Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim (5. April 1525): „Jörg Truchsess hat gestern vor Leipheim ob tausend Bauern erstochen, viele hundert ertränkt, Leipheim hat sich auf Gnad und Ungnad, ebenso Günzburg, Langenau und andere Flecken viel ergeben: allein 12 Flecken, die Weißenhorn unterworfen sind. Es ist beschlossen, dass man die Vorgeher und Anstifter in beiden Städten köpft und die zwei Pfaffen soll man an einen dürren Ast eines Baumes hängen. Heute morgen ist der Nachrichter hinausgefahren, um vor Allem den Pfaffen ihren Lohn zu geben.“

Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim 4. April 1525 Mit Weißenhorn … Mehr

Hermann Sasses persönliche Erklärung zur Barmer Theologischen Erklärung vom 31. Mai 1934: „Indem die Synode die bei einer Beschlussfassung über Bekenntnisfragen gebotene itio in partes vermieden, vielmehr als ganze eine Lehrerklärung angenommen hat, hat sie sich faktisch als Lehrinstanz für Lutheraner und Reformierte erklärt. Als solche kann sie von der Kirche Augsburgischen Bekenntnisses niemals anerkannt werden, da die lutherischen Bekennt­nisse eine über den Konfessionen stehende evangelische Kirche und ein Lehramt einer solchen Kirche nicht kennen.“

Persönliche Erklärung zur Barmer Theologischen Erklärung vom 31. Mai 1934 Von Hermann Sasse Zu dem der Bekenntnissynode von ihrem Theologischen … Mehr

Philipp Melanchthon, Gesetze für die Studenten zu Wittenberg (1523): „Der Rektor wird es keinesfalls zulassen, dass irgendeiner der unerfahrenen jungen Männer, die nicht selbst für sich sorgen können, ohne einen festen Lehrer herumirrt, der ihn zu den besten Studien hinführt und daran gewöhnt. Denn sie leisten Gott wenig angenehmen Dienst, wenn sie, obwohl sie in einer verantwortlichen Position sind, die Jungen willkürlich irren lassen. Und Gott hat den Jungen auferlegt, den Ratschlägen und der Autorität der Weisen zu gehorchen. Wenn sich also jemand weigern sollte, sich auf Anordnung des Rektors einem Lehrer anzuvertrauen, und wenn es das Alter und die Gerechtigkeit erfordern, soll er aus der Stadt verwiesen werden.“

Philipp Melanchthon, Rektor, an die Studenten. Wer auch immer du bist, der du diesem literarischen Orden angehörst und Schüler unserer … Mehr

Hans Joachim Iwand, Von Bildung, Einbildung und Unbildung. Ein Wort zum sogenannten Boykott der Königsberger Theologischen Fakultät (1936): „Wir lesen die Schrift, um das Wort zu hören, nicht um es uns hörig zu machen. Wir lesen sie und werden davon ergriffen, aber wir können es nicht ergreifen. Wir sind auf dem Wege, aber wir sind noch nicht am Ziel. Denn durch die ganze Heilige Schrift geht eine Bewegung. Es ist eine Richtung in ihr, die nach vorn weist. Es geht vom Gesetz zum Evangelium, von den unfruchtbaren Werken des Gesetzes zu den Früchten des Geistes, vom alten zum neuen Bund, von den steinernen Tafeln zu den lebendigen Herzen.“

Am 15. November 1936 erschien im ostpreußischen Mitteilungsblatt der Deutschen Christen ein Artikel von Hans Michael Müller (1901-89), seit 1934 … Mehr

Jakob Holzwart über die Erstürmung des Schlosses Münsterhausen am 13. Mai 1525 durch das „Rote Fähnlein“ (Rustica seditio totius fere Germaniae): „Während sie umherstreiften, um zu plündern, wollte ein Bauer etwas Pulver mitnehmen, von dem dort eine große Menge vorhanden war. Plötzlich brachte er einen Zunder herbei, und das ganze Pulver entzündete sich und explodierte, sodass das ganze Schloss erschüttert wurde. Zuerst wurde der Bauer aus Kirchhaslach erstickt, dann breitete sich Rauch und Feuer über das ganze Schloss aus. Die Bauern, die durch diesen plötzlichen Vorfall erschreckt waren, suchten nach einem Ausweg und füllten so schnell wie möglich die Leitern. Aufgrund der Enge kletterten einige über die Köpfe der anderen, andere sprangen aus den Fenstern. Einige, aber nicht viele, die zu langsam waren, wurden zusammen mit dem Schloss verbrannt.“

In Nikolaus Thomans Weißenhorner Historie ist der Eroberung des Schlosses Münsterhausen (zwischen Burtenbach und Thannhausen, Lkr. Günzburg) ein Absatz gewidmet: … Mehr

Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933): „Nach dem Neuen Testament ist die christliche Kirche eine Kirche aus ‚Juden und Heiden‘, die sich sichtbar in einer Gemeinde zusammen finden. Nach dem Neuen Testament sind für die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde allein der Glaube und die Taufe maßgebend; es können aber Juden und Heiden in gleicher Weise zum Glauben kommen und getauft werden. Nach dem Neuen Testament sind zu kirchlichen Amtsträgern Juden und Heiden in grundsätzlich gleicher Weise geeignet. Sie werden zu einem kirchlichen Amt allein nach dem Maßstab ihres Glaubens, ihres Wandels und ihrer persönlichen Eignung von der Kirche und nur von ihr berufen.“

Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933) Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen … Mehr

Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“: „Nach einem Gespräch mit theologischen Mitgliedern des Stuttgarter Oberkirchenrats, über das der Ehemann Rothschuh in einem Anschlag am Schwarzen Brett der evang.-theol. Fachschaft in Tübingen berichtete, teilte der Oberkirchenrat mit Unterschrift des Landesbischofs Frau Rothschuh mit, dass bei aller Anerkennung der ‚Offenheit und Redlichkeit …, mit der Sie mitgeteilt haben, welche Rolle Sie heute im Kirchendienst übernehmen könnten‘, das Gespräch mit den Oberkir­chenräten ergebe, ‚dass Sie leider an Vorentscheidungen gebunden sind, die es uns leider unmöglich machen, Sie zum Dienst der Verkündigung zu verpflichten.’“

Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“[1] Von Gottfried Niemeier Zu Beginn des Jahres erregte der „Fall Rothschuh“ weit … Mehr

Friedrich Wilhelm Hopf, Wer war Hermann Sasse?: „Im August 1949 wanderte er mit seiner Familie nach Australien aus, wohin ihn die dortige Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche an ihr Theologisches Seminar in North Adelaide berufen hatte. Hinter dem Abschied von Erlangen stand Sasses Protest gegen den Anschluß der Evangelisch-Lutherischen Kiche in Bayern an die von ihm als unionistisch abgelehnte „Evangelische Kirche in Deutschland“ (1948). Von Australien aus hat er vor allem durch seine „Briefe an lutherische Pastoren“ wie auch durch eine umfangreiche Korrespondenz das kirchliche Gesche­hen in Deutschland bis zu seinem Heimgang am 9. August 1976 mit innerster Teilnahme begleitet.“

Wer war Hermann Sasse? Von Friedrich Wilhelm Hopf Im Frühjahr des Revolutionsjahres 1933 wurde er Professor an der Universität Erlangen, … Mehr

Hermann Sasse, Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943): „Wie die Welt gibt, das sehen wir an den zerstörten Städten Deutschlands, an den zer­trümmerten Domen am Rhein, den tausendjährigen Gotteshäu­sern, an den rauchgeschwärzten Ruinen der alten Kirchen von Hamburg, Lübeck und Rostock. Aber durch den namenlosen Jammer dieser Zeit, durch Sterbensnot und tiefste menschliche Verzweiflung hören wir die Stimme dessen, der da zu seiner Ge­meinde spricht: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Und wir sprechen mit dem Apostel: Ja, er ist un­ser Friede. Und wir beten mit der Kirche aller Zeiten: Amen, ja komm Herr Jesu! Und wir bekennen mit Herz und Mund, mit der ganzen Christenheit: Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine Hei­lige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Amen.“

Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943) Von Hermann Sasse Fast drei Jahrhunderte lang hat die evangelische Kirche Augs­burgs … Mehr