Effektives Christentum und das heilige Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum: „In einer organisch-moralischem Lebenswirklichkeit, die über die empirische Welt hinausreicht, erweist sich das Christentum auf ganze eigene Weise effektiv: Wo moralisches Fehlverhalten sich auf das eigene Leben auswirkt, hat der universale Sühnetod Christi am Kreuz auf Golgatha eine existentielle Bedeutung: Christus als persönlichen Heiland in der eigenen Bekehrung annehmen heißt von einem selbst empfundenen Schuldverhängnis erlöst zu sein: Das selbst erwirkte Unheil hat sich im Tod Christi bereits ausgewirkt und ist daher nicht mehr zu befürchten. Durch den Glauben an Christus hat man Zugang zu der Über-Macht des einen Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat. Im Bittgebet partizipiert man an der göttlichen Vorsehung, die für die Gott-Zugehörigen Schutz, Heilung und Wohlstand bewirkt. Und schließlich erfahren wiedergeborene Christen eine bisweilen ekstatische Ermächtigung durch den Heiligen Geist sowie weitere göttliche Berufungen (‚callings‘) in Gebet und Bibelstudium, was wiederum eine eigene, selbstgewisse Lebensführung ermöglicht.“

Effektives Christentum und das heilige Spiel. Über die Unterschiede zwischen asiatischem und europäischem Christentum Ein deutscher Bischof dürfte da seine … Mehr

Schöne Aussicht in Wasserburg am Inn. Eine biblische Bildbesinnung über Hebräer 13,12-14: „Gott hat in dieser Welt einen definitiven Platz eingenommen, wo sich die lebensdramatische Umkehrung vollzieht: Nicht länger ist unser Leben mit all seinen Vereinnahmungen ein schleichender Fortgang in den Tod. Vielmehr wird unser eigenes Dasein von Christus selbst in seinem Tod vereinnahmt und durch seine Auferstehung zum Leben in ihm gebracht. Was wir draußen vor dem Tor, außerhalb des Lebensweltlich-Vertrauten finden, ist die völlige Umkehrung unseres Daseins: Vom Tod zum Leben.“

Schöne Aussicht. Eine biblische Bildbesinnung über Hebräer 13,12-14 in Wasserburg am Inn „Schöne Aussicht“ heißt die Stelle auf der Innleiten, … Mehr

Wer sind wir eigentlich? Im Gespräch mit einem judenchristlichen Gnostiker in Hongkong (2008): „Zwischendurch erwähnt er seine zweiundzwanzig Jahre währende Existenz als Missionar und verweist auf seine eigene Christustaufe (Immersion natürlich), die von der Geisttaufe ergänzt worden ist. Die eigene Drogenvergangenheit darf da auch nicht fehlen. Charismatiker also? Weit gefehlt, eine gnostische Weltsicht mit Leib- und Seelendualismus lässt ihn sich selbst als spirituelles Engelwesen erklären; er bezeichnet demzufolge den menschlichen Körper als austauschbaren „body suit“ und erklärt die materiale Welt zum Übungsfeld der Unterscheidung zwischen Gut und Böse.“

Wer sind wir eigentlich? Im Gespräch mit einem judenchristlichen Gnostiker in Hongkong (2008) Da kennt man: Gäste beim Kirchenkaffee im … Mehr

Das unsägliche ’stille Gebet‘: „Biblisch ist es jedenfalls nicht, wenn dort heißt, dass der Name des HERRN anzurufen ist und dass der HERR ‚der Gerechten Gebet erhört‘ (Spr 15,29) Von göttlichem Gedankenlesen ist in der Bibel nicht die Rede; und mal ganz ehr­lich, wer unter uns kann es leiden, wenn eine uns nahestehende Person nicht ausspricht, was Sache ist, sondern schlichtweg erwartet, wir hätten ihre Gedanken gefälligst (richtig) zu lesen. Nichts anderes wird von IHM erwartet, wenn wir uns unser stilles Gebet denken.“

Das unsägliche „stille Gebet“ Schon einmal etwas von einem stillen Gebet gehört? Ich auch nicht, geschieht es doch eben in … Mehr

Ich bin Missionar. Richtet die Verbreitung der christlichen Botschaft Unheil an? „Europäer, die die christliche Mission in Frage stellen, projizieren ihre neuheidnischen Vorbehalte in andere Kulturen: ‚Was für uns nicht (mehr) von Bedeutung ist, kann für Euch auch nicht gut sein.‘ Nicht die Mission sondern deren Ablehnung stellt gegenwärtig einen eurozentristischen Versuch dar, andere Völker zu paternalisieren.“

In der Süddeutschen Zeitung vom 17. Oktober 2007 ist mein „missionsapologetischer“ Artikel Ich bin Missionar erschienen. Hier ist meine Urfassung: … Mehr

Warum Predigen in Hongkong sprachmächtiger sein kann: „Ohne christliche Sprachresonanz bei den Zuhörern steht jede Predigt, die sich eines überkommenen Vokabulars bedient, in der Gefahr, leblos und belehrend zu sein. Damit entsteht jedoch ein Teufelskreis: Die Predigt in Europa kann nicht mehr in ansprechender Weise Lehre für das Leben sein, wie das früher (z.B. in der Zeit Luthers) der Fall gewesen ist und heute in außereuropäischen Ländern ohne weiteres möglich ist. Ohne solche ‚Belehrung‘ verarmt der christliche Sprachschatz weiter, und man muss sich mit immer mehr ‚Übertragungen‘ behelfen.“

Warum Predigen in Hongkong sprachmächtiger sein kann Vielleicht ist es ja nur subjektiv. Mir kommt jedenfalls das eigene Predigen hier … Mehr

Segregative Zweitbekehrungen in Asien: „Wo sich nun das Christentum als allgemeine religiöse Lebensressource nach einer jahrzehntelanger Volkskirchengeschichte aufgebraucht hat, gewinnen Buß- und Bekehrungsrufe von außenstehenden Predigern ihr eigenes Gewicht. Man muss ein wirklicher Christ gegen die eigene Stammesgesellschaft werden und sich einer Kirche anschließen, wo deren Gemeinschaftsverpflichtung den überkommenen Familienpflichten vor geht.“

Segregative Zweitbekehrungen in Asien berall finden sie sich in Asien: Revivalists, Pentecostals, Youth With A Mission (YWAM) und andere Para-Churches. … Mehr