Odo Casel, Das Mysterium der Menschwerdung: „Dringen wir gehorsam durch das Halbdunkel des Glaubens vor, dann erschließt sich uns schon jetzt das Licht Gottes. Dann erkennen wir in diesem mit Elend geschlagenen Menschen, dem Kinde von Bethlehem, dem Gekreuzigten von Golgotha, den König der Herrlichkeit, das göttliche Licht der Weisheit, die die Welt besiegende Macht Gottes.“

Das Mysterium der Menschwerdung Von Odo Casel Weihnachten ist nicht ein Fest edler Menschlichkeit, nicht eine Hingabe an Kindheitserinnerungen und…

Rolf Wischnath, Krippe: Praktisch und wirklich – und legte ihn in eine Krippe (Lukas 2,7c): „An diese Krippe treten wir zu Weihnachten. An ihr legen wir alles Feierliche ab. Wir brauchen uns nicht zu verkleiden, schminken und schmücken. Denn der Erstgeborene berührt die Welt schmucklos und unbekleidet. So fängt das irdische Leben an, in dem Gott sich aussagt. Die Bühne dieses göttlichen Dramas auf Erden scheint erbärmlich zu sein, eine enge Bühne, auf der von vornherein nicht viel gezeigt werden kann. Es ist so wie in unserem eigenen Erdenda­sein. Auch wir haben einmal in einer engen Wiege die Erde berührt. Und in einem engen Sarg wird sie uns einmal umschließen.“

KRIPPE: PRAKTISCH UND WIRKLICH – UND LEGTE IHN IN EINE KRIPPE [LK 2, 7C] Von Rolf Wischnath Mutter Maria hatte…

Martin Luther, Das Evangelium in der hohen Christmesse (Johannes 1,1-14, Auszüge aus der Kirchenpostille von 1522): „Wie man nun Christi Wort auslegt, da er sagt: Ich bin das Leben, also soll man dies auch auslegen, gar nichts von dem Leben der Kreaturen in Gott auf philosophisch, sondern wiederum wie Gott in uns lebe und seines Lebens uns teilhaftig mache, dass wir durch ihn, von ihm und in ihm leben.“

Das Evangelium in der hohen Christmesse (Johannes 1,1-14). Auszüge aus der Kirchenpostille von 1522 Von Martin Luther Dieses ist das…

Odo Casel, Krippe und Kreuz: „Das Fleisch Jesu Christi, seine Menschheit, ist der notwendige Durch­gang zum Vater. Seine Krippe, sein Kreuz führen zur Herrlichkeit. Je mehr wir im Glauben seine Niedrigkeit umfassen, desto mehr wird sie transparent und lässt seine Herrlichkeit durchstrahlen, bis schließlich die volle Ent­schleierung seines Lichtes kommt.“

Krippe und Kreuz Von Odo Casel Im Mysterienglanz der heiligen Geburtsnacht unseres Herrn singt die Kirche: »Der Logos wurde Fleisch…

Die Weihnachtsgeschichte Lukas 2,1-20 auf Berndeutsch (D Wienachtsgschicht, übersetzt von Hans und Ruth Bietenhard): „Si hei pressiert und hei d Maria und der Josef gfunde und ds Chindli i der Chrüpfe. Si hei ihns aagluegt und nachär zäntumen erzellt, was ne vo däm Chind isch gseit worde. Und alli, wo’s hei ghört, hei sech verwunderet über das, wo d Hirte bbrichtet hei. D Maria het alls, wo gscheh isch, im Härz bhalte und geng wider drann ume gsinnet.“

Die Weihnachtsgeschichte Lukas 2,1-20 auf Berndeutsch (D Wienachtsgschicht) 1 I dere Zyt het der Cheiser Augustus befole, me söll i…

Karl Rahner, Weihnachten heißt: „Gott hat sein letztes, sein tiefstes, sein schönstes Wort im fleischgewordenen Wort in die Welt hineingesagt, ein Wort, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil es Gottes endgültige Tat, weil es Gott selbst in der Welt ist. Und dieses Wort heißt: Ich liebe dich, du Welt und du Mensch!“

Weihnachten heißt Weihnachten heißt:ER ist gekommen.ER hat die Nacht hell gemacht.ER hat die Nacht unserer Finsternis,unserer Unbegreiflichkeiten,die grausame Nacht unserer…

Manès Sperber, Mein Judesein (1979): „Ich fühle mich keineswegs verpflichtet zu allem, was die Eigenen tun, ja zu sagen, sondern eher im Gegenteil dazu berechtigt, schärfer als sonst alles zu kritisieren, was bei ihnen ungerecht, unwürdig, zu anspruchsvoll oder opportunistisch und daher unecht sein kann. Solche Strenge habe ich selbst erfahren und sie mir ohne Zögern zu eigen gemacht. Jedoch hat es seither Jahre gegeben, da Jude sein unentrinnbares Leiden bedeutete und ein unaufhörliches Mitleiden; es blieb keine Strenge, sondern nur ein winziger Rest von Zuversicht zurück und der Wille zum Widerstand, doch zumeist keine Möglichkeit, ihn zu leisten.“

Mein Judesein Von Manès Sperber I Ich schreibe diese Zeilen mitten in der Stadt, deren Na­men ich als Kleinkind im…

Karl Barth, Verwunderung. Eine Weihnachtspredigt (1962): „Jetzt und jetzt erst ist Gott für uns Gott geworden, da er, in­dem Christus zu uns kam, die unsinnige Frei­heit uns nahm, uns selbst meistern und helfen zu wollen. Es könnte sein, daß wir unserer Götterfabrikation und unserer eigenen Gottähnlichkeit aus allerhand Gründen so müde gewor­den wären, dass wir nach eben der Offenbarung, von der die Hirten erzählt haben, greifen müssten wie ein Ertrinkender nach der Hand, die ihm im letzten Augenblick zu seiner Rettung gereicht wird. Auch das wäre dann wirkliche Verwunderung.“

Verwunderung. Eine Weihnachtspredigt Von Karl Barth „Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten…