Nach seiner Übersiedlung nach Palästina im März 1938 bestand eine von Martin Bubers ersten Aufgaben darin, auf einen zionismuskritischen Artikel … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Die zurückgezogene Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag am 1. März 2024 mit der Liturgie aus Palästina zum Nachlesen
Die bereits gedruckte Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2024 mit der Liturgie aus Palästina hat in den letzten Tage heftige Kritik … Mehr
Hans Jonas, Techniken des Todesaufschubs und das Recht zu sterben (The Right to Die, 1978): „Zur Verteidigung des Rechtes zu sterben muss daher die wirkliche Berufung der Medizin neu bejaht werden, um sowohl Arzt wie Patienten aus ihrer jetzigen Knechtschaft zu befreien. Das neuartige Phänomen von Patientenohnmacht gekoppelt mit der Macht todesverzögernder Techniken unter öffentlicher Obhut verlangt eine solche Wiederbejahung. Nun läßt sich, so glaube ich, Einhelligkeit darüber erzielen, daß die Treuhandschaft der Medizin es mit der Ganzheit des Lebens zu tun hat.“
Techniken des Todesaufschubs und das Recht zu sterben (The Right to Die) Von Hans Jonas Die erste Reaktion auf den … Mehr
Martin Buber, Zwei Völker in Palästina (1947): „Sei dieses vielleicht schwierigste aller politischen Probleme der Gegenwart, die jüdisch-arabische Situation, die Probe aufs Exempel: aus allen Völkern müssen unabhängige Geister, die dem Kampf aller gegen alle um Macht und Besitz nicht verfallen sind, zusammentreten und eine gerechte Bewältigung der Situation vorbereiten.“
Zwei Völker in Palästina (1947) Von Martin Buber Ich will Ihnen von Palästina erzählen nicht zu dem Zweck allein, um … Mehr
Michael Sandel, Wer reich und mächtig ist, ist gut. Die Tyrannei der Leistung und die Politik der Demütigung: „Wir sehen Erfolg in einer Weise, wie die Puritaner Erlösung betrachteten – nicht als etwas, das von Glück oder Gnade abhängig ist, sondern als etwas, das wir uns durch eigene Anstrengung und Mühe verdienen. Das ist der Kern der meritokratischen Ethik. Sie rühmt die Freiheit – die Fähigkeit, mein Schicksal vermöge harter Arbeit zu steuern – und die Verdienste. Wenn ich dafür verantwortlich bin, dass ich einen hübschen Anteil weltlicher Güter angehäuft habe – Einkommen und Vermögen, Macht und Prestige –, dann muss ich mir das verdient haben. Erfolg ist ein Zeichen der Tugend. Mein Wohlstand steht mir zu.“
Wer reich und mächtig ist, ist gut. Die Tyrannei der Leistung und die Politik der Demütigung Von Michael Sandel In … Mehr
Karl Barth über die Komponisten des 18. Jahrhunderts und deren Musik (Die protestantische Theologie des 19. Jahrhunderts): „Es gibt auch auf dem Gebiet der Musik etwas noch Größeres oder jedenfalls Sprechenderes als jene Freiheit. Es ist dann auf dem Plan, wenn der vollen musikalischen Freiheit gegenüber das nicht aufzuarbeitende und auch durch kein irdisches Spiel aufzuhebende Rätsel der menschlichen Existenz wieder sichtbar wird und wenn dann das Spiel der ganz Ton gewordenen, der ganz humanisierten Klänge, wie das Meer an ein Felsenufer zu branden scheint, immer noch das Meer, aber nun das Meer nicht in einer letztlich doch nur scheinbaren Unendlichkeit, sondern in seiner wirklichen Endlichkeit.“
Über die Komponisten des 18. Jahrhunderts und deren Musik Von Karl Barth Und nun schließen wir unseren Überblick über die … Mehr
Julius Schniewind über das Weltgericht nach Matthäus 25,31-46 (NTD, 1936): „Das Weltgericht geht allenthalben nach den Werken. Dabei wird ausdrücklich überall gesagt, daß alle Christen in dies Gericht eingeschlossen werden. Weder kann der Christ sich über den Juden, noch der Jude sich über den Heiden erheben, noch ein Frommer über die Unfrommen, noch ein Apostel über die einfachen Christen.“
Das Weltgericht Matthäus 25,31-46 Von Julius Schniewind 31 Wenn aber „der Menschensohn kommen wird“ in feiner Herrlichkeit und „alle Engel … Mehr
Welche Sterbehilfe ist für Christen angebracht? Zwölf Thesen: „Die Aussage ‚Ich will sterben‘ zielt häufig nicht auf ein zu erleidendes Sterben, sondern auf den faktischen Tod. Wer tot sein will, vermag sich nur auf eine Selbst- oder Fremdtötung als aktive, selbstwirksame Handlung auszurichten. Auch wenn persönliche Motive für Tötungsverlangen nachvollziehbar sind und Verurteilungen sich verbieten, bleibt für Christen der Konflikt mit dem göttlichen Gebot bestehen: ‚Du sollst nicht töten!‘ Christen stehen in einer Lebens- bzw. Sterbensgemeinschaft mit Christus, die Selbsttötung nicht vorsieht. Sich einen vermeintlich guten Tod ertöten zu wollen gibt dem Tod als lebensvernichtende Macht Recht und findet damit nicht den Glauben an die leibliche Auferstehung von den Toten mit Christus. Im Mich-selbst-töten(-lassen) kann ich mich vor Gott nicht ins Gebet nehmen und sprechen: ‚Dein Wille geschehe.'“
Welche Sterbehilfe ist für Christen angebracht? Zwölf Thesen Beim heutigen t-Gespräch in unserem Gemeindehaus zur Frage „Welche Sterbehilfe ist für … Mehr
Hans Joachim Iwand zum Verhältnis von Juden und Christen nach 1945: „Eigentlich müsste man denken, dass wir Überlebenden jedes Glied dieses so hart getroffenen Volkes, wenn es zurückkehrt oder unter uns lebt, in ganz besonderer Weise ehren müssen. Es sind ja die letzten Lebenden, an denen wir noch etwas gutmachen können, nicht gutmachen im ewigen, aber doch im zeitlichen Sinn. Ich sehe es immer als eine besondere Gnade an, wenn einer von ihnen, der dies überstanden hat, unser Haus betritt.“
Zum Verhältnis von Juden und Christen nach 1945[1] Von Hans Joachim Iwand Als die Judenverfolgung in Deutschland begann, haben wir … Mehr