Protest wider Pathodizee, Theodizee und den Ruf nach Vergebung (Die Brüder Karamasow, 1880) Von Fjodor M. Dostojewski In seinem Roman … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Hartmut Lange, Aphorismen: „Melancholie ist ein Ausruhen zwischen zwei Hoffnungen, Depression Hoffnungslosigkeit. / Man muss schon tief in den Abgrund geblickt haben, um zu wissen, dass uns nur die Liebe zum Allernächsten einigermaßen trösten kann.“
Aphorismen Von Hartmut Lange Aber wo die Wahrheit nackt erscheint, muss sie wieder eingekleidet werden. Die Sehnsucht nach neuen Mythen … Mehr
Reinhold Schneider über Leiden und Schmerz: „Ein jedes Leid kann geheiligt werden, indem es angenommen wird vor dem Kreuz, ein jedes hat seine Stelle in der Glaubenswelt; … dass wir uns aber des Leidens und des Kreuzes rühmen dürften, weil sie allein uns gehören, darf vielleicht auch für ein Leiden dieser Art in Anspruch genommen werden.“
Über Leiden und Schmerz Von Reinhold Schneider Ein jedes Leid kann geheiligt werden, indem es angenommen wird vor dem Kreuz, … Mehr
Robert Musil über die Dummheit (1937): „Gelegentlich sind wir alle dumm; wir müssen gelegentlich auch blind oder halbblind handeln, oder die Welt stünde still; und wollte einer aus den Gefahren der Dummheit die Regel ableiten: »Enthalte dich in allem des Urteils und des Entschlusses, wovon du nicht genug verstehst!«, wir erstarrten! Weil unser Wissen und Können unvollendet ist, müssen wir in allen Wissenschaften im Grunde voreilig urteilen, aber wir bemühen uns und haben es erlernt, diesen Fehler in bekannten Grenzen zu halten und bei Gelegenheit zu verbessern, wodurch doch wieder Richtigkeit in unser Tun kommt. Nichts spricht eigentlich dagegen, dieses exakte und stolz-demütige Urteilen und Tun auch auf andere Gebiete zu übertragen; und ich glaube, der Vorsatz: »Handle, so gut du kannst und so schlecht du musst, und bleibe dir dabei der Fehlergrenzen deines Handelns bewusst!« wäre schon der halbe Weg zu einer aussichtsvollen Lebensgestaltung.“
Über die Dummheit Von Robert Musil Meine Damen und Herren! Einer, so sich unterfängt, über die Dummheit zu sprechen, läuft … Mehr
C.S. Lewis, Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen? „Es ist doch wirklich nicht die Frage, was wir mit ihm anfangen sollen, sondern es geht einzig darum, was er mit uns anfangen möchte. Sie können zwar das, was von ihm überliefert ist, annehmen oder zurückweisen. Was er aber sagt, ist grundlegend anders als alles, was je ein anderer Lehrer gesagt hat. Alle anderen sagen: «Das ist die Wahrheit über die Welt. Das ist der Weg, den man gehen sollte.» Jesus aber sagt: «Ich bin die Wahrheit. Ich bin der Weg und das Leben.» Er sagt: «Niemand kann wirkliches Leben erlangen außer durch mich. Versuche, dein Leben zu bewahren, und du wirst unwiderruflich zugrunde gehen; verschwende dich selbst an andere, und du wirst gerettet werden.»“
Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen? Von C.S. Lewis «Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen?» Wenn man es … Mehr
Julian Barnes, Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste): „Glauben heißt, genau das für wahr zu halten, was allen Regeln nach ’nicht geschehen sein kann‘. Die Jungfrauengeburt, die Auferstehung, ein Leben nach dem Tode. Nach allem, was wir wissen und verstehen, kann es nicht geschehen sein. Aber es ist geschehen. Oder es wird geschehen.“
Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste) Von Julian Barnes Ich glaube nicht … Mehr
Max Brod, Der Dichter Franz Kafka (1922): „Ich erinnere mich eines Gesprächs mit Kafka, das vom heutigen Europa und dem Verfall der Menschheit ausging.“ Wir sind“, so sagte er, „nihilistische Gedanken, Selbstmordgedanken, die in Gottes Kopf aufsteigen“. Mich erinnerte das zuerst an das Weltbild der Gnosis: Gott als böser Demiurg, die Welt sein Sündenfall. „O nein,“ meinte er, „unsere Welt ist nur eine schlechte Laune Gottes, ein schlechter Tag.“ — „So gäbe es außerhalb dieser Erscheinungsform Welt, die wir kennen, Hoffnung?“ — Er lächelte: „Oh, Hoffnung genug, unendlich viel Hoffnung, — nur nicht für uns.“
Der Dichter Franz Kafka Von Max Brod Wo anfangen? — Es ist einerlei. Denn zu dem Besonderen dieser Erscheinung gehört … Mehr
Fridolin Stier über das Leben mit Gott aus den Psalmen: „Ich muss sie ja sehen, diese Völkerverjagungen, Massenmorde, Millionen zu Tode sich hungernder Menschen, Auschwitz, Majdanek, und GULAG, das Meer von Tränen, die großen Schurken, die trägen Herzen, all das von den Medien Tag und Tag zu mir Getragene, meine Augen und Ohren sind voll davon. Und der Himmel schweigt und rührt sich nicht.“
Leben mit Gott aus den Psalmen – eine Frage? Eine Losung? Eine Möglichkeit nur, wenn ich im Glauben und mit … Mehr
Reinhold Schneiders Sonett ‚Zuversicht‘ (1942): „Ein andrer lebt in Dir; Du fachtest nicht / Das dunkle Feuer des Gerichtstags an, / Du bist es nicht, mit dem das Zeichen fällt.“
Zuversicht Du bist gesegnet; Dich umschirmt im GrauenEin heiliger Spruch, der stärker als die Not;Es ist kein Weg; Dein Weg … Mehr