Martin Luther wider üble Nachrede (Operationes in Psalmos, zu Psalm 15,3): „Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu widerlegen, das Gegenteil zu behaupten, ihn zu verteidigen und, wenn er ihn nicht verteidigen kann, ihn zu entschuldigen oder wenigstens mit Schmerz und Mitgefühl selbst dem Feind und dem Schlechten gegenüber zu begegnen; denn so möchte jeder selbst behandelt werden. Daher wird man dem Nächsten nicht nur keinen Schaden zufügen oder Böses antun, sondern ihm auch Gutes tun, sei er Freund oder Feind, wie es die Lehre Christi in Evangelium nach Matthäus 6 [Matthäus 5,44] ist. Man wird weder nachforschen noch anzeigen, sondern dem Anzeigenden widerstehen und den Verleumder zum Schweigen bringen.“

Wider üble Nachrede Von Martin Luther Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu … Mehr

Martin Luther über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus, 1529): „Getraust du dich nicht, vor verordneten Amtspersonen zu stehen und dich zu verantworten, dann halte das Maul. Weißt du es aber, so wisse es für dich, nicht für einen andern. Denn wenn du es weiter sagst, auch wenn es wahr ist, stehst du doch als ein Lügner dar, weil du es nicht als wahr beweisen kannst; und dazu machst du es wie ein Bösewicht. Denn man soll niemandem seine Ehre und seinen guten Ruf nehmen, solange sie ihm nicht öffentlich genommen wird.“

Über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus) Von Martin Luther Du sollst nicht … Mehr

Warum die Rede von Dämonen mitunter Menschen deren Würde lässt: „Das Paradoxe ist, dass die Rede von einer dämonischen Besessenheit einem psychiatrisch erkrankten bzw. suchtkranken Menschen dessen personale Würde zukommen lässt. Wo Menschen die Kontrolle über sich verlieren und schadhaft gegenüber sich oder anderen handeln, vermag die Zuschreibung an einen Dämon Untaten von der jeweiligen Person unterscheiden: Es ist nicht sie selbst, sondern eine unheilvolle Wirkmacht von außen in sie eingedrungen, die sie das machen lässt. Die passive, also erlittene Krankheit hingegen kann nicht als Handlungsträger von Selbstzerstörung oder Fremdbeschädigung plausibilisiert werden. Ohne ‚Dämonisierung‘ fällt die Untat auf den jeweiligen Menschen zurück. ‚Wie krank kann man nur sein …‘ heißt es, wenn Kranksein das Personsein vereinnahmt hat.“

Warum die Rede von Dämonen mitunter Menschen deren Würde lässt Das wäre eine eigene Untersuchung wert, warum Martin Luther in … Mehr

“If I want to be a Christian, I must also wear the colors of the court” – Martin Luther on Martyrdom: „Where the apocalyptic reality of God in Christ is trusted, martyrdom with its bodily passivity can come into its own. Martyrs cannot lose the life won with Jesus’ word on the cross, “It is accomplished” (John 19:30), in their own dying. Their “bodily confession” – far more than just lip service – takes place in the salvation space of Christ’s Passover mystery.“

It is 500 years since the two Augustinian Hermits Hendrik Vos or Voes and Jan van Essen were executed as … Mehr

„Nehmt Gottes Melodie in euch auf!“ Über die Musik der Schöpfung und das Lied des Lammes: „Damit menschliches Leid, Sünde und Tod mit Jesu Tod am Kreuz und seiner Auferweckung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde hin verbunden sind, braucht es eine göttliche Melodie, die kein Mensch zu komponieren weiß. Dazu schreibt Ignatius von Antiochien: ‚Nehmt Gottes Melodie in euch auf! So werdet ihr alle zusammen zu einem Chor, und in eurer Eintracht und zusammenklingender Liebe ertönt durch euch das Lied Jesu Christi. Das ist das Lied, das Gott, der Vater, hört – und so erkennt er euch als die, die zu Christus gehören.'“

„Nehmt Gottes Melodie in euch auf!“ Über die Musik der Schöpfung und das Lied des Lammes „Ich liebe die Musik, … Mehr

Martin Luthers Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545): „»Singet dem Herrn ein neues Lied. Singet dem Herrn, alle Welt.« Denn Gott hat unser Herz und Gemüt fröhlich gemacht durch seinen lieben Sohn, welchen er für uns hingegeben hat zur Erlö­sung von Sünden, Tod und Teufel. Wer dies mit Ernst glaubt, der kann’s nicht lassen: Er muss fröhlich und mit Lust davon singen und sagen, damit es andere auch hören und herzukommen.“

Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545) Von Martin Luther Der 96. Psalm spricht: »Singet dem Herrn ein neues … Mehr

Martin Luther über die drei Stiftungen und Orden in Vom Abendmahl. Bekenntnis (1528): „Die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind diese drei: das Priesteramt, der Ehestand, die weltliche Obrigkeit. Dennoch ist kein solcher Orden ein Weg zur Seligkeit, sondern es bleibt der einzige Weg über diese alle (hinaus), nämlich der Glaube an Jesus Christus; denn es ist etwas ganz anderes: heilig und selig sein.“

Über die drei Stiftungen und Orden Von Martin Luther Aber die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind … Mehr

Martin Luther, Über die Musik (Περì τῆς μουσικῆς, 1530): „Ich liebe die Musik, weil sie in Friedenszeit regiert. Bleibt also fest, und es wird nach unserer Zeit besser für diese Kunst sein. Denn sie sind des Friedens. Die Herzöge von Bayern lobe ich darin, dass sie die Musik pflegen. Bei uns Sachsen werden Waffen und Kanonen gepredigt.“

Über die Musik (Περì τῆς μουσικῆς, 1530) Von Martin Luther Ich liebe die Musik, und es gefallen mir die Schwärmer … Mehr

Carl-Friedrich von Weizsäcker über Luthers De servo arbitrio: „Die Aufklärung wehrt sich mit Leidenschaft gegen das servum arbitri­um. Sie will ein besseres Gesetz und kein Evangelium. So hat in der späteren Neuzeit der Kern christlicher Wahrheit überhaupt keinen Sprecher, der das moderne Bewusst­sein erreicht: die Aufklärung nicht, weil sie den Kern verwirft, die Kirche nicht, die defensiv das Pfund vergräbt.“

Über Luthers De servo arbitrio Von Carl-Friedrich von Weizsäcker Nicht das historisch neu auftretende und rasch von der Aufklärung überholte … Mehr