann darin bestehen, dass er dem Neuen Raum schafft, indem er Altes der Zer­störung anheimfallen läßt. Der Krieg kann also seinen Sinn nicht in den zerstörenden Wirkungen haben, die er notwendiger­weise auslöst, sondern er wird aus den großen Zusammenhängen des Geschichtslaufs je und je notwendig, um einer neuen geschichtlichen Ordnung Raum zu schaffen. Darin, dass der Krieg dem Werden einer neuen geschichtlichen Ordnung dient, be­steht seine Würde.“

In seinen Lebenserinnerungen aus dem Jahr 1983 schrieb der fränkische Pfarrer Walter Höchstädt (1907-1994) über seine Zeit als Wehrmachtspfarrer in…

Albert Camus, Der Mythos von Sisyphos: „Dieses Universum, das nun keinen Herrn mehr kennt, kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. Jedes Gran dieses Steins, jeder Splitter dieses durchnächtigten Berges bedeutet allein für ihn eine ganze Welt. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufül­len. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

Der Mythos von Sisyphos Von Albert Camus (1913-1960) Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen,…

Walter Brueggemann, Die Verheißung an Ismael (Genesis 16,1-16): „Die Anwesenheit Ismaels deutet auf zwei Dinge hin. In vertikaler Hinsicht, d. h. in Bezug auf Gott, bedeutet sie, dass Gott sich nicht ausschließlich auf Abraham-Sara festgelegt hat. Gottes Sorge ist nicht auf die auserwählte Linie beschränkt. Er kümmert sich auch mit Lei­denschaft um die Unruhestifter, die außerhalb dieser Linie stehen.“

Die Verheißung an Ismael (Genesis 16,1-16) Von Walter Brueggemann Kapitel 16 ist eine frühe und unreflektierte Erzählung, die ein recht…

Wahrheit und Offenbarung in Bezug auf die Lehre der Dreieinigkeit bzw. die Christus-Lehre: „Das Besondere an der christlichen Lehre ist, dass weder allgemeingültig Gewusstes, noch empirisches Naturwissen, noch menschenmögliches historisches Geschehen, sondern eine heilige Geschichte (historia sacra) – die menschliches, historisches Geschehen in Jesus Christus – mit der göttlichen Ewigkeit verbunden ist.“

Wahrheit und Offenbarung in Bezug auf die Lehre der Dreieinigkeit bzw. die Christus-Lehre Wenn in der Kirche die göttliche Dreieinigkeit…

Rudolph Penzig, Wer ist das: „der liebe Gott“? Ernste Antworten auf Kinderfragen (1898): „Viele, sehr viele, ja fast die meisten Menschen glauben, dass ein gütiges, großes, allmächtiges Wesen die ganze Erde und alles, was du siehst, geschaffen hat; es war da, ehe die Welt war und alles, was existiert, lebt durch seinen Willen. Gott sieht auch heute, so glauben diese Menschen, alles, was da geschieht; ohne seinen Willen könntest du nicht atmen, nicht springen, nicht spielen; sie wissen von ihm viel zu erzählen, wie gütig er ist, mit welcher Liebe er alle Menschen, auch dich, umfasst.“

Wer ist das: „der liebe Gott“? Von Rudolph Penzig Das sollen elterliche Antworten auf Kinderfragen sein, die der Freidenker Rudolph…