Max Brod, Der Dichter Franz Kafka (1922): „Ich erinnere mich eines Gesprächs mit Kafka, das vom heutigen Europa und dem Verfall der Menschheit ausging.“ Wir sind“, so sagte er, „nihilistische Gedanken, Selbstmordgedanken, die in Gottes Kopf aufsteigen“. Mich erinnerte das zuerst an das Weltbild der Gnosis: Gott als böser Demiurg, die Welt sein Sündenfall. „O nein,“ meinte er, „unsere Welt ist nur eine schlechte Laune Gottes, ein schlechter Tag.“ — „So gäbe es außerhalb dieser Erscheinungsform Welt, die wir kennen, Hoffnung?“ — Er lächelte: „Oh, Hoffnung genug, unendlich viel Hoffnung, — nur nicht für uns.“

Der Dichter Franz Kafka Von Max Brod Wo anfangen? — Es ist einerlei. Denn zu dem Besonderen dieser Erscheinung gehört…

Johannes Rehm, Arbeit als geistliche Übung – 12 Übungsschritte zu einem evangelischen Arbeitsethos: „Indem wir uns auch in der Arbeit als durch Jesus Christus mit unserem Schicksal versöhnte Menschen wahrnehmen lernen, welcher unsere Kollegen sowie die uns umgebenden Mitmenschen uns als Nächste ans Herz legt. Und indem wir insbesondere auf Gottes Segen in allem Arbeiten und Gestalten vertrauen sowie auf das gnädige Wirken des Heiligen Geistes, der uns selbst zu erneuern und der Vollendung in Gott ewigem Reich entgegenzuführen vermag, praktizieren wir unsere Arbeit als eine geistliche Übung.“

Arbeit als geistliche Übung – 12 Übungsschritte zu einem evangelischen Arbeitsethos1 Von Johannes Rehm Hinführung Arbeit und Spiritualität, was hat…

Fridolin Stier über das Leben mit Gott aus den Psalmen: „Ich muss sie ja sehen, diese Völkerverjagungen, Massenmorde, Millionen zu Tode sich hungernder Menschen, Auschwitz, Majdanek, und GULAG, das Meer von Tränen, die großen Schurken, die trägen Herzen, all das von den Medien Tag und Tag zu mir Getragene, meine Augen und Ohren sind voll davon. Und der Himmel schweigt und rührt sich nicht.“

Leben mit Gott aus den Psalmen – eine Frage? Eine Losung? Eine Möglichkeit nur, wenn ich im Glauben und mit…

Rudolf Bultmann gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden (1933): „Ich muss als Christ das Unrecht beklagen, das gerade auch den deutschen Juden durch solche Diffamierung angetan wird. Ich weiß wohl, wie kompliziert das Judenproblem gerade in Deutschland ist. Aber »Wir wollen die Lüge ausmerzen« – so muss ich denn ehrlich sagen, dass gerade die Diffamierung der Juden, die jene Kundgebung enthält, aus der dieses schöne Gelöbnis stammt, nicht vom Geiste der Liebe getragen ist.“

Gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden Von Rudolf Bultmann … M. D. u. H.! Wir wollten uns angesichts der großen…

Ernst Deuerlein über Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533): „Seinem Vetter Jakob Wehe, Pfarrer in Leipheim an der Donau, hat er die Schrift zugeeignet: ‚Wie sich ein Diener Gottes in all seinem Tun halten soll und sonderlich gegen denen, welchen das Evangelium zuvor nicht gepredigt ist worden, dass sie sich nicht ärgern.‘ An die Christen in der Mark Burgau hat Eberlin eine ‚getreue Warnung‘ gerichtet. Auch dieses Sendschreiben enthält eine starke zeitkritische Unterströmung, wenn auch die theologisch-dogmatische Auseinandersetzung den Vorrang ein­nimmt.“

Johann Eberlin von Günzburg Von Ernst Deuerlein „Der Glockerthurn bin ich genannt / Und meld hie der von Güntzburg Schand.“…

Karl Barth, Du bist ja der Erste, dem unsere Nöte am Herzen liegen (Gebet): „Du kennst die Irrtümer und Bosheiten, die die heutige Lage wieder einmal von allen Seiten so dunkel und gefährlich machen. Lass doch einen frischen Wind hineinfahren, der wenigstens die dicksten Nebel in den Köpfen derer, die die Welt regieren, aber auch der Völker, die sich von ihnen regieren lassen und vor allem in den Köpfen der Leute, die die öffentliche Meinung machen, zu zerstreuen vermöchte.“

Du bist ja der Erste, dem unsere Nöte am Herzen liegen Lieber Vater im Himmel,Wir danken dir für das ewige,…