Martin Luther, Von Brauch und Bekenntnis der christlichen Freiheit (1524): „So haben wir gelehrt, dass einem Christenmenschen von Gott eine solche Freiheit gegeben und eingesetzt wurde, dass er sich auf kein Werk oder äußeres Ding verlassen darf, sondern allein sein Vertrauen auf die Gnade Gottes durch den Glauben setzen soll. Alles Äußerliche, das Ort, Zeit oder Person betrifft, bleibt frei und soll von niemandem mit Gesetzen gebunden werden, um das Gewissen zu binden. Wer jedoch wagt, dies zu tun, der kämpft gegen Gott, der dies alles frei haben will.“

Von Brauch und Bekenntnis der christlichen Freiheit (1524) Von Martin Luther So haben wir gelehrt, dass einem Christenmenschen von Gott … Mehr

Georg Frölich, Ob eine weltliche Obrigkeit das Recht hat, in Glaubenssachen mit dem Schwert zu handeln (März 1530): „Da im Reich Christi ‚Sekten und Spaltungen notwendig sein müssen‘, um das Gute zu fördern, nämlich ‚damit die Bewährten offenbar werden‘, warum sollte dann eine Obrigkeit versuchen, durch das Schwert etwas aus dem Reich Christi zu vertreiben, das die Schrift als notwendig bezeichnet? Dies würde dem Wort Gottes widersprechen und versuchen, durch das Schwert das zu erzwingen, was Gottes Wort im geistlichen Reich hervorbringen sollte.“

Georg Frölich Schrift „Ob eine weltliche Obrigkeit das Recht habe, in des Glaubens Sachen mit dem Schwert zu handeln“ war … Mehr

Martin Luthers Predigt zur Einweihung der Torgauer Schlosskirche am 5. Oktober 1544: „Auch ihr sollt gleichzeitig den Sprengwedel und das Rauch­fass anfassen, damit dieses neue Haus darauf ausgerichtet wird, dass nichts ande­res darin geschehe, als dass unser lieber Herr Jesus selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir umgekehrt mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang, da­mit es recht und christlich eingeweiht und gesegnet werde.“

Predigt zur Einweihung der Torgauer Schlosskirche am 5. Oktober 1544 Von Martin Luther Und es begab sich, daß er kam … Mehr

Prediger Salomo

Martin Luthers Vorrede auf den Prediger Salomo (1524): „Es zieht alles dahin, dass aller Menschen Rat, Anschläge und Vornehmen umsonst und vergeblich sind, und es immer anders hinaus­gehet, als wir wollen und denken, auf dass er uns lehre gelassen stehen, und Gott lassen allein alle Dinge über, wider und ohne unser Wissen und Rat tun.“

Vorrede auf den Prediger Salomo (1524) Von Martin Luther Dies Buch heißt auf Hebräisch Koheleth, das ist einer, der öffentlich … Mehr

Martin Luther, Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 1536): „Und wie sich Erde und Himmel im Anfang zu der nach sechs Tagen vollendeten Gestalt verhielt, nämlich als deren Stoff, so verhält sich der Mensch in diesem Leben zu seiner zukünftigen Gestalt, bis dann das Ebenbild Gottes wiederhergestellt und vollendet sein wird. Bis dahin befindet sich der Mensch in Sünden und wird tagtäglich zunehmend gerechtfertigt oder verunstaltet.“

Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 14.1.1536) Von Martin Luther Disputatio D. Martini Lutheri: De homine. WA 39/I, S. … Mehr

Martin Luther über Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26): „Das ist uns zu einer mächtigen, großen Schande gesagt, dass wir nicht so handeln können, wie die Vögel es tun. Ein Christ sollte sich vor einem Vogel schämen, weil dieser eine Kunst beherrscht, die er nie gelernt hat. Wenn du ihm im Frühling, wenn die Vögel am schönsten singen, sagen würdest: ‚Warum singst du so fröhlich, hast du doch noch kein Getreide in den Scheunen?‘, er würde dich verspotten. Es ist ein gewaltiges Beispiel, das uns wahrlich ins Herz treffen und uns anspornen sollte, Gott mehr zu vertrauen, als wir es tun.“

Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26) Von Martin Luther Von den Vögeln spricht er [Jesus] so: „Seht die … Mehr

Martin Luthers Auslegung zu Matthäus 6,24-34 (Evangeliums am fünfzehnten Sonntag nach Trinitatis, 1526): „Dankt den Blümlein, die von den Kühen gefressen werden, und Gott hat euch so hoch erhoben, dass ihr unsere Meister und Lehrer werdet. Wir müssen bekennen, dass das geringste Blümlein, welches eine Kuh oder ein Schaf mit Füßen tritt, unser Schulmeister werden soll. Sind wir nicht feine Leute? Ich meine auch. Und stellt daneben den reichsten, mächtigsten König Salomo, der aufs Kostbarste mit Purpur und Gold bekleidet war, dessen Schmuck dennoch nicht mit dem Blümlein zu vergleichen ist.“

Auslegung zu Matthäus 6,24-34 (Evangeliums am fünfzehnten Sonntag nach Trinitatis, 1526) Von Martin Luther Matthäus 6, 24–34: Jesus sprach zu … Mehr

Martin Luthers Predigt der Vögel (zu Matthäus 6,26): „Wir dürften sie wahrhaftig mit Fug und Ehren anbeten und ‚Doktor‘ zu ihnen sagen und ih­nen ein rotes Barett aufsetzen. Sie säen nicht, so stolz und kühn sind sie; und wenn’s gewachsen ist, so ernten sie nicht und führen kein einziges Hälmchen heim: Ja, soll ich erst noch schneiden? Und wenn geschnitten und gesammelt ist, Lieber, dann heißt’s in die Scheuer eingefahren; aber nein, sprechen sie, meine Scheuer ist allenthalben. Das ist der Trotz der Vogel und unsre Schande. Gräulicher hätte Christus nicht schelten können.“

Predigt der Vögel (zu Matthäus 6,26) Von Martin Luther Sehet die Vögel unterm Himmel an, die haben viel weniger Vorrat … Mehr