Jürgen Roloff über das Lamm im Buch der Offenbarung: „Jesus ist Herr über Welt und Geschichte nur aufgrund seiner Selbsthingabe in das Sterben. Denkbar ist im übrigen, daß Johannes das Wort arnion bewußt im Blick darauf gewählt hat, daß es durch seine Bedeutungsbreite be­sonders geeignet war, beiden sich im Bilde des Lammes vereinigenden Aspekten, Opfer und Herrschaft, gleichermaßen Raum zu geben.“

Das Lamm im Buch der Offenbarung Von Jürgen Roloff Das «Lamm» ist die häufigste Bezeichnung Jesu in der Apk. Ihr … Mehr

John Henry Newman, Die Idee der Universität (The Idea of a University 1852/59): „Die Universität ist eine Stätte, an der Menschen aus der Welt für die Welt befähigt und ausgerüstet werden. Wir können die Menschen, wenn ihre Zeit kommt, unmöglich daran hindern, in die Welt hinauszugehen und Anschauungen oder Lebensgewohnheiten kennen zu lernen, die von den ihrigen weit verschieden sind; aber wir können ihnen im Voraus das nötige Rüstzeug mitgeben, um den unvermeidbaren Konfrontationen standzuhalten. Man kann nicht im unruhigen Wasser schwimmen lernen, wenn man sich nie hineinwagt.“

Die Idee der Universität (The Idea of a University) I. In neun Vorträgen, gehalten für die Katholiken von Dublin II. … Mehr

Karl Rahner, Erfahrungen eines katholischen Theologen (1984): „Wenn alle Sterne unserer Ideale, mit denen wir selber aus eigener Anmaßung den Himmel unserer Existenz drapiert haben, verglüht und erloschen sind, wenn der Tod eine ungeheuerlich schweigende Leere errichtet hat, und wir diese glaubend und hoffend als unser wahres Wesen schweigend angenommen haben, wenn dann unser bisheriges, noch so langes Leben nur als eine einzige kurze Explosion unserer Freiheit erscheint, die uns wie in Zeitlupe gedehnt vorkam, …“

Der kurze Augenblick, in dem wird, was sein soll. Auszug aus der Rede „Erfahrungen eines katholischen Theologen“ (1984) Von Karl … Mehr

Gerhard Sauter über die Sprache und die Theologie: „Es verbietet sich für Theologie und Kirche die Vorstellung, das Reden von Gott sei ein heiliger Sprachbezirk, in dem durch sorgsam gehütete Sprachgeheimnisse die göttliche Ordnung der Welt bewahrt werden müßte. Zwar sind in biblischer und christlicher Überliefe­rung einzelne Wörter aus der Alltagssprache herausgehoben und zu spezifischen Begriffen gebildet worden (etwa »Glaube«, »Verheißung«, »Liebe«). Doch bei Begriffen wie »Hoff­nung« und »Freiheit« zeigt sich, daß diese nur in Verhältnisbestimmung zu ihrem gängigen Sinn verstanden werden können, weil die Glaubenssprache keine eigene Welt, sondern eine Orientierung in der Welt vermittelt.“

Sprache Von Gerhard Sauter 1. Sprache ist (a) eine (spezifisch menschliche?) Handlung: eine Repräsentation von Wirklich­keit mittels Zeichen, ohne daß … Mehr

Paul Tillich, Flucht vor Gott. Eine Auslegung von Psalm 139 (Religiöse Reden): „Die verborgensten Regungen in der Tiefe unserer Seele sind nicht ganz die unseren, denn sie ge­hören auch unseren Freunden, der Menschheit, dem Univer­sum und dem Grund alles Seins, dem letzten Ziel unseres Le­bens. Nichts kann im letzten verborgen bleiben. Es wird in dem Spiegel reflektiert, in dem nichts verheimlicht werden kann.“

Flucht vor Gott. Eine Auslegung von Psalm 139 Von Paul Tillich Herr, Du erforschest mich und kennest mich.Ich sitze oder … Mehr

Karl Barth über Dogmatik und Philosophie (1935): „Die Theologie muss faktisch Widerspruch erheben gegen jede Art von Realismus und Idealismus. Der Sinn aller Bilder und aller Begriffe liegt für sie nicht in den Bildern und Begriffen selbst, sondern hat in Gott seinen Bezug. Unsere Denk- und Sprachbewegungen können nur einen sekundären Sinn haben und als Bewegungen des Geschöpfes unmöglich zusammenfallen mit der Wahrheit Gottes, von der her es Wahrheit in der Welt gibt.“

Dogmatik und Philosophie Von Karl Barth Wenn wir den Mund auftun, so befinden wir uns im Bereich der Philosophie. Daß … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Sühne in der Bibel: „Es kommt ihnen nicht darauf an, dass Gott ein »Opfer« dargebracht wird, sondern darauf, dass den Menschen durch ein von Gott ausgehendes Geschehen Sühne und damit Lebensmöglichkeit zuteil wird. Gott gibt seinen Sohn, den einzigen Gerechten und Sündlosen, für die Sünder dahin; er wirkt damit für sie für alle Zeit Befreiung von Schuld und gibt ihnen einen untrüglichen Erweis seiner Liebe.“

Sühne in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff »Sühne« wird in der Bibel nicht im juristischen Sinn als … Mehr

Wilfried Joest über die Prädestination (The Encyclopedia of the Lutheran Church, 1965): „Wir be­finden uns in einer jener logischen Sackgassen, in denen die Theologie nicht versuchen darf, Schlussfolgerungen zu ziehen, auch wenn sie scheinbar unausweichlich sind. So wie wir aus der Schuldlosigkeit des Unglaubens nicht ableiten dürfen, dass sowohl der Glaube als auch der Unglaube eigene Entscheidungen und Werke des Menschen sind, so dürfen wir aus der ausschließlichen Urheberschaft Gottes am Glauben und am Heil nicht ableiten, dass Gott die Verdammnis derer, die nicht zum Glauben gelangen, will und wirkt.“

Prädestination Von Wilfried Joest I. Biblische Grundlage: Göttliche Erwählung Der dogmatische Begriff der Prädestination entspricht im Wesentlichen dem biblischen Be­griff … Mehr

Karl Barths Vortrag über christliche Ethik (1946): „Christliche Ethik beginnt nicht mit dem, was man Besinnung nennen könnte, sondern christliche Ethik beginnt mit einem Hören. Christliche Ethik denkt nach, was Gott dem Menschen hinsichtlich des menschlichen Handelns vorgedacht hat und christliche Ethik sagt nach, was dem Menschen hinsichtlich seines Handelns vorgesagt ist.“

Christliche Ethik. Ein Vortrag Von Karl Barth Das Thema, über das ich heute zu Ihnen reden soll, ist mir von … Mehr