Das Ja zum Kreuze. Radioansprache über »Die Stimme Amerikas« an die deutschen Freunde im Jahre 1949 Von Paul Tillich Meine … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Werner H. Schmidt und Gerhard Delling, Verheißen/Verheißung in der Bibel: „An dieser langen Reihe von Zeugen will der Verfasser des Hebräerbriefs deutlich machen, dass es gilt, sich unbedingt an Gottes Zusage zu halten und sich nach dem unvergänglichen Erbe auszustrecken, auf die neue Welt Gottes wartend im Gehorsam gegen seinen Willen auszuharren. Kann man doch fest auf Gottes Zuverlässigkeit, auf sein unverbrüchliches Wort trauen; die neue Heilsordnung gründet ja auf machtvollen Zusagen.“
Verheißen/Verheißung in der Bibel Von Werner H. Schmidt und Gerhard Delling Ein bestimmtes Wort ‚verheißen‘ bzw. ‚Verheißung‘ kennt das AT … Mehr
Søren Kierkegaard über Hiob: „Nur der Leichtsinnige könnte wünschen, dass Hiob nicht mit wäre, dass sein ehrwürdiger Name ihn nicht daran erinnern sollte, was er zu vergessen sucht: dass es Schrecken gibt im Leben und Angst; nur der Selbstsüchtige könnte wünschen, dass Hiob nicht da wäre, damit die Vorstellung von seinen Leiden mit ihrem strengen Ernst seine gebrechliche Freude nicht stören sollte, ihn aufschrecken aus seiner in Verhärtung und Verlorenheit berauschten Sicherheit.“
Über Hiob Von Søren Kierkegaard Wenn das eine Geschlecht ausgedient, sein Werk vollbracht, seinen Streit ausgekämpft hat, so hat Hiob … Mehr
Heinrich Treblin über das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute (1985): „Es gehört zu den wichtigsten Einsichten Werner Schmauchs, die ihm in Drangsal und Anfechtung des Kirchenkampfes der Hitlerzeit erwachsen sind und die sich dann in den ihrer bisherigen Privilegien beraubten Kirchen in Osteuropa und in der DDR bewährt haben, dass eine solche Kirche, die den Schutz des Staates zur Sicherung ihrer eigenen Existenz begehrt, ihre Freiheit, diesem das ärgerliche Wort vom Kreuz auszurichten, preisgegeben und ihre Salzkraft verloren hat.“
Das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute Von Pfarrer Heinrich Treblin In diesem Jahr wäre ein Mann 80 Jahre … Mehr
Peter Blickle über den Deutschen Bauernkrieg: „Das göttliche Recht bildete den Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer Verfassungsmodelle. Sie fußten auf der Prämisse, das Evangelium könne den Parameter für weltliche Ordnungen abgeben, was den prinzipiellen Widerspruch Luthers hervorrief, wohingegen der konkrete politische Unterbau je nach den territorialen Vorgaben variieren konnte. Gemeinsam ist allen Programmen, daß sie die Land- und Stadtgemeinden zur Basis des staatlichen Aufbaus machen und das Prinzip der Wahl für alle politischen Ämter durchsetzen wollen. So gelesen können die Programme insgesamt das Attribut »revolutionär« beanspruchen und der Bauernkrieg als solcher die Bezeichnung »Revolution des gemeinen Mannes«.“
Deutscher Bauernkrieg Von Peter Blickle Der Bauernkrieg gehört einerseits zu den herausragenden Ereignissen der deutschen Geschichte (Ranke nennt ihn das … Mehr
Bundesordnung der oberschwäbischen Bauern, verabschiedet am 7. März 1525 in Memmingen (in heutigem Deutsch): „Zum Lob und zur Ehre des allmächtigen ewigen Gottes, zur Verkündigung des Heiligen Evangeliums und des göttlichen Wortes, und zum Beistand der Gerechtigkeit und des göttlichen Rechts wurde die christliche Vereinigung und das Bündnis gegründet. Niemand, ob geistlich oder weltlich, soll den Inhalten und Forderungen des Evangeliums und des göttlichen Rechts entgegenwirken, und besonders soll die brüderliche Liebe vermehrt werden.“
Die Bundesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen vom 7. März 1525 Verhandlung und Artikel, die am Montag nach Invocavit von allen Roten … Mehr
Johannes Gründel über Almosen im Mittelalter: „Jedem Menschen sollte zwar entsprechend seinem Stande der notwendige Lebensbedarf zukommen; was jedoch über das Erforderliche hinausginge (= Überfluss), stünde von Rechts wegen den Armen und Notleidenden zu; denn der Schöpfer habe ja die Erdengüter letztlich für alle Menschen bestimmt. Für jeden Gläubigen besteht somit die unbedingte religiös-ethische Verpflichtung, von seinem Überfluß Almosen zu geben.“
Almosen im Mittelalter Von Johannes Gründel Die Geschichte der christlichen Armenfürsorge gewann im Hochmittelalter durch die Almosenlehre eine besondere Ausprägung. … Mehr
Eduard Schweizer über die Versuchung Jesu nach Matthäus 4,1-11: „Ob wir Gott für unsere eigenen durch Taktik und Gewalt zu erreichenden Ziele in Anspruch nehmen oder uns von ihm für jene wahre Menschlichkeit gewinnen lassen, die in Jesu Leben und Sterben Gestalt angenommen hat und sich uns schenken möchte, ist die eigentliche Frage dieser Erzählung.“
Die Versuchung Jesu in Matthäus 4,1-11 Von Eduard Schweizer Die Erzählung von der Versuchung Jesu, die Lukas in ähnlicher Form … Mehr
Martin Luthers heroische Ermahnung, dass die Bürger wegen der Pest nicht fliehen sollen (hortatio tempore pestis, 1539): „Lieber, wann aber wäre Gottes Kommen uns recht, sodass wir uns vor dem Tod nicht fürchten? Wenn er kommt, wollen wir nicht – und doch müssen wir, wenn er will. Darum lasst uns sterben, wenn er will, nicht aber wünschen, so lange zu leben, wie wir wollen. Ich will jedoch niemanden dazu verleiten, Gott zu versuchen, noch jemanden ohne guten Grund oder Auftrag in Gefahr bringen. Doch die, die verbunden sind, müssen nach dem Gesetz der Liebe und kraft ihres Amtes auch die größte Gefahr zurückstellen. Denn es ist herrlich, in der Erfüllung eines von Gott auferlegten und befohlenen Amtes zu sterben.“
Abschrift eines Auszuges aus einer Predigt, dass die Bürger wegen der Pest nicht fliehen sollen (1539) Von Martin Luther Zuerst … Mehr