Kornelis Heiko Miskotte, Das öffentliche Gebet (Het openbaar gebed, 1968): „Ich denke, dass jemand, der nicht im Amt ist, sich kaum vorstellen kann, welche Qual, welche Beklommenheit es mit sich bringt, in der Gemeinde ein Gebet zu sprechen, für alle, im Namen aller. Du kannst es nicht, du fürchtest es so sehr, du kennst die Worte nicht, die Verlangen und Hingabe, Bedürfnis und Zweifel ausdrücken.“

Das öffentliche Gebet (Het openbaar gebed) Von Kornelis Heiko Miskotte Wunderbares Wort! Letzte Erinnerung vielleicht an einen theokratischen Gedanken, zumindest … Mehr

Rabbiner Adin Steinsaltz über die Kawwanah („Gebetsgerichtetheit“): „Das Gebet ohne Kawwanah ist wie ein Körper ohne Seele. Das bedeutet, dass das Gebet, das die Rede des Menschen an seinen Schöpfer ist, seine wesentliche Qualität verliert, wenn es nur noch aus dem Aufsagen von Worten besteht, ohne dass man sich innerlich auf die Bedeutung der gesprochenen Worte konzentriert.“

Kawwanah Von Rabbiner Adin Steinsaltz Es gibt ein bekanntes Diktum, das die Bedeutung von Kawwanah betont.[1] „Das Gebet ohne Kawwanah … Mehr

Abraham Joshua Heschel, Das Gebet als Äußerung und Einfühlung (1939): „Beten heißt, an ein Wort fassen, an den Endpunkt einer Schnur, die gleichsam zu Gott führt. Je größer die Kraft, um so höher ist der Aufstieg an dem Wort. Beten heißt aber auch, daß der Widerhall des Wortes wie ein Senkblei in die Tiefe der Person fällt. Je reiner die Bereitschaft, um so tiefer dringt das Wort.“

Das Gebet als Äußerung und Einfühlung Von Abraham Joshua Heschel In den Betrachtungen über das Gebet ist man gewohnt, vor … Mehr

Über die Integrität des Pascha-Mysteriums: „Die Separation von Kreuzestod und Auferstehung als zwei Ereignisse mit jeweils eigener Heilsbotschaft wird der reziproken Heilsdimension des Pascha-Mysteriums nicht gerecht: Nur vom Kreuz her ist die Auferstehung Jesu heilsbegründend. Und nur von der Auferstehung her kann der Kreuzestod Jesu als heilsentscheidend geglaubt werden.“

Über die Integrität des Pascha-Mysteriums In der katholischen Liturgie wird bei der Eucharistiefeier nach den Einsetzungsworten auf den Ruf des … Mehr

Peter Noll über die anstehende Trauerfeier infolge der eigenen tödlichen Tumorerkrankung (Diktate über Sterben und Tod): „Der Gemeinde soll mitgeteilt werden, was ich denke über Sterben und Tod und wie ich das Sterben erlebt habe. Es soll eine Aufforderung an das Publikum sein, sich mit dem – abgesehen von der Geburt – wichtigsten Ereignis auseinanderzusetzen. Nichts soll vertuscht, nichts verharmlost werden, auch den Ausweg der Verdrängung möchte ich versperren. Auch das fromme Tun als ob. Der hastig wie zwischen alten Kleidern hervorgeholte Gelegenheitsglaube, für die meisten allerhöchstens eine vage Hoffnung, die sie sich eventuell für den letzten Moment aufsparen. Eine Verhöhnung für den christlichen Glauben, der ja gelebt, nicht gestorben wird.“

Über die anstehende Trauerfeier infolge der eigenen tödlichen Tumorerkrankung Von Peter Noll Ich überlege, was ich eigentlich gedacht habe, als … Mehr

Walter Brueggemann, Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit zu. Das große Drama des trinitarischen Hymnus „Heilig, heilig, heilig“: „Singen ist eine Kunst, die eine Art von Freiheit mit sich bringt, die sich der analytischen Kontrolle entzieht. Singen ist in der Welt ziemlich unvernünftig und legt Zeugnis von einer alternativen Realität ab. Eine Antwort auf die Frage „Warum singen wir?“ lautet daher, dass wir im Singen unsere von Gott gegebene Menschlichkeit zum Ausdruck bringen und verwirklichen können, die durch körperliche Freiheit, unzensierte Artikulation und das Engagement der ganzen Person gekennzeichnet ist.“

Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit zu. Das große Drama des trinitarischen Hymnus „Heilig, heilig, heilig“ Von Walter Brueggemann Warum singen … Mehr

C. S. Lewis, Über das Gebet. Brief an einen Freund: „Änderungen sind unvermeidlich. Aber ist dazu jetzt der rechte Augenblick? Zwei Merkmale für den rechten Augenblick fallen mir ein. Erstens eine Einmütigkeit, die es der Kirche – nicht einer im Augenblick siegreichen Partei — erlaubt, im neuen Werk mit vereinter Stimme zu sprechen. Zweitens: irgendwo in der Kirche die überzeugende Gegenwart jener unverwechselbaren literarischen Begabung, die es braucht, um ein gutes Gebet abfassen zu können. Es bedarf nicht einfach sehr guter Prosa, sondern einer ganz besonders guten Prosa-Art, wenn sie sich in wiederholtem und lautem Lesen bewähren soll.“

Über das Gebet. Brief an einen Freund Von C. S. Lewis Ich bin ganz von deinem Vorschlag eingenommen, unsern alten … Mehr

Abraham Joshua Heschel, Über das Gebet (On Prayer, 1969): „Der Beginn des Gebets ist der Lobpreis. Die Kraft der Anbetung ist der Gesang. Erst singen wir, dann verstehen wir. Erst loben wir, dann glauben wir. Lobpreis und Gesang öffnen die Augen für die Größe der Wirklichkeit, die über das Selbst hinausgeht. Gesang stellt die Seele wieder her; Lobpreis behebt geistige Mängel.“

Über das Gebet (On Prayer, 1969) Von Abraham Joshua Heschel Mein Thema ist nicht in erster Linie die Liturgie, der … Mehr