Girolamo Savonarolas Barmherzigkeitsgebet: „Habe Erbarmen mit mir, Herr, nicht mit jener kleinen Barmherzigkeit der Menschen, sondern mit deiner großen unbegreiflichen, die in ihrer Unendlichkeit größer ist denn alle Schuld. Neige dich zu mir, Herr, mit jenem großen Erbarmen, mit dem du die Welt so sehr geliebt, dass du deinen eingeborenen Sohn für uns dahingabst.“

Dem italienischen Dominikaner und Bußprediger Girolamo Savonarola (1452-1498) wird folgendes Barmherzigkeitsgebet zugeschrieben: Habe Erbarmen mit mir, Herr Habe Erbarmen mit … Mehr

Liturgie als Wortspiel: „Der Gottesdienst selbst hat keinen Werkcharakter. Seine Wirklichkeit will nichts außer sich selbst bewirken und ist daher nur spielerisch zu erlangen. Kirche als liturgische Spielgemeinschaft enthält eine Absage an subjektive Sinnentwürfe wie auch an einen weltanschaulichen Universalanspruch des Christentums. Stattdessen wird die Partikularität eines eigensinnigen Spiels mit all den damit verbundenen Begrenzungen betont. Regeltreue und Können sind unabdingbar, andern­falls steht das heilige Spiel vor dem Aus. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“

Liturgie als Wortspiel „Alles nur ein Spiel.“ Wer so redet, fügt in Gedanken hinzu: Was da vor sich geht, also … Mehr

Vom Segen des Betens oder was das Gebet uns schenkt: „Beten legt Sprachfäden um das eigene Leben. Wie Tautropfen auf einem Spinnennetz schlägt sich göttliche Güte an den eigenen Gebetsworten nieder. So setzt sich im Gebet das eigene Leben in Beziehung zum lebendigen Gott – was er für mich schon alles getan hat und was er in Jesus Christus für mich vorgesehen hat. Die Dinge um mich herum, für die ich ihm danke, sind nicht länger selbstverständlich – und damit hoffnungslos. Kleinig­keiten des Alltags zeigen sich mir als gottgegeben und werden damit großartig.“

Vom Segen des Betens oder was das Gebet uns schenkt „Betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das … Mehr