Tagebucheintrag zur Einführung der Kennzeichnungspflicht für Juden im Deutschen Reich mit „Judensternen“ Von Jochen Klepper 15. September [1941] / Montag …
Albrecht Grözinger über die Fiktion: „Die ‚Fiktion‘ ist keine ‚Illusion‘, die den Einblick in die Wirklichkeit verstellt, sondern im Gegenteil eine sprachliche Möglichkeit, die einen intensivierten Einblick in die Wirklichkeit verschafft.“
Über die Fiktion Von Albrecht Grözinger „Fiktion“ ist in den Wochen um Weihnachten wieder verstärkt ein Thema in den digitalen…
Hans Wallhof über die Freude: „Sie ist die große Hochzeit des Geistes. Freude ist die Harmonie, die alle Grundstimmungen des Menschen und alle Erlebnisse der Tage zum Einklang bringt und die sogar Gott in das Spiel des Lebens einzubeziehen vermag und ihn als liebenden und fröhlichen Partner erahnt. Freude ist eine wunderbare Ruhe und eine quicklebendige Unruhe zugleich. Freude fängt das Schweigen ein und macht sprachlos und flirtet zugleich mit vielen Worten, um das Unsagbare in die Sinne zu bringen. Die Freude verwandelt sich immerfort: wohltuendes Licht, bergende Dunkelheit; verheißungsvolle Dämmerung.“
Freude Von Hans Wallhof SAC Freude ist ein Phänomen des Geistes und des Herzens, wie man die Wesensmitte eines Menschen…
Tagesgebet zum 1. Sonntag nach Epiphanias, 12. Januar 2025
Gott,Du unser Vater,in der Taufe deines Sohnes hast Du den Himmel geöffnetund Dich zu ihm bekannt.Dein Geist durchdringe Trägheit und…
Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ missverständlich ist: „Das Verführerische dieser Jahreslosung ist ‚das Gute‘, im Quartett mit ‚dem Frieden‘, ‚dem Leben‘ und ‚der Liebe‘ eines der verabsolutierten Worte, denen wir Menschen so leicht auf dem Leim gehen: ‚Das Gute‘ scheint für sich selbst zu sprechen, so dass es sich bedenkenlos vereinnahmen lässt. Unter einem ‚gütigen‘ Anspruch kann das eigene Wollen, wenn nicht gar die Begierde sich maskieren bzw. legitimieren.“
Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ im Hinblick auf das Evangelium Jesu Christi missverständlich ist Ich…
Leo Löwenthal über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit, 1949): „Die Themen werden mit einer frivolen Leichtigkeit vorgetragen. Die Aussagen des Agitators sind oft zweideutig und unseriös. Es ist schwierig, ihn auf irgendetwas festzulegen, und er erweckt den Eindruck, dass er absichtlich schauspielert. Er scheint zu versuchen, sich einen Spielraum der Unsicherheit zu lassen, eine Rückzugsmöglichkeit, falls eine seiner Improvisationen fehlschlägt. Er legt sich nicht fest, denn er ist bereit, zumindest vorübergehend, mit seinen Vorstellungen zu jonglieren und seine Kräfte zu testen. Er bewegt sich in einem Zwielicht zwischen dem Anständigen und dem Verbotenen und ist zu jedem Mittel bereit, von Witzen über Doppelzüngigkeit bis hin zu wilden Extravaganzen.“
Über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit) Von Leo Löwenthal und Norbert Guterman Die Tirade des Agitators mag einfach als das…
Jochen Klepper, Die Rechenschaft (1938): „Wir sehen unsere Ziffern rasch verbleichen: / was du auch schriebst, hat Maß und Sinn verloren. / Und aus der Wirrnis werden Gottes Zeichen / als einziger Wert, der morgen gilt, geboren.“
Die Rechenschaft Wie Mönche mühsam Pergamente malen,errechnen wir tagtäglich neue Summen.Dann setzt Gott seine Zeichen vor die Zahlen,und was uns…
Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? Alice hinter den Spiegeln im Gespräch mit Humpty Dumpty (Lewis Carroll): „Wenn ich ein Wort benutze“, sagte Humpty Dumpty in ziemlich verächtlichem Ton, „dann bedeutet es genau das, was ich will – nicht mehr und nicht weniger.“ „Die Frage ist“, sagte Alice, „ob man Wörter so viele verschiedene Dinge bedeuten lassen kann.“ „Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer der Herr ist – das ist alles.“
Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? In Lewis Carrolls Alice hinter den Spiegeln (eine Fortsetzung von Alice im Wunderland) taucht…
Hans Thimme, ‚Gut‘ in der Bibel: „Der Begriff des Guten ist nach biblischem Sprachgebrauch also theonom bestimmt und innerweltlicher Verfügbarkeit entnommen. Das steht in entscheidendem Gegensatz zum Sprachgebrauch und zur Vorstellungswelt des griechischen Humanismus, innerhalb dessen das Gute eine Idee darstellt, die Wert und Wesen in sich selber hat und der Bezogenheit auf Gottes besondere Offenbarung ermangelt.“
‚Gut‘ in der Bibel Von Hans Thimme „Das sei aber den Einfältigen gesagt, …daß man Gott alleine trauen und sich…