„Schatz im Himmel“. Die Bedeutung eines Bildes (‘Treasure in Heaven’. The Implications of an Image) Von Peter Brown, Princeton University … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Arnold Angenendt über Caesarius von Arles als Nothelfer: „Caesarius ging nun hin, versorgte die Gefangenen zunächst einmal mit Lebensmitteln und Kleidung und begann sie dann loszukaufen. Er nahm dazu das Geld aus der Kirchenkasse, und als diese erschöpft war, ließ er das Silbergerät der Kirche, Kelche, Patenen und andere wertvolle Metallarbeiten, einschmelzen. Im Klerus aber löste das Vorgehen des Bischofs Entsetzen und Protest aus; nicht nur, dass es die Feinde von gestern waren, die losgekauft wurden, diese waren obendrein auch noch Heiden. Caesarius verteidigte sich damit, dass Christus zur Erlösung der Menschen sein Leben hingegeben habe und der Gefangenenloskauf den wahren Tempel Gottes auferbaue.“
Caesarius von Arles als Nothelfer Von Arnold Angenendt Als Nothelfer hat sich auch Galliens bekanntester Bischof in der Spätantike erwiesen: … Mehr
Eberhard Schockenhoff über Versöhnung: „Auch Gott vergibt den schuldig Gewordenen nicht anstelle derer, die sie durch ihr Unrecht-Tun verletzten; vielmehr heilt Gott durch sein Erbarmen die durch die menschliche Sünde gestörte Beziehung zwischen ihm und den Menschen, um in der Folge zwischenmenschliche Versöhnung zu ermöglichen.“
Versöhnung Von Eberhard Schockenhoff (1953-2020) Die Tragweite des christl. Liebesgebots zeigt sich neben dem Gebot der Feindesliebe und den Mahnungen … Mehr
Katharina Staritzs Erinnerungen an das KZ Ravensbrück, Des großen Lichtes Widerschein (1953): „Ich habe mich aber nicht zu diesen Freiwilligen gemeldet. Wenige Wochen später wurde der ganze Judenblock nach Auschwitz verlegt, das bedeutete: in den Tod. Es war gerade in der Freistunde, dass sie abmarschierten. Das ganze Lager machte um sie Spalier, rief und winkte ihnen zu. Aber ich habe damals nicht die Hand gehoben. Diese beiden Dinge sind für mich wie ein Verrat an meinen Schwestern, der mich beschämte und noch heute bedrückt.“
Nach ihrem Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zur gottesdienstlichen Solidarisierung mit Gemeindegliedern, die ab September 1941 den „Judenstern“ zu tragen … Mehr
Albert Rouet, Ist das Evangelium heute noch glaubwürdig? (L’Évangile est-il crédible aujourd’hui): „Glaubwürdigkeit verlangt Einheit zwischen dem, was wir sagen, und der Weise, wie wir es leben – auch im Umgang mit Macht und im inneren Funktionieren unserer Kirche. Dabei gilt – auch für mich selbst –, dass es nur einen einzigen Christen gegeben hat: Christus. Und der wurde getötet. Wenn wir vom Evangelium sprechen, sollten wir immer auch unsere Untreue bekennen. Wir sind Diener, die Tonkrügen gleichen, in denen Gold transportiert wird. Unsere Umkehr – und das Eingeständnis unserer Unumkehr – sind der Ausgangspunkt unserer eigenen Glaubwürdigkeit.“
Ist das Evangelium heute noch glaubwürdig? (L’Évangile est-il crédible aujourd’hui) Von Albert Rouet Eine einzigartige Glaubwürdigkeit Ist das Evangelium heute … Mehr
Karl Steinbauer, Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten: „Die Kirche, die ihre Knie nicht mehr beugt vor der gegebenen Tatsache der Verheißung und Zusage Gottes und sie nimmer ernst nimmt, d. h. sie nimmer allein ernst nimmt, die muss sich zwangsläufig beugen vor den sogenannten gegebenen Tatsachen, d. h. diese werden sie beugen und knebeln und sie überwältigen, Herr über sie werden, Herren über sie werden, dass sie sich vor lauter Herren und Tyrannen nimmer auskennt.“
Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten (1946) Von Karl Steinbauer Meinen beiden Diaspora-Gemeindender Kirchenkampfzeit:Penzberg – Kochel – Seeshaupt (Obb.) undAy – … Mehr
Roger Mehl über die Sanftmut: „Die Seligpreisungen der Bergpredigt sind trotz verschiedener Charakterisierung der Angeredeten letztlich in allem ein Hymnus auf die Sanftmut – freilich eine triumphale Sanftmut, die mit Nachgiebigkeit und Schwäche nichts zu tun hat: die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen! So eignet auch dem gerechtfertigten Menschen das Merkmal der Sanftmut, freilich nicht mehr als Charaktereigenschaft, sondern als Frucht des Geistes, als eine der neuen Kreatur geschenkten Gabe, die zu betätigen sie sich bemühen soll.“
Sanftmut Von Roger Mehl Sanftmut bezeichnet in der Umgangssprache und in der gelebten Sittlichkeit eine Charaktereigenschaft und eine Tugend und … Mehr
Hans Ferdinand Fuhs zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f): „Spiel vermag zur Realität auf Distanz zu gehen und sie zugleich zu verwandeln. Spiel heißt, ungesichert mit Möglichkeiten umzugehen und mit offenen Fragen zu leben, nicht gleich in allem einen letzten Sinn entdecken zu müssen, die Freiheit zu haben, dem Zwang eines geschlossenen Welt- und Lebensordnungssystems zu widerstehen.“
Zur spielenden Weisheit (Sprüche 8,30f) Von Hans Ferdinand Fuhs Das Spiel der Weisheit vor (nicht für) JHWH spielt an auf … Mehr
Eduard Thurneysen über Karl Barth in seiner Frühzeit (1973): „Barth ist nicht nur «Hieronymus im Gehäuse», der ist er wohl auch, aber zugleich ist er der Kämpfer für Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit, der vom Evangelium her die Not der ganzen Welt als das Feld sieht, auf dem es zu wirken gilt. Es muss, wie Barth gelegentlich zu sagen pflegte, zwischen Bibel und Zeitung zu blitzen beginnen wie zwischen den beiden Polen eines elektrischen Lichtbogens, damit es hell wird auf Erden.“
Über Karl Barth in seiner Frühzeit Von Eduard Thurneysen Karl Barth war von 1911—1921 Pfarrer in Safenwil. Bedenken wir diese … Mehr