X-Kommentar von Nikodemus Claudius Schnabel OSB, Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem: „Der Hilferuf der drei Pfarrer von Taybeh, dem Griechisch-Orthodoxen, … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Der Leipheimer Pfarrer Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) über den aus Giengen stammenden Steinheimer Pfarrer Bonifacius Stöltzlin (1603-1677) und dessen ‚Geistlicher Adlerstein oder Gebetbuch für Schwangere und Gebärende‘ (Ulm 1652): „Daraus ist also deutlich ersichtlich, warum unser seliger Herr Magister Bonifacius Stöltzlin dieses Buch für schwangere und gebärende Frauen mit dem Titel ‚Geistlicher Adlerstein‘ versehen hat. Mit dem beigefügten Wörtchen geistlich will er sagen: Selbst wenn dieser kostbare und nützliche Stein – der sogenannte Adlerstein – seiner natürlichen Eigenschaft nach eine solche Wirkung auf Schwangere und Gebärende haben mag oder auch nicht: Dieses mein Buch trägt doch mit Recht den Titel ‚Geistlicher Adlerstein‘, weil schwangere und gebärende Frauen darin eine schriftgemäße Anleitung, viele andächtige Gebete und Seufzer finden, wie sie sich während der Schwangerschaft, bei und nach der Geburt christlich verhalten sollen – und wie der allmächtige und barmherzige Gott um Christi willen, der der rechte, auserwählte, kostbare und bewährte Eckstein in Zion ist, ihnen und ihren Kindern mächtig und wunderbar helfen will.“
Neue Vorrede zu Bonifacius Stöltzlin, Geistlicher Adlerstein Von Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) I. Über das Leben, Wirken und die Schriften … Mehr
Was wir glauben und was wir nicht glauben (Wat wij wel en wat wij niet geloven). Holländisches Bekenntnis gegen die nationalsozialistische Rassenideologie und den Antisemitismus (1941): „Wir glauben und bekennen, dass Gott von alters her das Volk Israel erwählt hat, um Seine Offenbarung zu empfangen bis zur Erscheinung Jesu, des aus diesem Volk geborenen Messias. Diese Berufung hat Israel durch eine Tat von Gottes unergründlicher, freier Gnade empfangen, denn an sich war Israel nicht besser, würdiger oder geeigneter als die anderen Völker. Aber diesem Volk hat der Herr Sein Wort anvertraut, damit alle, die zu Gott kommen, ‚in Israel eingepfropft‘ werden. Daher halten wir den Antisemitismus für etwas weit Schlimmeres als eine unmenschliche Rassenideologie. Wir halten ihn für eine der hartnäckigsten und tödlichsten Formen des Widerstands gegen den heiligen und barmherzigen Gott, dessen Namen wir bekennen.“
Was wir glauben und was wir nicht glauben (Wat wij wel en wat wij niet geloven, 1941)1 Der Text, den … Mehr
Leonhard Goppelt über die Christen in der nachchristlichen Gesellschaft der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes: „Das Lamm empfängt aus Gottes Hand das Buch mit den sieben Siegeln (5,7), d. h. dem, der für alle gestorben ist, wird die Vollstreckung von Gottes Geschichtsplan, auch gegenüber den Widersachern Gottes, übergeben. Er wird zum endzeitlichen Herrscher eingesetzt, der die Geschichte auch und gerade im Blick auf die Widersacher zum Ziel bringen wird. Er wird, wie beim Öffnen der Siegel sichtbar wird, die das Evangelium ablehnende Geschichte an ihrem Widerstreit sterben lassen.“
Die Christen in der nachchristlichen Gesellschaft der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes Von Leonhard Goppelt Johannes Behm, Gott und … Mehr
Philipp Melanchthon, Vorrede zu Johann Reusch, Zehen deudscher Psalm Davids (1551): „Gott hat die angst dazu geordnet / das sie das böse in uns straffen sol. Freude sol leben sein / Und gut gewissen bringet freude. Weiter hat auch Gott zur freude und zur klag wunderbarliche unterscheid im Gesang geordnet / die öffentlich Gottes ordnung sind / und viel heimligkeiten in sich haben. Nu fülen alle Menschen / die nicht wansinnig sind / das recht gesang dem hertzen freud und andere sehnliche bewegungen bringet / dazu es auch Gott geordnet.“
Vorrede zu Johann Reusch, Zehen deudscher Psalm Davids (1551) Von Philipp Melanchthon Wiewol viel Menschen in solcher blindheit sind und … Mehr
Jürgen Roloff, Kirche in der Bibel: „Zentrale Motive frühchristlichen Kirchenverständnisses erschließen sich anhand der Bilder, die das Neue Testament für die Kirche gebraucht: Dass sie ständig durch Christus bestimmt und geleitet wird, kommt im Bild von der Herde, deren Hirte Christus ist, zum Ausdruck; ähnliches besagt auch das Bild von der Kirche als »Braut« Christi; dass sie der Raum eines neuen Gottesverhältnisses und der Ort der Gegenwart Gottes ist, der den bisherigen Kultus ablöst, wird mit dem Bild des Tempels umschrieben. Hinweis auf ihre Kontinuität zum alttestamentlichen Israel ist die Bezeichnung »Volk (Gottes)«. Das theologisch gewichtigste Bild ist jedoch das vom »Leib Christi«.“
Kirche in der Bibel Von Jürgen Roloff 1. Bezeichnung Das deutsche Wort »Kirche « kommt vom spätgriechischen kyriake »dem Herrn … Mehr
Gerhard Schäfer über Johann Christoph Blumhardt (1805-1880): „Das Ende seines Kampfes in Möttlingen, der Ruf »Jesus ist Sieger«, war ihm ein Unterpfand dafür, dass nun, in seiner Zeit, das verheißene Reich, in dem Krankheit nicht mehr sein wird, in dem alle in Frieden miteinander leben werden, unmittelbar am Anbrechen ist. Er erkannte, dass Gott nicht nur im Gottesdienst der Gemeinde gegenwärtig ist und dass er nicht nur dem Geist aufhilft, sondern dass Gottes Kraft im Alltag eines Dorfes und eines ärmlichen Hauses wirkt, daß er körperliche Gesundheit schenken will.“
Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) Von Gerhard Schäfer Wer eine Geschichte zu erzählen hat, bei der es um übersinnliche Erscheinungen, um … Mehr
Sören Widmann über Paul Schempp (1900-1959): „Erst nach seinem Tode wurde sichtbar, für wie viele Menschen Paul Schempp, der streitbare und angefochtene Theologe, auch Helfer und treuer Seelsorger war. Ihn habe, so bekennt einer der vielen Freunde in einem Brief, ein einziger Satz immer wieder aufgerichtet, den Schempp einem Pfarrerskollegen zur Antwort gab, als dieser ihn mitten in den turbulenten Tagen des Kirchenkampfes ängstlich-neugierig fragte, was es denn Neues gebe: »Seit der Auferstehung Jesu Christi gibt es nichts Neues!«“
Paul Schempp (1900-1959) Von Sören Widmann Paul Schempp war wie seine Freunde und Kampfgefährten Hermann Diem und Richard Widmann Jahrgang … Mehr
Albrecht Grözinger, Flaschenpost mit ungewisser Zukunft: „Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene ‚Erklärung zu Palästina und Israel: Ein Aufruf zur Beendigung von Apartheid, Besatzung und Straflosigkeit in Palästina und Israel‘ des Ökumenischen Rates der Kirchen hat mich kalt erwischt …“
Flaschenpost mit ungewisser Zukunft Von Albrecht Grözinger Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene „Erklärung zu Palästina und Israel: … Mehr