Von der Sinnwidrigkeit des „Todesopfers“: „Im Allgemeinen sind ‚Todesopfer‘ weder intentional geopfert worden, noch haben diese sich selbst geopfert. Dass Getötete dennoch als ‚Opfer‘ bezeichnet werden, hängt wohl damit zusammen, dass hierbei die passiv widerfahrene Tötung im Vordergrund steht.“

Von der Sinnwidrigkeit des „Todesopfers“ Ein unsägliches Wort in der deutschen Sprache ist „Todesopfer“. Unabhängig davon, ob das Wort „Opfern“ … Mehr

Warum die Rede von ‚Mächten und Gewalten‘ problematisch werden kann: „In der Gegenwart haben selbstwirksame Mächte und Gewalten eine Suggestionskraft im Hinblick auf Verschwörungsgerede. Hat man sich diese Figuren imaginativ aneignet, lassen sich damit Dramaturgien apokalyptischen Ausmaßes narrativ entfalten. Diese können dann wiederum zur Selbstermächtigung von gewaltsamen Handlungen dienen, so wie der Sturm auf das Kapitol in Washington, D.C. am 6. Januar 2021.“

Warum die Rede von ‚Mächten und Gewalten‘ problematisch werden kann Darauf hat mich Hans G. Ulrich im Gespräch gebracht: Die … Mehr

Welche Sterbehilfe ist für Christen angebracht? Zwölf Thesen: „Die Aussage ‚Ich will sterben‘ zielt häufig nicht auf ein zu erleidendes Sterben, sondern auf den faktischen Tod. Wer tot sein will, vermag sich nur auf eine Selbst- oder Fremdtötung als aktive, selbstwirksame Handlung auszurichten. Auch wenn persönliche Motive für Tötungsverlangen nachvollziehbar sind und Verurteilungen sich verbieten, bleibt für Christen der Konflikt mit dem göttlichen Gebot bestehen: ‚Du sollst nicht töten!‘ Christen stehen in einer Lebens- bzw. Sterbensgemeinschaft mit Christus, die Selbsttötung nicht vorsieht. Sich einen vermeintlich guten Tod ertöten zu wollen gibt dem Tod als lebensvernichtende Macht Recht und findet damit nicht den Glauben an die leibliche Auferstehung von den Toten mit Christus. Im Mich-selbst-töten(-lassen) kann ich mich vor Gott nicht ins Gebet nehmen und sprechen: ‚Dein Wille geschehe.'“

Welche Sterbehilfe ist für Christen angebracht? Zwölf Thesen Beim heutigen t-Gespräch in unserem Gemeindehaus zur Frage „Welche Sterbehilfe ist für … Mehr

Von Feindseligkeiten und der Feindesliebe: „Jesus fordert keine sozialpsychologische Wegrationalisierung von Feindbildern, sondern die Liebe gegenüber anderen Menschen, die sich in ihrem Denken und Tun als Gegner erweisen. Feindesliebe widersteht dem Bösen jenseits eigener Selbstgerechtigkeit. Sie ignoriert keine Gegensätze und Unvereinbarkeiten; sie redet auch nicht Konflikte schön, sondern verzichtet auf Vergeltung und erweist dem Gegner Gutes.“

Von Feindseligkeiten und der Feindesliebe Haben wir eigentlich Feinde? In der Öffentlichkeit ist von ihnen selten die Rede. Eher spricht … Mehr

Zur Ethik des Richtens: „Der moralische Richtende sucht Distanz zum Beurteilten zu gewinnen, um sich auf der vermeintlich ‚richtigen Seite‘ wiederzufinden. Das moralische Urteil wird zur Selbstbestätigung. Je schärfer es ausfällt, desto weniger Ambivalenzen müssen ausgehalten werden. So sind von der urteilenden Selbstbestätigung über die Selbstgewissheit bis hin zur Selbstgerechtigkeit nur wenige Schritte. Das Bekenntnis lautet dann unausgesprochen: Ich habe Recht – und zwar gemeinsam mit all jenen, die die Dinge ebenso sehen wie ich. Ich weiß, wer die Opfer und wer die Täter sind; ich weiß, was sich politisch, gesellschaftlich oder moralisch ändern muss; ich stehe auf der richtigen Seite der Geschichte. Wo dieses Bewusstsein herrscht, verbieten sich Rückfragen, Differenzierungen und Selbstkritik. Nicht selten hält man wider besseres Wissen an eigenen Urteilen fest, weil deren Revision die eigene moralische Selbstgerechtigkeit erschüttern würde. Man muss Recht behalten, koste es was es wolle.“

Zur Ethik des Richtens Es fehlt an ihr – einer Ethik des Richtens, wohlgemerkt des Richtens, nicht des Urteilens. Das … Mehr

Warum die Rede von Dämonen mitunter Menschen deren Würde lässt: „Das Paradoxe ist, dass die Rede von einer dämonischen Besessenheit einem psychiatrisch erkrankten bzw. suchtkranken Menschen dessen personale Würde zukommen lässt. Wo Menschen die Kontrolle über sich verlieren und schadhaft gegenüber sich oder anderen handeln, vermag die Zuschreibung an einen Dämon Untaten von der jeweiligen Person unterscheiden: Es ist nicht sie selbst, sondern eine unheilvolle Wirkmacht von außen in sie eingedrungen, die sie das machen lässt. Die passive, also erlittene Krankheit hingegen kann nicht als Handlungsträger von Selbstzerstörung oder Fremdbeschädigung plausibilisiert werden. Ohne ‚Dämonisierung‘ fällt die Untat auf den jeweiligen Menschen zurück. ‚Wie krank kann man nur sein …‘ heißt es, wenn Kranksein das Personsein vereinnahmt hat.“

Warum die Rede von Dämonen mitunter Menschen deren Würde lässt Das wäre eine eigene Untersuchung wert, warum Martin Luther in … Mehr

There are no harps in heaven, only guitars: „Why are we still biblically attached to the harp as the instrument of heaven, when it should be the far more popular guitar? The answer is simple: when Christianity came to Europe north of the Alps and the message of the Bible had to be translated, only the Celtic harp was known there as a stringed instrument. Lute instruments only came over the Alps from the Mediterranean region in the High Middle Ages. By then, however, heaven was already full of harps in terms of books and illustrations.“

There are no harps in heaven, only guitars Everyone seems to agree: in heaven they play the harp. All English-language … Mehr