Der folgende Text von Karl Barth ist wohl zu nicht zu dessen Lebzeiten veröffentlicht worden: Selbstdarstellung (Juni 1962) Von Karl…
Peter Wusts Abschiedswort an seine Schüler vom Dezember 1939 im Angesicht seines bevorstehenden Todes: „Wenn Sie mich nun noch fragen würden, ob ich nicht einen Zauberschlüssel kenne, der einem das letzte Tor zur Weisheit des Lebens erschließen könne, dann würde ich Ihnen antworten: Jawohl, und zwar ist dieser Zauberschlüssel nicht das Denken, wie Sie es von einem Philosophen vielleicht erwarten möchten, sondern das Gebet.“
Abschiedswort Von Peter Wust 1937 erkrankte der Münsteraner Philosophieprofessor Peter Wust (1884-1940) an Gaumenkrebs. Im Februar 1939 muss er krankheitshalber…
Christoph Blumhardt, Morgenandacht zum Magnifikat (1898): „Der Herr Jesus geht nicht den Weg der Hoheit in dieser Welt, nicht den Weg des Selbstruhms und des Stolzes. Nicht mit Kunst und mit äußerlichem Wesen wird Er Sein Königreich aufrichten, sondern auf dem Boden der Wahrheit, auf dem Boden der Niedrigkeit, da wir Menschen sind, wie wir sind, und nichts Gesteigertes, nichts Gemachtes und nichts Gekünsteltes mehr an uns ist, denn das braucht die Welt: freie ungekünstelte Menschen.“
Morgenandacht zu Lukas 1,43 Von Christoph Blumhardt Er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. (Lukas 1,43) Das ist aus dem…
Tagesgebet zum 4. Sonntag im Advent, 22. Dezember 2024
Gott, unser Vater,was Du zu unserem Heil wirkst, ist wunderbar.So hast Du die Niedrigkeit der Jungfrau Maria angesehenund sie zur…
Walter Jens, Es begibt sich aber zu der Zeit. Zur Weihnachtsgeschichte: „Wie in einem Rene-Clair-Film die Kamera vom Himmel über der Metropole auf die Dächer, von den Dächern auf eine Mansarde, von der Mansarde auf einen Vogelbauer, vom Vogelbauer auf den Kopf eines Kanarienvogels schwenkt, so lässt der Erzähler Lukas seine Geschichte in Rom beginnen, im Bannkreis des Kaisers, spinnt, in den oberen Rängen verweilend, sein Garn fort, indem er, weit weg schon von der Fürstenloge, in Syrien einen gewissen Cyrenius mit ins Spiel bringt, gelangt danach ins Parkett, spricht vom – immer noch großen – Galiläa, um endlich, ganz hinten, wo im Theater einmal die Stehplätze waren, nach Nazareth und Bethlehem zu gelangen.“
Es begibt sich aber zu der Zeit. Zur Weihnachtsgeschichte Von Walter Jens In jenen Tagen befahl Kaiser Augustusallen Einwohnern des…
Karl Barth, Christ and We Christians (1947): „Christ is the victor. Victory is more than consolation. And hope is more than good courage. Perhaps traditional Christianity suffers above all from the fact that we understand Christ at best as a comforter and his gift at best as good courage, as the gift of patience and confidence and decisiveness. That is nothing small, but there is another horizon. As the church of Jesus Christ, we would not only owe ourselves, but also God and mankind a decisive debt if we did not want to realize that Christianity not only has a Good Friday side, but also an Easter side. Rightly understood, the cross is not a sign of paradox and dark mystery, but a sign of victory.“
Christ and We Christians (1947) By Karl Barth Our topic has the characteristic of being very simple. Christ and us…
Paul Schempp, Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (1953): „Gott läßt sich’s gefallen, dass wir ihm singen und spielen; Gott gefällt’s, wenn wir uns freuen und in aller menschlichen Unzulänglichkeit besingen und bestaunen, was Er an uns gewendet hat, wenn wir uns einreihen in den Chor der Dankbaren und Ehrfürchtigen und uns auffordern lassen, »zu kommen und zu schauen dies schwache Knäbelein«.“
Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Eltern, liebe Freunde unserer beiden Gymnasien und –…
Sind Pfarrerinnen und Pfarrer etwa auch „symbolische Kapitalisten“ im Sinne Musa al-Gharbis (We Have Never Been Woke)? „Unsere Berufe bieten Freiheit, sozialen Status, Prestige. Wie rechtfertigen wir das? Indem wir laut behaupten: ‚Das alles ist nicht um unserer selbst willen! Wenn ihr uns diese Privilegien gebt, ist das für jeden besser, besonders für die Geringsten unter uns, besonders für die Ausgegrenzten und Benachteiligten!'“
Sind Pfarrerinnen und Pfarrer etwa auch „symbolische Kapitalisten“ Das ist wohl eine Ansage, das Buch des amerikanischen Soziologen Musa al-Gharbi…
Albrecht Goes, Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961: „Wir haben – fern von dem unscheinbaren Jesus von Nazareth, aber verwirrenderweise auch in einer Art von selbsterdachtem Zusammenhang mit ihm – ein Tanzfest der Würden in Szene gesetzt, auf dem es hoch hergeht. Hinter welchem Pfeiler im Saal hat sich die wirkliche Würde – die Erinnerung an Adams Beseelung, uns zugut geschehen – versteckt, und auf welcher Vorplatztreppe kauert das große Erschrecken: ‚Herr, ich bin nicht würdig, dass Du unter mein Dach gehest?’“
Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961 Von Albrecht Goes Über die Schwäche der Macht haben wir in…