Rudolf Landau, Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen: „Aber diese theologie- und kirchenge­schichtlichen Edelsteine sind noch nicht der Schatz insgesamt. Die Kleinodien fangen erst an zu glänzen, wenn der Leser der Sonne ansichtig wird, die hier alles bescheint: das große Licht der Ge­rechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes, in das Iwand von der Schrift her seine Zeitgenossen hineinstellt, in dem er aber auch die biblischen Texte Alten und Neuen Testaments zum Strahlen bringt, indem er sie hineinhält in die Gegenwart dieses Gottes, der richtet und rechtfertigt in seiner Gnade. Die Ostersonne strahlt auf auch in der Strenge und Gewißheit, in der Iwand redet.“

Rezension zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen Von Rudolf Landau Hans Joachim Iwand: Predigt-Medita­tionen 1, Vandenhoeck & Ruprecht, Göt­tingen, 4. Aufl., … Mehr

Hans Joachim Iwand, Von Bildung, Einbildung und Unbildung. Ein Wort zum sogenannten Boykott der Königsberger Theologischen Fakultät (1936): „Wir lesen die Schrift, um das Wort zu hören, nicht um es uns hörig zu machen. Wir lesen sie und werden davon ergriffen, aber wir können es nicht ergreifen. Wir sind auf dem Wege, aber wir sind noch nicht am Ziel. Denn durch die ganze Heilige Schrift geht eine Bewegung. Es ist eine Richtung in ihr, die nach vorn weist. Es geht vom Gesetz zum Evangelium, von den unfruchtbaren Werken des Gesetzes zu den Früchten des Geistes, vom alten zum neuen Bund, von den steinernen Tafeln zu den lebendigen Herzen.“

Am 15. November 1936 erschien im ostpreußischen Mitteilungsblatt der Deutschen Christen ein Artikel von Hans Michael Müller (1901-89), seit 1934 … Mehr

Hans Joachim Iwands selbstgeschriebener Lebenslauf aus dem Fakultätsbuch der Theologischen Fakultät Göttingen: „Anno 1934 ab episcopo societatis Germanae-Christianae, cui nomen erat „Deutsche-Christen-Bewegung“, expulsus Rigam fugi. Ibi in schola academica theologiam docebam. Anno 1935 de munere docendi deiectus a fratribus vocatus sum seminarium condere Ecclesiae Confessionalis (Bloestau i. Ostpr.). Hinc anno 1937 cum confratribus meis expulsus et ab amicis et patria decessi. Perrexi munere meo fungi cum multis et magnis periculis. Autumno 1938 seminarium illud existinctum est: benigne exceptus sum a communione fidelium ad Ecclesiam Sanctae Mariae Dortmundensis ut pastor eorum essem.“

Lebenslauf aus dem Fakultätsbuch der Theologischen Fakultät Göttingen Von Hans Joachim Iwand Natus sum anno p. Chr. n. 1899 quinto … Mehr

Hans Joachim Iwand, Zur theologischen Begründung des Widerstandes gegen die Staatsgewalt: „Jeder echte christliche Widerstand gegen die Staatsgewalt er­folgt aus der hohen und positiven Einschätzung des Staates. Die Christen sind mitverantwortlich, dass der Staat als eine dem Rechte und dem Frieden dienende Macht nicht in sein Gegenteil pervertiert wird. Der Satz, dass alle Macht böse ist, muß dazu führen, dass den Bösen die Macht ausgeliefert wird.“

Zur theologischen Begründung des Widerstandes gegen die Staatsgewalt Von Hans Joachim Iwand I. In diesen Tagen, als ich mich auf … Mehr

Hans Joachim Iwand, Before the Storm (The Hour of Apostasy, 1937): „Not only are we in a time of apostasy, but, what is worse, time itself does not know this; on the contrary, it believes it is in the hour of an unparalleled religious renewal. Certainly, it too will wake up terribly once in a while. But there is a new one that does not lead to repentance. For the time being, however, enough false prophets ensure that the dream continues to be dreamed. For we can learn this from the Holy Scriptures: the apostasy of the people from the living God goes hand in hand with the appearance of false prophets who interpret the hunger dreams and substitute their visions for the Word of God.“

Perhaps the most powerful speech (not sermon) given within the Confessing Church in Germany between 1933 and 1945: Before the … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Proklamation der Offenbarung gegenüber der Religion. Zu Karl Barths Kirchlicher Dogmatik: „Die Aufklärung hatte hier ein Loch gegraben, um Gott sozusagen von hinten her nun eben doch natürlich zu erkennen. Um eine Stelle zu finden, wo es nicht mehr heißt: Höre, Israel, Dein Gott redet, sondern wo es heißt: Höre, Mensch, in dich selbst, da ist die offene Tür! Vor dieses Paradies, das eben ein verlorenes Paradies ist, stellt Barth den Engel mit dem gezogenen Schwert. Hier sagt er jenes absolute Nein, das er dann Brunner so bedingungslos entgegenschleuderte. Hier setzt er jene Erwählung in Jesus Christus, die allen Menschen gilt, wenn anders wir sie im Glauben sehen.“

Die Proklamation der Offenbarung gegenüber der Religion. Zu Karl Barths Kirchlicher Dogmatik Von Hans Joachim Iwand † I. Das Thema, … Mehr

Hans Joachim Iwand über Taten der Nächstenliebe: „Durch die Liebe wird der Mensch so ausgeliefert an die Not des Nächsten, dass diese Not Hände und Arme, Geist und Gemüt bis ins Letzte und Innerste be­wegt, dass die Taten nichts anderes sind als die Zeichen unseres Bewegtwerdens von der Not des Nächsten. Die Not des Nächsten regiert uns. Wir haben nicht mehr ein steinernes Herz, sondern ein fleischernes Herz, wir fühlen die Not mit, wir leiden unter ihr, zer­brechen unter ihr, und sie schafft durch uns Werke, die dem Näch­sten helfen.“

Über Taten der Nächstenliebe Von Hans Joachim Iwand Tat heißt: Der Nächste braucht mich. Tat heißt: Wenn es niemand gäbe, … Mehr

Hans Joachim Iwand, Auferstehung gegen Historie (Christologie-Vorlesung 1959): „Entweder der Tod oder Gott behält hier das letzte Wort unter uns: Das ist die Entscheidung, in die uns der Tod Jesu stellt, und seine Auferste­hung ist die Antwort, die uns ohne unser Zutun, von oben her, aus reiner Gnade widerfährt. Der Tod Jesu ist, wie das besonders die Alte Kirche sehr deutlich gesehen hat, eine Herausforderung an den Tod. Die Auferstehung wird verkündet und geglaubt als Erweis dessen, dass in der Welt Gottes der Tod keine Macht hat. So tief muss die Gottesfrage hinabgezogen werden in unser Fleisch, dass an seiner tiefsten Tiefe, der Verwesung, dem Nichts, deutlich wurde, dass Gott ein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist.“

Auferstehung gegen Historie Von Hans Joachim Iwand Es wird niemals möglich sein, dessen habhaft zu werden, was als die Oster­botschaft … Mehr

Hans Joachim Iwand, Gedanken zu Karfreitag: „Mein Heil liegt darin begründet, dass es Gott um seine Sache geht und meine (böse) Sache in diese seine (gute) Sache eingeschlossen ist. Dem pro me Gottes, an das ich mich im festen Glauben hal­te, liegt ein pro se Gottes zugrunde! Es geht Gott hier, in der Tilgung und Aufhebung meiner Sünden, um seine Gerechtigkeit und seine Gnadenwahl.“

Gedanken zu Karfreitag Von Hans Joachim Iwand Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht … Mehr