Kirche in der Bibel Von Jürgen Roloff 1. Bezeichnung Das deutsche Wort »Kirche « kommt vom spätgriechischen kyriake »dem Herrn … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Gerhard Schäfer über Johann Christoph Blumhardt (1805-1880): „Das Ende seines Kampfes in Möttlingen, der Ruf »Jesus ist Sieger«, war ihm ein Unterpfand dafür, dass nun, in seiner Zeit, das verheißene Reich, in dem Krankheit nicht mehr sein wird, in dem alle in Frieden miteinander leben werden, unmittelbar am Anbrechen ist. Er erkannte, dass Gott nicht nur im Gottesdienst der Gemeinde gegenwärtig ist und dass er nicht nur dem Geist aufhilft, sondern dass Gottes Kraft im Alltag eines Dorfes und eines ärmlichen Hauses wirkt, daß er körperliche Gesundheit schenken will.“
Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) Von Gerhard Schäfer Wer eine Geschichte zu erzählen hat, bei der es um übersinnliche Erscheinungen, um … Mehr
Sören Widmann über Paul Schempp (1900-1959): „Erst nach seinem Tode wurde sichtbar, für wie viele Menschen Paul Schempp, der streitbare und angefochtene Theologe, auch Helfer und treuer Seelsorger war. Ihn habe, so bekennt einer der vielen Freunde in einem Brief, ein einziger Satz immer wieder aufgerichtet, den Schempp einem Pfarrerskollegen zur Antwort gab, als dieser ihn mitten in den turbulenten Tagen des Kirchenkampfes ängstlich-neugierig fragte, was es denn Neues gebe: »Seit der Auferstehung Jesu Christi gibt es nichts Neues!«“
Paul Schempp (1900-1959) Von Sören Widmann Paul Schempp war wie seine Freunde und Kampfgefährten Hermann Diem und Richard Widmann Jahrgang … Mehr
Albrecht Grözinger, Flaschenpost mit ungewisser Zukunft: „Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene ‚Erklärung zu Palästina und Israel: Ein Aufruf zur Beendigung von Apartheid, Besatzung und Straflosigkeit in Palästina und Israel‘ des Ökumenischen Rates der Kirchen hat mich kalt erwischt …“
Flaschenpost mit ungewisser Zukunft Von Albrecht Grözinger Ich gebe es zu, die in Johannesburg beschlossene „Erklärung zu Palästina und Israel: … Mehr
Karl Löwiths Rundfunkvortrag über Töten, Mord und Selbstmord (1962): „Es gibt nur ein einziges stichhaltiges Argument gegen das Recht zur Selbstvernichtung, und dieses ist kein eigentlich moralisches, sondern ein religiöses. Es steht und fällt mit dem christ-lichen Glauben, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, dass er sein Leben als eine Gabe geschenkt bekam. Dann, aber auch nur dann, ist der Selbstmord in der Tat ein Mord, ein höchstes Unrecht gegen Gott.“
Töten, Mord und Selbstmord (1962) Von Karl Löwith Das biblische Gebot »Du sollst nicht töten« wäre nur dann eindeutig, wenn … Mehr
Ruth Benedict on Guilt Cultures versus Shame Cultures (1946, The Chrysanthemum and the Sword): „True shame cultures rely on external sanctions for good behavior, not, as true guilt cultures do, on an internalized conviction of sin. Shame is a reaction to other people’s criticism. A man is shamed either by being openly ridiculed and rejected or by fantasying to himself that he has been made ridiculous. In either case it is a potent sanction.“
On Guilt Cultures versus Shame Cultures By Ruth Benedict In anthropological studies of different cultures the distinction between those which … Mehr
Karl Barth, Rundfunkvortrag über die Freiheit (1960): „So kann niemand für seine Freiheit garantieren, so kann sie auch keinem durch andere garantiert werden. So gibt es keine Technik zur Erwerbung und keine zur Erhaltung und Verteidigung der Freiheit. Freiheit kommt aus freier Erwählung. Freiheit ist freies Geschenk. Der freie Gott, vor dem alle Menschen sich immer wieder als Unfreie erkennen und bekennen müssen, der sich aber gerade der Unfreien annehmen will und längst angenommen hat, ist der Ursprung der Freiheit. Er schuf zu allen Zeiten und schafft immer neu freie — eben in jener Bindung freie —, zur Befreiung anderer brauchbare Menschen. Und die wahrhaft entscheidende Betätigung ihrer Freiheit wird jeden Morgen neu in der Anrufung bestehen: «Herr, mach uns frei!».“
Freiheit Von Karl Barth Es ist mit der Freiheit wie mit dem Glauben oder wie mit der Liebe, wie mit … Mehr
Stanley Hauerwas und John Berkman über Gewalt als Thema der christlichen Ethik (1995): „Eine der großen Ironien der christlichen Tradition ist, dass viele Rechtfertigungen von Gewalt, die Christen vertreten, auch die Hinrichtung Jesu durch die römischen Behörden legitimieren würden. Dennoch haben die meisten Christen weiterhin an der Zentralität des Kreuzes festgehalten und damit eine ständige Spannung zwischen christlichen Überzeugungen und der Legitimation von Gewalt aufrechterhalten. Das Neue Testament zeichnet Jesus eindeutig als jemanden, der mit Gewalt umging, indem er den grundlegenden Anspruch der Notwendigkeit oder Wirksamkeit von Gewalt infrage stellte.“
Gewalt Von Stanley Hauerwas und John Berkman In ähnlicher Weise, wie für den einen eine Person ein „Terrorist“ und für … Mehr
Robert W. Jenson über den Dekalog (1991): „Dass der HERR eine identifizierbare Geschichte hat, ist unter den Göttern eine radikale Besonderheit – und ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal dafür, welchen Gott Israel und die Kirche anbeten. Die gewöhnlichen Ewigkeiten – und somit die gewöhnlichen Götter – transzendieren die Zeit, indem sie sie auslöschen, indem sie garantieren, dass das, was in der Zeit geschieht, keine endgültige Bedeutung hat. Der HERR aber identifiziert sich selbst durch Ereignisse unserer zeitlichen Geschichte: ‚Ich bin der, der Israel aus Ägypten befreit hat. Ich bin der, der Jesus von den Toten auferweckt hat.‘ Seine Ewigkeit ist nicht Unberührbarkeit gegenüber Möglichkeit und Herausforderung, sondern vielmehr triumphierendes Leben selbst.“
Der Dekalog Von Robert W. Jenson I. Ein Katechismus ist ein Handbuch zur Unterweisung von Katechumenen, also von jenen, die … Mehr