Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn Von Karl Rahner, S. J., Innsbruck … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Ernst Fuchs, Wahrheit im Neuen Testament (1962): „Während das Gericht über die Welt mit einem Donnerschlag vergleichbar ist oder mit zuckenden Blitzen, verbreitet sich die Offenbarung Gottes in Jesus wie ein mildes, ruhiges Licht in einer dunklen oder aufgeregten Welt. Die Liebe ist nur Eine. Sie will verherrlicht werden, wie die Wunder zeigen (obgleich sie auf dem Höhepunkt abgewiesen werden. Die Liebe will aber Sichtbarkeit, weil sie und wie sie an Jesu Kreuz sichtbar geworden ist. Jene Zukunft, zu welcher die Glaubenden durch die Wahrheit befreit werden, ist die in Jesus sichtbar gewordene Herrlichkeit der Liebe. Sie ist Freude an Gott. Wer Gott in der Wahrheit anruft, der hat sich in dasjenige Sein holen lassen, in welchem alle Traurigkeit der Welt, ihre Schwermut, durch die Liebe überwindbar wird, so dass alle Eins sein werden. Die Wahrheit ist das erfreuliche Wort der Liebe, bei dem Gott bleibt, so gewiss Gott bei sich selbst bleibt, also sich selbst treu bleibt. Wer immer von der Wahrheit reden wird, der hat von Gottes Liebe geredet – das weiß der Glaube an Jesus.“
Wahrheit im Neuen Testament Von Ernst Fuchs Nachdem R. Bultmann den neutestamentlichen Sprachgebrauch der Wortgruppe um alêtheia und dessen Voraussetzungen … Mehr
Tagesgebet zum Altjahresabend (Silvester), 31. Dezember 2025
Herr,ewiger Gott,du, der da istund der da warund der da kommt:Nichts von dem, was uns vergeht,ist für dich vergangen.Im Rückblick … Mehr
Romano Guardini, Die Stimme der Glocken: „Aus dem Hause Gottes wächst der Turm in die freie Luft und nimmt sie gleichsam für Gott in Besitz. Im Turm, im Gestühl, hängen die Glocken, schwer vom Erz. Sie schwingen um die Welle, und ihr; ganzer klar geformter Körper schwingt und sendet Klang auf Klang hinaus in die Weite. Wellen des Wohllautes; helle rasche oder schwere volle, oder tiefe langsam dröhnende. Sie strömen hinaus, durchfluten die Weite und füllen sie mit der Botschaft des Heiligtums.“
Die Stimme der Glocken Von Romano Guardini Drinnen der Raum der Kirche spricht von Gott. Er gehört dem Herrn, ist … Mehr
Martin Luther, Predigt über Lukas 2,1-14 (1530): „Wir glauben nicht, dass die jungfräuliche Mutter einen Sohn geboren hat und dass er der Herr und Heiland ist, es sei denn, ich glaube auch noch das Zweite, nämlich dass er mein Heiland und Herr ist. Wenn ich sagen kann: Das nehme ich als mein Eigentum an, weil der Engel es für mich bestimmt hat, dann werde ich, wenn ich es in meinem Herzen glaube, nicht versäumen, die Mutter Maria zu lieben, und noch mehr das Kind, und vor allem den Vater. Denn wenn es wahr ist, dass das Kind von der Jungfrau geboren wurde und mir gehört, dann habe ich keinen zornigen Gott, und ich muss wissen und fühlen, dass es im Herzen des Vaters nichts als Lachen und Freude gibt und keine Traurigkeit in meinem Herzen.“
Predigt über Lukas 2,1-14 (1530) Von Martin Luther Ihr habt heute die Geschichte aus dem Lukasevangelium gehört, wie es dazu … Mehr
Hermann Dietzfelbinger, Bei Gott zu Hause sein (Schwäbische Landeszeitung, 1955): „Es geht für uns Menschen eine unendlich heilende Kraft vom Bilde Jesu aus. Es hat eine unwahrscheinlich starke Wirkung in diesen Tagen, bloß einfach die Weihnachtsgeschichte zu lesen, einmal, zweimal, dreimal. Versuchen wir’s doch, allein oder miteinander! Kranke lassen sich bestrahlen, so oft es der Arzt verordnet. Das Bild Jesu in den Evangelien hat noch mehr heilsame Strahlkraft: Es heilt unsere Menschlichkeit von innen her. Wenn Menschen eng miteinander verbunden sind, wenn Eheleute, die sich gut verstehen, lange miteinander gelebt haben, so werden sie oft bis in die Gesichtszüge oder bis in manche Bewegungen einander ähnlich. Auch der Umgang mit Jesus prägt den Menschen und macht uns anders zueinander. Denn in ihm schämt sich Gott selber nicht, uns Brüder zu heißen.“
Da hatte Hermann Dietzfelbinger (1908-1984) gerade seinen Dienst als bayerischer Landesbischof begonnen, als er 1955 auf der Titelseite der Schwäbische … Mehr
Karl Barth, Frohe Botschaft (Weihnachten 1946): „Die heimliche — aber für die, die hören, gar nicht heimliche — Wahrheit der Welt und des Menschenlebens heißt: dass Gott für uns ist. Was uns regiert, ist also nicht der Unsinn, mit dem wir uns selbst und mit dem wir uns gegenseitig belasten und unglücklich machen. Auch nicht die Ungerechtigkeit, gegen die wir uns offen oder heimlich empören und an der wir doch auch irgendwie beteiligt sind. Und so auch nicht die Gräber, in denen man uns alle einmal mit Ehren und Unehren versorgen wird. Indem Gott für uns ist, wie es in jener Nacht ausgesprochen wurde, ist das alles zur Lüge gemacht, gegen die wir — immer, wenn wir es hören könnten und wollten — die Köpfe erheben und getrosten Mutes hoffen und trotzen dürfen.“
Frohe Botschaft (Weihnachten 1946) Von Karl Barth Ich stelle mir die Menschen vor, die diese Weihnachtsnummer der «Schweizer Illustrierten Zeitung» … Mehr
Paul Weismantel, Gebet zum Friedenslicht aus Bethlehem 2025, das unter dem Motto steht: „Ein Funke Mut“.
„Ein Funke Mut“ So lautet in diesem Jahr das Motto der Aktion Friedenslichtaus Bethlehem. Darum wollen wir beten: um einen … Mehr
Ernst Fuchs, Das Weihnachtsevangelium (1959): „Das bessere Gleichnis für Gottes Stille wäre eine ruhige Nacht friedlichen Schlafes, ohne Lärm und Schrecken. Aber selbst die ruhigste Nacht kann hier auch nur ein Gleichnis sein. Sie müsste ja zur heiligen Nacht werden können. Und das könnte nur geschehen, wenn in solcher Nacht das helle, das wahre himmlische Licht aufleuchten würde, um uns in seinen Schein hereinzunehmen. Aber würde diese Nacht dann nicht zum Tag? In einer derart heiligen Nacht bräche ja der wahre Tag an, der Tag des Herrn, der nicht nur Frieden gibt, sondern Frieden macht.“
Das Weihnachtsevangelium (1959) Von Ernst Fuchs „Da, in jenen Tagen, ging ein Erlaß vom Caesar Augustus aus, die ganze Oekumene … Mehr