Segen in der Bibel Von Claus Westermann Segen (hebräisch berākā, griechisch eulogía) ist in der Bibel ein Begriff von erheblicher…
Jan Twardowski, Demütig: „Allein der Allmächtige kann so klein sein / Aus Trotz hält man Ihm immer noch vor, / dass Sein Sohn Jude ist“
Demütig Gott, allmächtig, und dabei so demütigÜberall ist er und doch nirgends zu sehenEr hält sich mit beiden Händen ans…
Wolfgang Ullmann über das Nicäno-Konstantinopolitanum: „Im Ergebnis folgt das Nicäno-Konstantinopolitanum dem aus dem Apostolikum bekannten Grundriss des altrömischen Bekenntnisses, übernimmt dessen Inkarnations- und Passionsformel, die christologischen Homousieaussagen von Nicäa unter Weglassung von »aus dem Wesen des Vaters«, was wegen der inzwischen neuvollzogenen Unterscheidung von Wesen und Personen in der Trinität nötig war, und formuliert das Bekenntnis zur Gottheit des Heiligen Geistes als Mitangebetet- und Mitverherrlichtwerden dessen, der »aus dem Vater ausgeht«.“
Nicäno-Konstantinopolitanum Von Wolfgang Ullmann Der Name Nicäno-Konstantinopolitanum – auf die Gelehrtensprache des 17. Jahrhunderts (J.B. Carpzov I.) zurückgehend – bezeichnet…
Roger Mehl über die Sanftmut: „Die Seligpreisungen der Bergpredigt sind trotz verschiedener Charakterisierung der Angeredeten letztlich in allem ein Hymnus auf die Sanftmut – freilich eine triumphale Sanftmut, die mit Nachgiebigkeit und Schwäche nichts zu tun hat: die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen! So eignet auch dem gerechtfertigten Menschen das Merkmal der Sanftmut, freilich nicht mehr als Charaktereigenschaft, sondern als Frucht des Geistes, als eine der neuen Kreatur geschenkten Gabe, die zu betätigen sie sich bemühen soll.“
Sanftmut Von Roger Mehl Sanftmut bezeichnet in der Umgangssprache und in der gelebten Sittlichkeit eine Charaktereigenschaft und eine Tugend und…
Tagesgebet zum 4. Sonntag nach Ostern (Kantate), 18. Mai 2025
Gott, unser Vater,Dich preisen deine Werke.Auferstanden von den Totenlässt dein Sohn das Lob deiner Herrlichkeit neu erklingen.Dein Geist bringe unsere…
Friedemann Jung, Predigt zu 1. Mose 3,1-24: „Diese Geschichte ist also nicht die der ersten Sünde, sondern die vom Anfang der menschlichen Freiheit – denn ohne die Möglichkeit des Ungehorsams kann es keinen Gehorsam geben, ohne die – wie Karl Barth es genannt hat: Die unmögliche Möglichkeit, das Böse zu tun, kann es auch keine Freiheit geben. Und, auch das eine kleine Pointe: Natürlich müssen die Menschen diese Freiheit schon vorher gehabt haben – sonst hätten Eva und Adam ja gar nicht auf die Schlange hören können.“
Liebe Gemeinde, diese Geschichte kennen wir alle. Man möchte fast sagen: Zur Genüge. Sie heißt ja „Die Geschichte vom Sündenfall“.…
Franz Kafka über den Uhrmacher-Gott (Tagebücher 1910-1923): „Ich knüpfte damals gern an das in einer christlichen Zeitschrift – ich glaube »Die christliche Welt« – gefundene Thema an, in welchem eine Uhr und die Welt und der Uhrmacher und Gott einander gegenübergestellt waren und die Existenz des Uhrmachers jene Gottes beweisen sollte.“
Über den Uhrmacher-Gott Von Franz Kafka 31. Dezember 1911 Während ich manchmal glaube, daß ich während der ganzen Gymnasialzeit und…
Hans Ferdinand Fuhs zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f): „Spiel vermag zur Realität auf Distanz zu gehen und sie zugleich zu verwandeln. Spiel heißt, ungesichert mit Möglichkeiten umzugehen und mit offenen Fragen zu leben, nicht gleich in allem einen letzten Sinn entdecken zu müssen, die Freiheit zu haben, dem Zwang eines geschlossenen Welt- und Lebensordnungssystems zu widerstehen.“
Zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f) Von Hans Ferdinand Fuhs Das Spiel der Weisheit vor (nicht für) JHWH spielt an auf…
Schreiben des bayerischen Pfarrers Rudolf Stählin an Landesbischof Hans Meiser in Sache Wehrdienst vom Juni 1940: „Der Krieg, in dem ich den gewaltigen Eingriff der Hand Gottes in unser gewohntes Leben spüre, macht vor keinem Lebensbereich Halt. Eine alte Weltgestalt wird durch ihn zerbrochen mit allen ihren Institutionen und Formen. Auch die Gestalten des inneren, des geistigen Lebens werden durch ein läuterndes Feuer hindurchgeführt. Diese Seele unseres Volkes erfährt durch den Krieg ein Sterben, das Verheissung hat auf ein neues Leben hin. Dieses Geschehen von übergeschichtlicher, apokalyptischer Bedeutung brennt uns heiss in der eigenen Seele. Es macht auch nicht Halt vor meinem kirchlichen Dienst, der mich mit verantwortlich macht für das Heil der Seele meines Volkes. Mit vielen Freunden und Brüdern weiss ich mich eins in der sehnsüchtigen Hoffnung und im Vertrauen darauf, dass sich uns im Erleben dieses Krieges die rechten Wege erschliessen, auf denen wir die Menschen unseres Volkes, die bisher in der Kirche nicht den lebendigen Gott fanden, mit dem Evangelium, das uns anvertraut ist, erreichen.“
Schreiben Rudolf Stählins an Landesbischof Hans Meiser in Sache Wehrdienst als Pfarrer vom Juni 1940 Nachdem der Thüngener Pfarrer (und…