Hans Joachim Iwand, Gedanken zu Gründonnerstag: „Hoffentlich hören wir aus diesem desiderio desideravi unser ganzes Heil, unseren ganzen Trost. Hoffentlich hören wir etwas von dem heraus, was die herausgehört haben, die in Gefängnissen, vor dem Tod in der Schlacht, in der großen Einsamkeit der Verfemten und Verfolgten hier Entscheidendes vernommen und geschmeckt haben!“

Gedanken zu Gründonnerstag Von Hans Joachim Iwand Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit … Mehr

Hans Joachim Iwand, Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft (Matthäus 28,1-10, DIE ZEIT 1948): „So haben die Frauen etwas an diesem Grab gelernt, was man an keinem anderen Ort lernen kann: sie haben den Zweifel gelernt, den Osterzweifel, der an allem zweifeln lässt, an dem Tod und dem Triumph der Mächte, die ihren Herrn ins Grab legten, an dem Sosein dieser Welt, ihrer Nacht und Sünde, ihrer in sich geschlossenen Endlichkeit und Todesdichte — nur an einem nicht mehr: an Jesu, an der Offenbarung des lebendigen Gottes mitten unter uns.“

Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft [Matthäus 28,1-10] Von Hans [Joachim] Iwand Der Osterbericht des Matthäus-Evangeliums … Mehr

Hans Joachim Iwand, Kreuz und Auferstehung Jesu Christi (Christologie-Vorlesung 1959): „Es ist dies alles sicherlich unfassbar. Nicht nur die Auferstehung: Was am Kreuz geschah, ist, wenn wir es recht verstehen, in gleicher Weise über alle Vernunft. Das Kreuz ist nicht erdennäher oder rational fassbarer als das of­fene Grab oder als jenes Bild von dem Sieg des Auferstandenen, das uns der Isenheimer Altar zeigt. Es geht dies alles weit über unser Fassungsver­mögen und unseren Verstand hinaus. Und wenn es nicht darüber hinausgin­ge, dann würde es auch nicht in ihn hineinkommen.“

Kreuz und Auferstehung Jesu Christi Von Hans Joachim Iwand Im Folgenden wird von dem Letzten und Höchsten die Rede sein, … Mehr

Hans Joachim Iwands Weihnachtspostkarte an Ernst Burdach aus dem Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Heute habe ich den letzten Satz zu der Neuherausgabe von Luthers Schrift de servo geschrieben, die nun bald – und endlich – erscheinen kann. Seit 2 Wochen sitze ich an dieser Arbeit. Sie hat mich getragen und belebt. Der Tenor der großen Schrift Luthers heißt: Linie halten. Hoffentlich begreifen wir allmäh­lich das große Glück, was es heißt, Weihnachten auf einer Kanzel zu stehen und die froheste aller frohen Botschaften verkünden zu dürfen, dass Gott Mensch wurde und damit die Menschheit – trotz allem und in allem – die große Verhei­ßung wiedergewann von der Gotteskindschaft.“

Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende … Mehr

Hans Joachim Iwand, Adventspredigt über Lukas 21,25-36 (1940): „Jesus sieht uns wie Gefangene und die Welt als unseren Kerker. Gefangene des Todes, Gefangene der Sünde sind wir immer noch. Jesus sagt: Wenn die Mauern eures Gefängnisses Risse bekommen, wenn gewaltige Stütze das Fundament erschüttern, dann gerade richtet euch auf, dann erhebt eure Häupter, denn dann tagt der Morgen der Befreiung. Die Hand, die von außen her so gewaltige Schläge gegen das Gemäuer führt, ist Gottes Hand. Die fürchterlichen Einschläge sind seine Zeichen. Weil euch Gott nicht vergessen hat, darum geschieht dies alles.“

Predigt über Lukas 21,25-36 (2. Advent) Von Hans Joachim Iwand Liebe Gemeinde! „Alsdann“ heißt es in diesem Text, der die … Mehr

Heinrich Assel über Hans Joachim Iwands ‚Glaubensgerechtigkeit nach Luthers Lehre‘ (1941): „Das Gesetz hat Heilsbedeutung, weil der Glaube nur durch das gepredigte Gesetz die Kondeszendenz des Wortes Gottes und seine eigene Zeitlich­keit erlernt. Unfrei zur Endlichkeit fragt er über die Verheißung hi­naus nach dem verborgenen Gott der Erwählung, um in seiner ei­genen Gerechtigkeit vor diesem zu bestehen. Das Gesetz klagt die be­ständige Rückkehr zum offenba­ren Gott ein.“

Glaubensgerechtigkeit nach Luthers Lehre, Hans Joachim Iwand; Erstausgabe München 1941. Von Heinrich Assel Gewidmet dem im Konzentrati­onslager inhaftierten Begründer des … Mehr

Hans Joachim Iwands Vortrag Vor dem Sturm (Die Stunde des Abfalls, 1937): „Die Heilige Schrift hat uns nie im Unklaren darüber gelassen, dass das antichristliche Heidentum, das am Ende der Tage auftreten wird, ein anderes Gesicht hat, als das Heidentum, dem das Christentum in der Fülle der Zeit begegnete. Denn während damals offene Türen die Boten des Evangeliums einließen, verrammelt am Ende der Tage das durch das Christentum hindurchgegangene Heidentum seine Türen, um den nicht einzulassen, der kommt. Es ist die letzte Anstrengung der Mächte, die wissen, dass die Ankunft des Herrn das Ende ihrer Herrschaft bedeutet, und die darum — ohne es zu wollen — der leidenden und kämpfenden Gemeinde damit ein Zeichen geben: Der Herr ist nahe.“

Vor dem Sturm[1] Vortragam 22. April 1937 vor ostpreußischen Pfarrern gehaltenvon Professor D. Iwand, Bloestau bei Kuggen Bruderratder Bekennenden Kirche … Mehr

Abschiedbrief von Heinrich Graf zu Dohna-Schlobitten an seine Frau Maria-Agnes vom 14. September 1944: „Ich bin in einer fast starren Haltung, die, wie ich fürchte, auch diesem Brief zu sehr anhaftet. Aber wenn ich alles sagen würde, was mich an Gefühlen beherrscht, so würde mich das umwerfen. Ich bat in dieser schweren Zeit immer Christus, mich bei der Hand zu halten, Er tat es und hielt mich stark.“

Abschiedsbrief an die Ehefrau Maria-Agnes vor der Hinrichtung Von Heinrich Graf zu Dohna-Schlobitten Heinrich Graf zu Dohna-Schlobitten (1882-1944) war über … Mehr