Brief an Karl Barth in Sachen Caprez-Roffler Von Veronika Pfenninger-Stadler Brig, Tunnelstraße 9,31. VII. 32 Herrn Prof. Dr. Karl Barth,Bonn … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Dietmar Mieth über das Leben theologisch verstanden: „Nur unter der Voraussetzung des Glaubens an einen lebendigen Gott kann daher die Liebe zum Leben vollendet gedacht werden. Gottes Selbstmitteilung lehrt und lebt eine Liebe, die gegenüber dem Leben zugleich universal und jedem einzelnen gegenüber spezifisch ist. Er liebt alle gleich und doch ein jedes nach seiner Art bzw. nach seiner Person.“
Leben III. Theologie Von Dietmar Mieth Die Theologie begreift das Leben zunächst als Schöpfung Gottes. Nach biblischer Schöpfungsaussage ist Gott … Mehr
Helmut Gollwitzer, Krieg und Christentum: „Der Begriff des »gerechten Krieges« ist ein integrierender Bestandteil der christlichen Kriegsethik. Ihr unverzichtbarer Kern besagt subjektiv, dass jeder seine Teilnahme am Waffengang in jedem Falle vor seinem göttlichen Herrn verantworten muss. Objektiv besagt jener Begriff, dass Krieg und Kriegsdienst christlich nur als Handlung im Dienste der Erhaltung oder Wiederherstellung der lebensnotwendigen Rechtsordnung vertreten werden kann (was übrigens das Vorhandensein zweier gegensätzlicher Rechtsinteressen nicht ausschließt).“
Krieg und Christentum Von Helmut Gollwitzer 1. Geschichtlich a) Alte Kirche bis Konstantin: Die eschatologische Naherwartung, die Einflußlosigkeit der Christen … Mehr
Karl Barth, „So wahr mir Gott helfe!“ Die Frage des Führereides und ihre Behandlung in der Bekennenden Kirche in Deutschland im Sommer 1938: „Der neudeutsche Führereid ist ein Totalitätseid, mit welchem sich der Schwörende mit Haut und Haar, mit Leib und Seele dem unerforschlichen Willen einer ihm gänzlich unübersichtlichen anderen Instanz verschreibt. Treue und Gehorsam gegen Adolf Hitler bedeutet eo ipso (und eo ipso ohne jede Möglichkeit irgend eines Vorbehaltes!) die Inanspruchnahme des ganzen Menschen für den Dienst dieser mit allen Merkmalen einer Gottheit ausgestatteten Persönlichkeit.“
„So wahr mir Gott helfe!“ Die Frage des Führereides und ihre Behandlung in der Bekennenden Kirche in Deutschland im Sommer … Mehr
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist der Eucharistie: „Weil Jesus sich an seinem Tisch als Diener und Herr zugleich hingibt, sind in seinem Reich für alle, die an seinem Leben und Sterben Anteil haben, Würdesitze vorgesehen. Das Essen am gemeinsamen Tisch in Jesu Namen, bei denen die Teilnehmer auf Stühlen sitzen, wird zur Vorwegnahme der eschatologischen Heilsgemeinschaft.“
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist des Abendmahls Jesu Das Abendmahl Jesu stellen wir uns gewöhnlich als Tischmahlzeit vor. … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Dienst an der Sache und Weiblichkeit. Ein Beitrag zur Theologinnenfrage (1931): „Die Frau, die in das Berufsleben eintritt, muss zuerst, will sie bestehen, jedenfalls die Formen übernehmen, welche sie vom Manne vorgebildet findet. Erst, wenn die Frau die volle Freiheit und Selbständigkeit in der Ausübung ihres Berufes hat, ist die Möglichkeit gegeben, dass sie, ihrer besonderen Eigenart gemäß, vielleicht einmal an neuen Gestaltungen ihres Berufes mitarbeiten kann. Solange sie, wie heute vielerorts, noch dazu gebraucht wird, dem männlichen Kollegen Handlangerdienste zu tun, ist eine solche Entwicklung einer durch die Frau beeinflußten Form des Berufes jedenfalls nicht möglich. Und eine von Anfang an gegebene Beschränkung des weiblichen Theologinnenberufes auf die für eine Frau besonders geeigneten Seiten dieser Tätigkeit ist jedenfalls nicht möglich. Die Frau kann sich doch nicht vom Manne diktieren lassen, welches die ihr besonders naheliegenden Seiten ihres Berufes sind!“
Dienst an der Sache und Weiblichkeit. Ein Beitrag zur Theologinnenfrage[1] Von Verena Pfenninger-Stadler Es soll hier von der Theologinnenfrage gesprochen … Mehr
John H. Yoder über Pazifismus (1996): „Die Argumentation der Kriegsbefürworter stellt die politische Realität falsch dar, indem sie das ideale Schema des gerechten Krieges verwendet, das nicht dem entspricht, was Politiker und Soldaten wirklich tun. Ein großer Teil des militärischen Denkens ist ‚realistisch‘ in dem Sinne, dass es keine moralische Verpflichtung jenseits des nationalen Interesses und keine Beschränkung auf das, was zum Sieg nötig ist, anerkennt. Vieles ist ‚kreuzzüglerisch‘ in dem Sinne, dass die Teilnehmer glauben, dass Gott besonders auf ihrer Seite ist und dass ihre Gegner nicht den gleichen Status wie Menschen haben.“
Pazifismus Von John H. Yoder „Pazifismus“ ist ein Begriff neueren Datums, der jede moralische oder politische Position bezeichnet, der zufolge … Mehr
Johannes Hamel, Was heißt Gegenwart Christi in der säkularen Welt? (1964): „Wo immer also die Christenheit den Herrn des Alls allein im Gekreuzigten sucht und im Glauben findet, wird sie – ihr selbst zum Wunder – Schritt für Schritt erleuchtete Augen dafür bekommen, dass alles Geschehen von dem zielbewusst gelenkt wird, auf dessen Offenbarung die Schöpfung und sie mit ihr zugeht. Diese, seine Gegenwart im Evangelium begleitende Anwesenheit des Herrn entzieht sich freilich einem Sehenwollen, das das Künftige vorwegnehmen möchte: wir werden Ihn sehen, wie Er ist. Wo immer aber Christen der Versuchung erliegen, den gegenwärtigen Gott im Weltgeschehen zu finden und haben zu wollen, werden sie mit Blindheit geschlagen und blind durch die Geschichte tappen, weil sie das Skandalon des Kreuzes nicht wahrhaben wollen.“
Was heißt Gegenwart Christi in der säkularen Welt? (1964) Von Johannes Hamel I. Die Frage nach Gottes offenbarem Handeln im … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Darf die Frau, auch die verheiratete, das volle Pfarramt fordern? (1931): „Wir wollen zuerst einmal ein Recht, nämlich das Recht, unsere Arbeit frei, vom Zentrum, von der Sache des Evangeliums her, zu gestalten, und nicht entsprechend der Vorstellung, die irgend ein Pfarrer von weiblicher Eigenart und weiblichem Dienen hat! Diese Art weiblicher Besonderung können wir eben nicht anerkennen, aber eben diese ist es, welche bewusst oder unbewusst stets den konkreten Hintergrund jener Theorien bildet. Wir aber meinen, daß nur, wenn uns erst einmal die volle Freiheit, unsere Arbeit zu gestalten, gegeben ist, sich vielleicht einmal, wenn auch nur in strengster Unterordnung unter die Sache des Evangeliums, dessen Verkündigung gewisse Formen des Amtes einfach fordert, etwas von der Besonderheit weiblicher Art geltend machen kann.“
Darf die Frau, auch die verheiratete, das volle Pfarramt fordern? Von Verena [Pfenninger-]Stadler Als verheiratete, berufstätige Theologin möge es mir … Mehr