Werner Schmauch über die Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt (1957): „Im Gehorsam gegenüber diesem Ruf werden Menschen aus der selbstherrlichen Existenz befreit zur Proexistenz für den Anderen, für Erde und Welt. Diese Existenz ist kein Status, sondern als konkrete Annahme des Evangeliums eschatologisches Ereignis. Auch die Jüngergemeinde existiert nur im Vollzug dieses Gehorsams, in der Proexistenz, in der Überwindung der Welt durch Hingabe an sie.“

Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt Von Werner Schmauch 1. Die Bergpredigt ist nicht ethisches Gesetz unter einer … Mehr

Julius Schniewind über das Vaterunser (Matthäus 6,7-15 – NTD): „In der Anfechtung wird unser Glaube, unser Vertrauen auf Gott, angefochten; es geht also um eine innere Not. Und die Versuchung, wo immer von ihr gesprochen wird, beruht auf Gefahren oder Verlockungen, die von außen kommen. Nun befremdet in unserer Vaterunser-Bitte, dass zu Gott selbst gebetet wird, er möge uns nicht in Versuchung hineinführen. Wir stehen vor einem in sich unlöslichen Widerspruch unseres menschlichen Denkens. Es gibt keine Beziehung zu Gott, die nicht ‚Gehorsam‘ hieße und darum auch Erprobung forderte: es muss erprobt und versucht sein, ob wir Gott folgen oder nicht. Diese bloße Tatsache aber ist in sich unbegreiflich. Sie streitet logisch mit dem Gedanken der Allmacht und Allwirksamkeit.“

Das Vaterunser (Matthäus 6,7-15; vgl. Lk. 11,1-4) Von Julius Schniewind 7 Wenn ihr aber betet, so sollt ihr nicht plappern … Mehr

Johann Baptist Metz über den Trost: „Notwendig erscheint mir ein Buch über den Trost, über die Tröstungskraft der Religion. In ihm dürften freilich nicht einfach die von der Gesellschaft verweigerten oder auch bereitwillig angebotenen Tröstungsmuster und Tröstungsfunktionen der Religion bestätigt oder reproduziert werden.“

Über den Trost Von Johann Baptist Metz Notwendig erscheint mir ein Buch über den Trost, über die Tröstungskraft der Religion. … Mehr

Karl Barth über die Judenfrage und ihre christliche Beantwortung (1949): „Ist es wahr, daß Israel, später das Volk der Juden genannt, das erwählte Volk dieses treuen Gottes ist? Dass Gott diesem Volk die Treue hält, obwohl es ihm laut seinen eigenen heiligen Schriften immer wieder untreu war: Treue auch in allem Unheil, das seine Untreue nach sich zog? Ist es schließlich wahr, dass diese Treue Gottes darin zum Ziel kam, daß er selbst in der Person und im Tod jenes einen Juden mit der Untreue seines Volkes und mit der ganzen Menschheit radikal Schluß, mit ihm und mit der ganzen Menschheit einen neuen Anfang gemacht hat?“

Die Judenfrage und ihre christliche Beantwortung Von Karl Barth Die Judenfrage ist seit 1900 und mehr Jahren immer eine Frage … Mehr

Erich Zenger, Gottes Schöpfung – Lebenshaus für alle. Die Botschaft der biblischen Schöpfungstheologie: „Von Gott her gilt: Die Sintflut liegt, was ihn anbelangt, immer schon hinter uns, weil er der Gott der Barmherzigkeit in Treue ist. Dass wir Menschen der Moderne nach dem Motto leben: ‚Nach uns die Sintflut!‘, ist eine Perversion der biblischen Gottesbotschaft: ‚Hinter euch liegt die Sintflut!'“

Gottes Schöpfung – Lebenshaus für alle. Die Botschaft der biblischen Schöpfungstheologie Von Erich Zenger Unsere Erde und das Leben auf … Mehr

Bernhard Häring, Das christliche Leben im Zeichen der Hoffnung (1969): „Meines Erachtens dürfte in keiner Moral die Tugend des Humors fehlen, die eine der köstlichsten Früchte christlicher Hoffnung ist, in der wir zugleich Unendliches erwarten und unsere Begrenztheit und Lächerlichkeit gelassen annehmen können, ohne uns zu verachten. Wir nehmen uns ernst in Gottes Liebe und anbetracht seiner Verheißungen und dennoch nehmen wir uns in den Situationen unseres Alltags nicht allzu ernst.“

Das christliche Leben im Zeichen der Hoffnung Von Bernhard Häring Karl Marx war ein Prophet der Hoffnung. Er konnte so … Mehr

Wilhelm Freiherr von Pechmanns vergeblicher Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser in Sachen kirchliches Wort wider die Judenverfolgung vom November 1941: „Hemmungslos und ungehemmt wirkt sich eine Verfolgung aus, die immer neue Mittel erfindet, um wehrlose und schuldlose Christen jüdischer Abstammung ganz ebenso wie Juden dergestalt zu quälen, dass sich schon der gesunde Sinn unseres Volkes dagegen empört.“

Wilhelm Freiherr von Pechmanns Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser in Sachen kirchliches Wort wider die Judenverfolgung vom November … Mehr

Lothar Schreiner über den Batak-Missionar Ludwig Ingwer Nommensen (1834-1918): „Nommensens fünfzigjähriges Lebenswerk unter dem Volk der Batak vollzog sich unter religiösen und kommunikativen Gegebenheiten, die von Europa sehr verschieden waren. In seinem Selbstverständnis war er zuerst und wesentlich der Evangeliumszeuge in uneingeschränkter Solidarität mit den Menschen dieses Volkes. So wurde er von ihnen als der Ihrige angenommen und verstanden.

Ludwig Ingwer Nommensen (1834-1918) Von Lothar Schreiner 1. Leben und Wirken Ludwig Ingwer Nommensen wurde am 6.2.1834 auf der Insel … Mehr

Alfred Delp S.J., Auszug aus dem Tagebuch vom Januar 1945: „Das ist ein eigenartiges Leben jetzt. Man gewöhnt sich so schnell wieder an das Dasein und muss sich das Todesurteil ab und zu gewaltsam in das Bewusstsein zurückrufen. Das ist ja das Besondere bei diesem Tod, dass der Lebenswille ungebrochen und jeder Nerv lebendig ist, bis die feindliche Gewalt alles überwältigt. So dass die gewöhnlichen Vorzeichen und Mahnboten des Todes hier ausbleiben. Eines Tages wird eben die Tür aufgehen, und der gute Wachtmeister wird sagen: einpacken, in einer halben Stunde kommt das Auto. Wie wir es so oft gehört und erlebt haben.“

Auszug aus dem Tagebuch vom Januar 1945 Von Alfred Delp S.J. Das ist ein eigenartiges Leben jetzt. Man gewöhnt sich … Mehr