Karl Barth, Wie man die eigene Lebensbahn findet? (Neujahr 1958): „Es geht schlicht um das Hören seines Wortes, das er uns nicht ver­schwiegen hat, keinem von uns ver­schweigt. Es ist lebendig mitten unter Bitten und Empfangen, Suchen und Finden, Anklopfen und Aufgetanbekommen sind, indem wir sein Wort hören, Eines. Und wieder indem wir es und in ihm ihn selbst hören, zeigt es uns auch unsere eigene, zeigt es je mir meine, je dir deine Lebens­bahn, ist es deines und meines Fusses Leuchte, das Licht auf deinem und meinem Pfade. So auch in dem nun anhebenden Jahr 1958. Wir wissen nicht, wie unsere Le­bensbahn in diesem Jahr aussehen wird. Es könnte für mich oder für dich deren letzte Strecke sein. Sie wird aber, indem wir auch in ihm Gottes Wort hören und also mit Gott leben dürfen, auf alle Fälle keine Todesbahn, sondern hell und also gangbar sein. Ein Jahr des Herrn und darum ein Jahr des Heils ist dann auch mit diesem neuen Jahr für uns angebrochen. «Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn!»“

Wie man die eigene Lebensbahn findet? Von Karl Barth Indem ich die Frage genau so aufnehme, wie sie mir gestellt…

Martin Luther über den rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522): „Wenn du das heilige Kreuz trägst und musst viel um solchen Glaubens und Bekenntnisses willen leiden, so dass du Leib und Leben, Gut und Ehre, Freund und Gunst daran setzen musst, das heißt recht gefeiert und den Sabbat geheiligt, da nicht du selbst, sondern Gott allein in dir wirkt, und du nur ein leidender, verfolgter Mensch bist. Das ist das dritte Stück des Gottesdienstes, im dritten Gebot zusammengefaßt. Siehe, das ist die erste Tafel mit den ersten drei Geboten, welche in die drei Stücke inbegriffen werden: Glauben, Bekennen und Leiden; dadurch wird diesem Leben und der Welt entsagt und allein Gott gelebt.“

Vom rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522) Von Martin Luther Keinen bessern Unterschied kann man hierin haben als Gottes…

Michael Welker, Gott ist keine Zaubermacht. Über die Todesflut, falsche Allmachtsvorstellungen und eine unzerstörbare Hoffnung: „Die Kraft des Glaubens liegt nicht in der illusorischen Hoffnung, Gott könnte auf der Welt in Zukunft Seebeben verhindern. Sie liegt in dem Vertrauen, dass das unsägliche Leid, das über die betroffenen Menschen hereingebrochen ist, nicht in bloße Erfahrungen der Sinnlosigkeit, der Resignation und Verzweiflung treibt.“

Nach der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2024 schrieb der Systematiker Michael Welker in Sachen Theodizee: Gott ist keine Zaubermacht. Über…