Kornelis Heiko Miskotte, Besserer Widerstand (Betere Weerstand. Ein illegales Flugblatt vom März 1941): „Die Raffinesse, mit der die Gewissen in Verwirrung gebracht wurden, war so geschickt, dass man ohne besondere Erleuchtung kaum hindurchsehen konnte. Vor allem aber: Auch sie wussten nicht und erkannten nicht, dass es auf den Totalstaat hinauslief, und noch weniger, dass die Weltanschauung dieses Totalstaates ein Nihilismus sein würde, die Verneinung aller christlichen Werte und moralischen Normen.“

Von Kornelis Heiko Miskotte stammt wohl folgende illegale Flugschrift geschrieben im März 1941 während der deutsche Besetzung der Niederlande. Sie … Mehr

Heinz-Dietrich Wendland über Mächte und Gewalten im Neuen Testament: „‚In dem Herrn und der Macht seiner Stärke‘ können und dürfen die Seinigen stark werden. Das ist aber nicht die Stärke der kosmischen Mächte und der Menschen­reiche, sondern die ‚Macht‘ der göttlichen Liebe und des heiligen Geistes, eine gewaltlose und macht­lose Macht, eine nicht-weltliche und gegen-weltliche Macht, die man glauben muß, um sie zu erfahren. Nur durch das Sein in Christus wird sie erschlossen.“

Macht, Mächte im Neuen Testament Von Heinz-Dietrich Wendland Mit der Mehrzahl „Mächte“ bezeichnen wir heute zusammenfassend eine Reihe von Wesenheiten, … Mehr

„Werden“-Zukunft versus ankommende Zukunft: „Dass diese göttliche Zukunft als Ankunft erwartet werden kann, braucht eine Rückbindung in der gegenwärtigen irdischen Wirklichkeit. Wenn in der christlichen Lehre von der Wiederkunft Christi die Rede ist („von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und Toten“ – Glaubensbekenntnis), verweist dies auf das Evangelium, also auf das Kreuz- und Auferstehungsgeschehen Jesu Christi.“

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr

Cicely Saunders, „Wachet mit mir.“ Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965): „Unsere wichtigste Grundlage für St. Christopher’s ist die Hoffnung, dass wir beim Zuschauen nicht nur lernen, wie man Patienten von Schmerz und Leid befreit, wie man sie versteht und niemals im Stich lässt, sondern auch, wie man schweigt, wie man zuhört und wie man einfach da ist. Wenn wir dies lernen, werden wir auch erfahren, dass die eigentliche Arbeit gar nicht unsere ist. Wir bauen für so viel mehr als nur für uns selbst. Ich denke, wenn wir versuchen, uns daran zu erinnern, werden wir sehen, dass die Arbeit wirklich der größeren Ehre Gottes dient.“

Wachet mit mir. Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965) Von Cicely Saunders Der Advent ist die Zeit vor … Mehr

Hans Graf von Lehndorff 1946 in seinem Ostpreußischen Tagebuch über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13: „Hätten wir das Bild der Fußwaschung vor Augen, dann würden wir wahrscheinlich unsere Schuld — die täglich dazukommende, fast unvermeid­bare — bald in der gleichen Weise als störend empfinden ler­nen wie Straßenschmutz an bloßen Füßen. Und wir wür­den von der Möglichkeit, sie uns von dem Weggenossen fortnehmen zu lassen, in ganz anderer Weise Gebrauch machen als bisher.“

Über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13 Von Hans Graf von Lehndorff 28. April 1946 Seit Wochen gehen … Mehr

Jörg Barthel, Zwischen Gott und Tier. Anmerkungen zum biblischen Menschenbild: „Die Würde ist dem Menschen als Geschöpf zugesprochen. Sie ist daher unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und seinem gesellschaftlichen Nutzen. Hier liegt der große Vorzug des biblischen Menschenbildes vor den eingangs erwähnten Bestimmungen des Menschen, die auf eine bestimmte Fähigkeit abzielen, sei es die Sprache, die Vernunft, die Sozialität oder Ähnliches. Denn die zugesprochene Würde erlischt auch dort nicht, wo ein Mensch die Fähigkeit zu denken, zu sprechen oder zu urteilen noch nicht oder nicht mehr hat.“

Zwischen Gott und Tier. Der Mensch in theologischer Perspektive – Anmerkungen zum biblischen Menschenbild Von Jörg Barthel 1. Die Frage … Mehr

Gisbert Greshake, Bemühungen um eine Theologie des Sterbens (1974): „Weil unser Leben im­mer auch ein Leben der Selbstbehauptung und Ichverkrampfung war, darum bedarf der Mensch im Sterben der Vergebung von Seiten Gottes; er bedarf des Ja Gottes zu seinem Leben, der Zusage, daß «Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt». Eben dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Sterbeliturgie: sie sagt dem Sterbenden die vergebende Nähe Christi und die bedingungs­lose Annahme durch Gott zu.“

Bemühungen um eine Theologie des Sterbens Von Gisbert Greshake In den beiden letzten Jahrzehnten wurde eine Reihe von Beiträgen zu … Mehr