Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Terence E. Fretheim Die Dürre und ihre Auswirkungen, 14,1-6 Das Wort Gottes über Israels Erfahrung … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Gerhard Sauter, Jona 2. Ein Gebet aus der Tiefe: „Das Lachen vergeht jedoch, wenn wir zu Jona in der unergründlichen Tiefe des Fischbauches zurückkehren. Drei Tage und Nächte, und nur ein einziges Gebet! Dieses Gebet ist eine Klage und ein Danklied – ein Psalm wie viele andere. Ein solcher Psalm gehört eigentlich in den Tempel, wenn die Geretteten nach einer überstandenen Gefahr ihre Opfer bringen. Der Bauch eines Fisches ist ein höchst eigentümlicher Ort für ein solches Gebet – viel zu dunkel und unheilverheißend, ohne Ausweg. Ist es im Bauch eines Fisches nicht viel zu früh, solchen Dank auszusprechen?“
Jona 2: Ein Gebet aus der Tiefe (Jonah 2: A Prayer Out of the Deep, 2003) Von Gerhard Sauter Manchmal … Mehr
Roman Brandstaetter, Hymnus an die Bibel: „Da formte der Herr deine Kehle, / meißelte deinen Gaumen / nach dem Bild des Himmelsgewölbes, / deinen Lippen und deiner Zunge / gab er die Gabe, Laute zu bilden, / und indem er dir seine Stimme einhauchte, / machte er sie zu deiner Stimme, / Stimme, / Stimme, / sichtbare Stimme, / hervortretend hinter den Bergen Moabs, / aufgehend hinter den Sanden der Wüste, / im ersten Vers der Genesis: / Bereschit bara Elohim, / heiliger Anfang der Buchstaben, / Keim von Sätzen, Kapiteln und Büchern, / die im Rhythmus des göttlichen Atems / sich zugleich / in alle Richtungen bewegen / wie der Wagen des herrlichen Thrones, / den im Land der Chaldäer, / am Fluss Kebar, / in Verzückung der erschrockene / Ezechiel schaute.“
Hymnus an die Bibel (Hymn do Biblii) Sei gegrüßtund gepriesenund gesegnet,Bibel,erschaffen vor der Schöpfung,als noch nichts geschaffen war,vor der Zeit,als … Mehr
Walther Eichrodts Kommentar zu Hesekiel 2 und 3 (1959): „Die mit dem Vollzug der gehorsamen Tat geschenkte innere Befreiung spiegelt sich in dem süßen Geschmack der seltsamen Speise wider. Es wäre allegoristische Verzeichnung der starken Symbolkraft dieses Erlebens, wollte man hier die Süßigkeit des Gottesworts überhaupt angedeutet sehen, worauf ja auch im ganzen Vorgang nichts hinweist. Vielmehr geht es um die Erfahrung, dass auch die fremd und unverständlich scheinende Forderung Gottes, wo sie erfüllt wird, eine innere Befriedigung schenkt, die ihr alle Bitterkeit nimmt.“
Kommentar zu Hesekiel 2 und 3 Von Walther Eichrodt 2,1—7: Die Sendung an Widerspenstige. Die befreiende neue Gewißheit der Nähe … Mehr
Hans-Georg Gadamer über die Hermeneutik (1974): „Die Überlieferung, in der wir leben, ist nicht eine sogenannte kulturelle Überlieferung, die aus Texten und Denkmälern allein bestünde und einen sprachlich verfaßten oder geschichtlich dokumentierten Sinn vermittelte. Vielmehr wird uns die kommunikativ erfahrene Welt selbst als eine offene Totalität beständig übergeben, «traditur», und hermeneutische Anstrengung gelingt überall da, wo Welt erfahren, Unvertrautheit aufgehoben wird, wo Einleuchten, Einsehen, Aneignung erfolgt, und am Ende auch dort, wo die Integration aller Erkenntnis der Wissenschaft in das persönliche Wissen des Einzelnen gelingt.“
Hermeneutik Von Hans-Georg Gadamer Hermeneutik ist die Kunst des ἑρμηνεύειν, d.h. des Verkündens, Dolmetschern, Erklärens und Auslegens. ‹Hermes› hieß der … Mehr
Robert W. Jenson, Kommentar zu Ezechiel 2-3. Ordination und Beauftragung: „So wie das Wort des Herrn in der Beauftragung Ezechiels sakramental verkörpert ist, so ist es auch in der gesamten Rede der Propheten über dieses Wort. Das heißt: Das Wort Gottes, das die Geschichte bestimmt, ist selbst inmitten der aufeinanderprallenden und sich vereinigenden Körper, die Geschichte machen, voll beteiligt. Das entspricht den Andeutungen der Inkarnation, die wir in Ezechiel gefunden haben und noch finden werden: Gott regiert nicht nur von außen, sondern auch aus dem Inneren der Geschichte.“
Kommentar zu Ezechiel 2-3. Ordination und Beauftragung Von Robert W. Jenson Visionen von Gott zu sehen oder ihn sogar sprechen … Mehr
Walter Lüthi, Ein Kapitel. Bibelarbeit über Josua 1 (1957): „Eine seltsame Waffe, Gottes Wort! Ein seltsamer Militär, dieser Josua! Ob ein solcher brauchbar wäre in den Heeresbeständen dieser Zeit und Welt? Sonst mag einem Truppenführer eingeschärft werden, er solle nicht von den Generalstabsplänen abweichen, nicht zur Rechten noch zur Linken; dem Führer Israels aber wird das unverdrossene Verharren an Gottes Wort eingeschärft und gesagt, « alsdann wird es dir gelingen ». Seltsamer Generalissimus, seltsamer Landeroberer, dieser Josua, dieser «Gott rettet»! Ob ein solcher bei den Russen, oder bei den Amerikanern, oder bei der neuen Deutschen Wehrmacht zählen würde?“
Ein Kapitel. Bibelarbeit über Josua 1 Von Walter Lüthi 1. Nach dem Tode Mose’s, des Knechts des Herrn, sprach der … Mehr
Julius Schniewind, Die Taufe Jesu nach Matthäus 3,13–17 (NTD): „Der Sinn der Taufe Jesu ist vielmehr der, dass er ‚alle Gerechtigkeit erfüllt‘; dies ist’s, was ihm ‚geziemt‘. Die Rechtsordnung Gottes besteht darin, dass der Messias, der Gotteskönig, sich zu seinem Volk hält, dass der Knecht Gottes für die ‚Vielen‘ eintritt. Jesus stellt sich mit denen zusammen, die Sünder sind. Dies war schon der Sinn der Überlieferung von Matthäus 1; es ist der Sinn der Erzählungen von Jesu Helfen und Vergeben, wie sie durch alle Evangelien gehen und bei Matthäus uns von Kapitel 8 an begegnen.“
Die Taufe Jesu nach Matthäus 3,13–17 (vgl. Mk 1,9–11; Lk 3,21f.) Von Julius Schniewind 13 Damals kommt Jesus von Galiläa … Mehr
Walter Brueggemann, Kommentar zu Jesaja 61,1-11: „Die Gemeinschaft soll erfüllt werden von Gerechtigkeit und Lob. Wie ein Garten wird sie aufblühen — gerechte, lebensfördernde Beziehungen, die in Doxologie münden. Diese Vision ruft das Judentum aus der Verzweiflung. Die Hoffnung ist in JHWH verwurzelt, betrifft aber eine erneuerte, sichtbare Gemeinschaft. Die Nationen, die JHWHs Irrelevanz vermuteten, werden das ’stattdessen‘ Gottes sehen. Die österliche Freude der Kirche mag Parallelen haben — doch der Text gehört zuerst der jüdischen Hoffnung: Der ewige Bund nimmt konkrete Gestalt in einer neu konstituierten Gemeinschaft an.“
„Ich will einen ewigen Bund schließen.“ Kommentar zu Jesaja 61,1-11 Von Walter Brueggemann Diese poetische Einheit setzt die Grundakzente von … Mehr