Über den Tanz Von Martin Luther Ob es denn Sünde ist, zur Hochzeit pfeifen und tanzen, zumal man sagt, daß…
Emanuel Hirsch und die nationalsozialistische Rassenideologie (1933): „Nun steht die neue Verantwortung des Staats dafür da, dass das Volkstum sich in zahlreichen gesunden Kindern rechter deutscher Art verjünge und Menschen aus Geschlechtern und Sippen rechter deutscher Art die Führung im gemeinsamen Leben haben. […] Nun ist es allen Deutschen klar, dass ohne dies Handeln des Staats uns der Volkstod bereitet worden wäre. Die alte Verpflichtung zur Deutschheit wirkt sich aus in neuer Tat.“
Emanuel Hirsch und die nationalsozialistische Rassenideologie Erschreckend liest es sich, wie Emanuel Hirsch (1888-1972), wohl einer der klügsten protestantischen Theologen…
Kirchlich-theologische Sozietät, Ein Wort an die Gemeinden zur Entnazifizierung (1946): „Darf ich denn als Christ andere anklagen und belastende Tatsachen gegen sie vorbringen? Die Antwort muss heißen: Wenn du ohne den Drang nach persönlicher Vergeltung nicht reden kannst, dann schweig! Wenn du aber im Namen unschuldiger Opfer, um der Sühne böser Taten willen, um der Sicherung des Volkes und vor allem der Jugend vor neuem Nationalsozialismus und Militarismus willen Tatsachen vorbringen kannst, dann rede und steh zu deiner Rede!“
Ein Wort der Kirchlich-theologischen Sozietät an die Gemeinden zur Entnazifizierung Liebe Mitchristen! Nationalsozialismus und Militarismus sind nach Wurzel, Geist und…
Emanuel Hirschs Entgegnung auf Karl Barths ‚Theologische Existenz heute‘ (1933): „Nichts als blankes Heidentum scheint Barth darin zu sehen, dass die Deutschen Christen die Frage nach dem Verhältnis von Christentum und deutscher Art, die Frage nach der Möglichkeit kirchlicher Führung durch Männer nichtdeutschen Bluts, an die evangelische Kirche zu stellen gewagt haben. Alles menschliche Schaffen und Gestalten ist gegrenzt und gebunden in der natürlichen Art, die wir mitbringen ins Leben. Verdirbt das Blut, so geht auch der Geist zugrunde.“
Das kirchliche Wollen der Deutschen Christen. Zur Beurteilung des Angriffs von Karl Barth (Theologische Existenz heute, München 1933) Von Emanuel…
Hans G. Ulrich, In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben): „Die theologische Ethik setzt ein »im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes …«, und somit in keinem anderen Namen, keinem anderen Auftrag, mit keiner anderen Begebenheit oder Geschichte. Sie tritt in das Zeugnis von diesem Namen ein. Diese Ethik rückt in den Blick, dass sich Menschen nicht selbst zum Projekt machen können. So verlieren sie sich, ihr fortwährendes zielloses Tun wird ihnen zur Geschichte.“
In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben) Von Hans G. Ulrich Die theologische Ethik setzt ein…
Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union zur Auslegung des fünften Gebotes (1943): „Wo wir aber deutlich erkennen, dass Unrechtes von uns verlangt wird, oder dass uns verwehrt wird, das nach Gottes Willen Rechte zu tun, haben wir in eigener Verantwortung zu tun, was vor Gott recht ist, und haben darin Gott mehr als den Menschen zu gehorchen. Wir können uns nicht von den Vorgesetzten die Verantwortung vor Gott abnehmen lassen. Gott wird die von uns fordern, die wir zu Unrecht töteten, und furchtbar ist die Drohung, die gegen den Mörder ausgesprochen wird.“
Das Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der APU zur Auslegung des fünften Gebotes vom Oktober 1943 enthält aus heutiger…
Elizabeth Bishop über das Verlieren (One Art): „Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern; / so viele Dinge scheinen von der Absicht erfüllt zu sein, / verloren zu werden, dass ihr Verlust keine Katastrophe ist. – Selbst wenn ich dich verliere (die scherzhafte Stimme, eine Geste, / die ich liebe), werde ich nicht gelogen haben. Es ist offensichtlich, / dass die Kunst des Verlierens nicht allzu schwer zu meistern ist, / auch wenn es (schreibe es!) wie eine Katastrophe aussehen mag.“
Eine Kunst (One Art) Von Elizabeth Bishop Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern;so viele Dinge scheinen von…
Klaus Raschzok, Kirchenraum im evangelischen Verständnis: „Ein Kirchenraum trägt die Spuren der gottesdienstlichen Benutzung und ist deshalb nach evangelischem Verständnis nicht ein geheiligter, besonderer Raum an sich, sondern ein Raum, der Spuren trägt. Es sind Spuren der Benutzung durch eine gottesdienstliche Gemeinde, aber auch Spuren der Inbesitznahme durch Christus, der in den Gottesdiensten gegenwärtig wird. Und je intensiver und dichter diese Spuren des Gottesdienstes, des Gebetes und der Christusgegenwart in einem Kirchenraum sind, umso machtvoller wird dieser Raum.“
Kirchenraum im evangelischen Verständnis Von Klaus Raschzok In den sogenannten Wolfenbütteler Empfehlungen des Deutschen Evangelischen Kirchbautages zum evangelischen Kirchenraum von…
Netti Boleslav (1923-1981), Mein Traum von Auschwitz: „Vater, / sage mir vor deinem Tod / ein einziges Wort: / Glaubst du noch immer an den einzigen guten Gott? / „Höre Jisrael“, / vernehme ich ein Röcheln aus der Glut.“
MEIN TRAUM VON AUSCHWITZ Für meinen Vater Vater, Vater,was hüllt dich solch ein Nebel ein? Vater, Vater,ist es dein Gebetsmantel,…