Erinnerung und Ethik By Elie Wiesel Kanzler, Vorsitzender des Kuratoriums, Mitglieder der angesehenen Fakultät, Familien, Eltern, Großeltern und Freunde, und … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Martin Luther, Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538): „In summa die edle Musica ist nach Gottes wordt / der höchste Schatz auff Erden. Sie regiret alla Gedanken / sinn / hertz und muth. Wilstu einen betrübten frölich machen / einen frechen wilden Menschen zeumen das er gelinde werde / einem zaghafftigen einen muth machen / einen hoffertigen demütigen / und dergleichen / was kann besser dazu dienen / denn diese hohe / theure / werde und edle kunst.“
Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538) Von Martin Luther Allen liebhabern der freien Kunst Musica / wünsch ich … Mehr
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht: „Was nun die neue Luther-Bibel 2017 aus Jesu Mahnung gemacht hat, ist höchst problematisch. Ohne Anhalt an Luthers eigener Übersetzung bzw. an anderen deutschsprachigen Übersetzungen (auch nicht Luther 1984) heißt es stattdessen: ‚Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, …‘ Und genau das ermöglicht eine fatale Praxis sexuellen Missbrauchs: Der Täter macht in seiner Übergriffigkeit Schutzbefohlene selbst zu ‚Bösewichten‘ und hüllt damit die Betroffenen bzw. Versehrten eigener Verfehlung in das Verschweigen eines angeblich gemeinsamen Bösen ein.“
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht … Mehr
Karl Barth 1968 im Telefonat mit Eduard Thurneysen am Vorabend seines Todes: „Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! – Es wird regiert!
Am Abend des 9. Dezember 1968, dem Vorabend seines Todes, telefonierte Karl Barth (1886-1968) mit seinem Freund Eduard Thurneysen (1888-1974). … Mehr
Ernst Wiechert über den Nationalsozialismus in seiner Rede an die deutsche Jugend 1945: Es war nicht eine politische Form wie andere Formen. Es war nicht ein System der Philosophie wie viele Systeme, die der Menschengeist geboren und dem Menschengeist dargeboten hatte. Es war nicht eine Sekte, die an das alte Gottesgewand einen neuen Saum nähte. Es war mehr als alles dieses. Es knetete mit seinen Händen ein neues Götterbild und richtete es auf, hoch über allem Volke, und es sagte: „Dies ist Gott, und nichts ist außer ihm. Und wer nicht anbetet, soll des Todes sterben.“
Seit Anfang der 1930er Jahre gehörte Ernst Wiechert (1887-1950) zu den meistgelesenen Autoren deutscher Sprache, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Nach … Mehr
Pfarrer Karl Steinbauer über die Verweigerung des Glockengeläuts zum Wahlsieg der NSDAP im März 1936: „Ich soll sozusagen mit dem Läuten Gott zu diesem Betrug ,Ja‘ sagen lassen und der Gemeinde gegenüber so tun, als sei die Wahl Anlass, auf die Knie zu fallen und Gott zu danken. Dann hätte ich Menschen und Gott belogen, wie es in der Apostelgeschichte bei Ananias und Saphira heißt (Apg. 5,1 ff.). Ich kann das um keinen Preis der Welt tun. Unsere Glocken rufen zum Wort der Wahrheit und zum Gebet. Ich würde mich schämen, wieder auf die Kanzel zu gehen, wenn ich wissentlich solchen Betrug mit Glockenläuten gedeckt hätte.“
Verweigerung des Geläuts nach der über 99 % „Ja-Wahl“ am 29.3.1936 Von Karl Steinbauer Zufällig war ich am Dienstag um … Mehr
Elie Wiesel, Erinnerung und Ethik. Lektüren und Kommentare (2007): „Die Herausforderung und die Bedrohung für die Kultur, für die Bildung, vom ethischen Standpunkt aus gesehen, haben also einen Namen. Und der Name der Herausforderung ist natürlich der Name eines Feindes. Der Feind der Kultur, des Gedächtnisses. Und er heißt Fanatismus. Fanatismus bedeutet Hass. Fanatismus macht blind, und Hass ist eine ansteckende Krankheit.“
Erinnerung und Ethik. Lektüren und Kommentare Von Elie Wiesel „Sie hat dunkle Augen und das Lächeln eines verängstigten Kindes. Ich … Mehr
Cicely Saunders, Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen (Hospice and Pallative Care, 1990): „Die spezifische Bitte „Töte mich“ oder „Mein Vater sollte nicht mehr aufwachen“ kommt immer noch äußerst selten vor. Das jeweilige Teammitglied muss zuhören und zeigen, dass die Verzweiflung erkannt und verstanden wird, die zu dieser Bitte geführt hat. Einige brauchen die Beruhigung, daß der Tod selbst ganz einfach kommen wird, wenn es gute Betreuung gibt. Und die Befreiung von Schmerzen kann dazu führen, dass die Bitte immer schwächer und schließlich vergessen wird.“
Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen Von Cicely Saunders Menschen, die in einem aktiven interdisziplinären Team arbeiten, finden, daß … Mehr
Patrick D. Miller, Vom Predigen der Zehn Gebote: „Es gibt viele Menschen, die die Gebote als reduktionistisch empfinden, wenn es darum geht, moralische Fragen von Bedeutung zu behandeln. Das heißt, sie sind zu einfach, um über die ganz grundlegenden Fragen hinaus viel Hilfe zu bieten. Sie befassen sich mit moralischen Wahrheiten, die so akzeptiert sind, dass sie nicht ernsthaft diskutiert werden müssen.“
Vom Predigen der Zehn Gebote Von Patrick D. MillerPrinceton Theological Seminary, Princeton, New Jersey Ohne konkrete Daten zu haben, vermute … Mehr