Speners Pia Desideria erschien als Vorrede zur Neuausgabe von Johann Arndts Evangelienpostille für die Frankfurter Frühjahrsmesse im März 1675 (signiert … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Der Rat von Nürnberg an seinen Gesandten beim Schwäbischen Bund (24. März 1525): „Es ist gar leicht zu reden, das Evangelium und seine Prediger verursachten diese Empörung. Wie sich aber die harte Tyrannei und Bedrückung durch die Herrschaften verantworten und verbergen lassen, das weiß jedes Kind auf der Straße, vor allem, dass die Herren das Wort Gottes mit Gewalt verfolgt, seine Prediger geplagt, seine Hörer gestraft, und aus dem Evangelium nichts anderes als Geld gezogen und es missbraucht haben zum Deckmantel ihres unerhörten Handelns. So also muss eine Ungehörigkeit die andere mit sich bringen.“
Der Rat von Nürnberg an seinen Gesandten beim Schwäbischen Bund (24. März 1525) Was die aufrührerische Bauernschaft betrifft, scheint uns … Mehr
Philipp Melanchthons Schrift Wider die 12 Artikel der Bauernschaft (1525): „Da sich die Bauern auf das heilige Evangelium berufen und dieses als Vorwand nutzen, ist es zunächst notwendig zu klären, was das heilige Evangelium von uns verlangt oder nicht verlangt, damit man die Artikel der Bauernschaft beurteilen kann. Diese versuchen nämlich, alle ihre Forderungen im Namen Gottes durchzusetzen und wollen uns glauben machen, dass der Grund ihrer Artikel darin besteht, das Evangelium zu hören und entsprechend zu leben. Dabei verlangen die Bauern jedoch vieles, was ihnen nicht zusteht und wozu sie auch nicht vom Evangelium ermächtigt sind. Darüber hinaus üben sie Gewalt aus und wollen ihre Vorhaben durch Aufruhr, Empörung und Mord durchsetzen.“
Eine Schrift wider die Artikel der Bauernschaft (1525) Von Philipp Melanchthon Melanchthons Erwiderung zu den 12 Artikeln der Bauern wurde … Mehr
Karl Barth über das Doppelgebot der Liebe (Matthäus 22,34-40): „Die beiden Gebote stehen nicht absolut nebeneinander: es ist klar, dass Jesus die Liebe zu Gott und die zum Nächsten gerade nicht geschieden, sondern verbunden sehen wollte. Sie sind aber auch nicht identisch: es wird ja das Gebot der Gottesliebe, Matth. 22, 38, ausdrücklich «das große und erste» Gebot genannt; es wird ihm das Gebot der Nächstenliebe ja ausdrücklich als das «zweite» zur Seite gestellt; der Nächste ist nicht Gott und Gott ist nicht der Nächste. So kann auch die Liebe zu Gott nicht einfach und direkt die Liebe zum Nächsten sein.“
Über das Doppelgebot der Liebe Von Karl Barth Man darf und muß hier, um zu verstehen, an das sog. «Doppelgebot … Mehr
Samuel Wells, Wie man stirbt. Predigt zu Römer 8,28–39: „Was ist ein guter Tod? Ein guter Tod ist ein Fenster zur Herrlichkeit Gottes. Ein guter Tod ist eine Offenbarung von Paulus’ Überzeugung, dass ‚uns nichts von der Liebe Gottes in Christus Jesus, unserem Herrn, trennen kann‘. Die Realität der modernen Medizin ist, dass nur wenige von uns bis zum letzten Moment ihres Todes vollständig bei Bewusstsein, klar im Kopf und voller Abschiedsworte sein werden. Wie jemand einmal sagte: „’Der Vorteil ist, dass das Sterben zu den wenigen Dingen gehört, die man genauso gut im Liegen erledigen kann.‘ Die verschiedenen Schläuche und Maschinen werden uns meist noch eine Zeit lang technisch am Leben erhalten, nachdem unser letzter bewusster Gedanke oder unser letztes Wort gefallen ist. Deshalb müssen wir jetzt anfangen, unsere Angelegenheiten zu ordnen, wenn wir unseren Familien, Freunden und der Gesellschaft das Geschenk eines guten Todes machen wollen. Sich auf einen guten Tod vorzubereiten, zwingt uns dazu, ein gutes Leben zu führen. Je weniger wir die Länge unseres Lebens beeinflussen können, desto mehr müssen wir uns um seine Breite und Tiefe kümmern.“
Wie man stirbt. Predigt zu Römer 8,28–39 Von Samuel Wells Woody Allen sagte einmal: „Ich möchte nicht durch meine Arbeit … Mehr
Die 12 Hauptartikel der Bauernschaft (März 1525): „Zum andern dann klar lauter folget, dass die Bauern, die in ihren Artikeln solches Evangelium zu Lehre und Leben begehren, nicht mögen ungehorsam, aufrührisch genennt werden. Ob aber Gott die Bauern (die nach seinem Wort zu leben ängstlich rufen) erhören will, wer will den Willen Gottes tadeln? Wer will in sein Gericht greifen? Ja, wer will seiner Majestät widerstreben? Hat er die Kinder Israels, die zu ihm schreien, erhöret und aus der Hand des Pharaos befreit, mag er nicht noch heute die Seinen erretten? Ja, er wirds erretten.“
Die 12 Hauptartikel der Bauernschaft Dem christlichen Leser Fried und Gnad Gottes durch Christum. Es sind viele Widerchristen, die jetzund … Mehr
Iwan Karamasows Protest wider Pathodizee, Theodizee und den Ruf nach Vergebung in Dostojewskis Roman ‚Die Brüder Karamasow‘ (1880): „Ich will keine Harmonie, aus Liebe zur Menschheit will ich keine Harmonie. Lieber bleibe ich bei meinem ungerächten Leid und meinem ungestillten Zorn, mag ich auch im Unrecht sein. Noch dazu ist diese Harmonie viel zu teuer, der Eintrittspreis übersteigt unsere Verhältnisse. Darum beeile ich mich, mein Billett zu retournieren. Und als anständiger Mensch bin ich verpflichtet, dies so früh wie möglich zu tun. Und das tue ich auch. Nicht, dass ich Gott nicht hinnähme, Aljoscha; ich retourniere nur ehrerbietigst das Billett.“
Protest wider Pathodizee, Theodizee und den Ruf nach Vergebung (Die Brüder Karamasow, 1880) Von Fjodor M. Dostojewski In seinem Roman … Mehr
Walter Jens, Der fromme Judas (1975): „Sie gehörten zusammen – Jesus und Judas, Judas in Jesu Hand. Beide hatten ihren Weg zu gehen – vereint noch im Tod: hoch über der Erde am Holz.“
Der fromme Judas Von Walter Jens Ich stelle den Antrag, Judas aus Kerioth selig zu sprechen, der ein Sohn des … Mehr
Tagesgebet zum 3. Sonntag in der Passionszeit (Okuli), 17. März 2025
HERR Gott,Quelle allen Lichts,Du siehst durch das hindurch,was uns dunkel ist.Du hältst uns in Deiner Geduld,wo uns die eigene Kraft … Mehr