‚sola scriptura‘. Von der reformatorischen Lust, aus der Quelle zu trinken Von Eberhard Jüngel I. Breit dahinfließende Ströme haben etwas … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Kristlieb Adloff, »Das beladenste aller Menschenworte«. Vom Judentum über G’tt sprechen lernen: „Wenn Gott, anders als im Judentum, als der dem Menschen Zugewandte, nicht in eins damit der Richter, der Gott des Gesetzes und des konkreten Gebietens sein kann, bleibt nur das Feld einer vagen »Spiritualität« und einer jeweils zeitgemäßen Moral. Das Judentum könnte das Christentum daran erinnern, dass der von ihm verkündigte Gott nicht irgendeine Gottheit, sondern in der Nachfolge Jesu der ist, dessen Name geheiligt werden soll.“
Am 20. Dezember 2023 ist Kristlieb Adloff im Alter von 89 Jahren verstorben. Ihn zeichnete eine biblische Theologie aus, die … Mehr
Walter Brueggemann, David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23: „Geschichte ist keine Abfolge von zufälligen Ereignissen. Geschichte ist die Verwirklichung einer Verheißung, die „erniedrigt und erhöht“, die „arm macht und reich“, die „erniedrigt und erhöht“. Saul wird nun erniedrigt, verarmt, zu Fall gebracht. Die Erzählung verweilt jedoch nicht bei Saul. Sie richtet ihr Augenmerk auf den, der zum Herrschen bestimmt ist.“
David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23[1] Von Walter Brueggemann Dieses Kapitel weist enge … Mehr
Werner Schmauch, Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt: „„Ihr seid das Salz des Landes.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Diese Bestimmung widerstreitet allem natürlichen Selbstverständnis. Denn sie meint ja nicht eine ichbezogene Existenz, die sich zugleich auf die Nächsten, die anderen, auf die Welt richtet, sondern sie beseitigt alle Ichbezogenheit, auch die fromme, indem sie diese „Ihr“ ausschließlich in ihrem „Für-sein“, in der Proexistenz bestimmt. Und auch darin wiederum so, daß jede Inanspruchnahme dieses So-seins in der bloßen Reflexion ein böses, wenn auch bei Christen und Kirchen leider nicht seltenes Mißverständnis ist.“
Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt[1] Von Werner Schmauch Sehe ich das Thema recht, so fragt es nach … Mehr
Margarete Susman über Ezechiel, Exilprophet der Umkehr: „Der Prophet ergreift mit gewaltiger Hand den im Leeren hängenden Baum, reißt ihn vollends heraus aus dem alten Erdreich, reißt auch noch die letzten Wurzelfasern, die sehnsüchtig im Heimatboden hängen, aus, reißt ihn herum in die entgegengesetzte Richtung und pflanzt ihn in einer ungeheuren Umkehrung gegen alles natürliche Wachstum, die Wurzeln nach oben, wieder ein.“
Ein Exilprophet, Ezechiel Von Margarete Susman Der Tempel ist zerstört, das Land innerlich zerfallen, äußerlich verwüstet, das Volk hinweggetrieben, es … Mehr
Margarete Susman, Das Gesetz (1950): „Dennoch ist Einer gekommen / Durch die verschlossenen Tore, / Aber er sprengte sie nicht. / Ruhig trat er, ein Licht, / Durch die geschlossenen Fenster / Und verwandelte alles. / Aber er ließ es bestehn. / Aufzulösen war nimmer / ein Werk; sein Werk war Erfüllung.“
Das Gesetz Im steinernen Haus des GesetzesIst feste, doch düstere Heimat.Gleichnislose GewalttatGöttlichen Geistes – so reckt esGrau aus der Tiefe … Mehr
Martin Luthers Pfingstpredigt (In festo Pentecostes) von 1520: „Geist bedeutet Wind und Wehen, wobei diese Bezeichnung vielen Erscheinungen zukommt. Nicht selten wird unsere Seele Geist genannt, denn wie der Wind ist auch die Seele niemals in Ruhe, niemals ist sie nicht in Bewegung, immer wird sie irgendwohin getragen, immer haßt oder liebt sie. Geist wird aber auch das genannt, wodurch unsere Seele bewegt wird.“
Pfingstpredigt (In festo Pentecostes, 1520) Von Martin Luther Was und auf welche Weise am Pfingsttag geschehen sei, erzählt Lukas in … Mehr
Fridolin Stier über die Psalmen: „Geschah dieses an die Sinaigeschichte erinnernde Geschehen real? Wurde es irgendwie durch eine mechanische Vorrichtung dargestellt? Oder war die Phantasie des Psalmdichters so genährt, so durchtränkt von der Erscheinung JHWHs am Sinai, daß sie erzeugte und zu sehen bekam, was sie erfüllte?“
In manchen Psalmen, die zur Gattung der Klagelieder des Volkes und des Einzelnen gehören, spricht JHWH durch den Mund einzelner, … Mehr
Jürgen Roloff, Der Kampf gegen die Irrlehrer in den Pastoralbriefen: „Der für die neutestamentliche Auferstehungshoffnung zentrale Gedanke einer zukünftigen leibhaften Auferstehung der an Christus Glaubenden im Gefolge der endzeitlichen Neuschöpfungstat Gottes am Gekreuzigten ist hier ausdrücklich negiert. Das hat erhebliche Folgen für die Christologie: Für die Irrlehrer ist Jesus nicht mehr der, in dessen Weg und Geschichte Gott der Schöpfer sein Recht gegenüber seiner Schöpfung endgültig durchsetzt und sein Ziel einer neuen, leibhaften Welt ankündigt. Er wird stattdessen zum Träger und Repräsentanten einer rein spirituellen, Welt und Geschichte verneinenden Heilsbotschaft.“
Der Kampf gegen die Irrlehrer in den Pastoralbriefen Von Jürgen Roloff Ein eigentümlicher Schatten, der allgegenwärtig ist, dessen Konturen jedoch … Mehr