Als Kurt Ihlenfeld 1939 im Hinblick auf eine Revision der Luther-Bibel von 1912 den Band „Das Buch der Christenheit. Betrachtungen … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hermann Sasse im Kirchlichen Jahrbuch 1932: „Die Evangelische Kirche müsste mit dem offenen Geständnis beginnen, dass ihre Lehre eine vorsätzliche und permanente Beleidigung des „Sittlichkeits- und Moralgefühls der germanischen Rasse“ ist und dass sie demgemäß keinen Anspruch auf Duldung im Dritten Reich hat.“
Wie nur wenige andere evangelische Theologen hatte Hermann Sasse schon vor 1933 die grundsätzliche Unvereinbartkeit der nationalsozialistischen Ideologie mit der … Mehr
Reinhold Krauses antisemitische Sportpalastrede vom 12. November 1933: „Es wird aber auch notwendig sein, dass ein grundsätzlicher Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus ausgesprochen wird.“
Reinhold Krauses zweistündige Rede auf der Kundgebung der Deutschen Christen am 13. November 1933 im Berliner Sportpalast ist ein bedrückendes … Mehr
Wer bin ich wirklich? Warum persönliche Integrität kollektiver Identität vorzuziehen ist: „Wo ‚identitativ‘ argumentiert wird, werden andere Menschen mit denselben Eigenschaften zwangsläufig bevormundet bzw. vereinnahmt. Im Zusammenleben mit anderen Menschen geht es primär nicht um Identitäten, die es zu bestärken und zu verteidigen gilt. Vielmehr sind wir in unserer persönlichen Integrität ethisch herausgefordert.“
Wer bin ich wirklich? Warum persönliche Integrität kollektiver Identität vorzuziehen ist „Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn … Mehr
Johann Christoph Hampe über Joseph Wittig: „Man hat ihn einen modernen Hiob genannt, und der Vergleich mag darin wirklich stimmen, dass er das, was ihm widerfuhr, als ein Schicksal hinnahm, das ihn von diesem Gott und seiner Kirche nicht trennen konnte. Noch zuletzt hat er das Hiobschicksal in Protest und Ergebung durchdekliniert, als er die „schlesische Passion“ und seinen Auszug aus der geliebten Heimat als seinen „Roman mit Gott“ erlebte und formulierte.“
Über Joseph Wittig (1879-1949), dem er als Schlesier landsmännisch verbunden gewesen ist, hatte Johann Christoph Hampe 1966 ein sympathisches Porträt … Mehr
Joseph Wittig über den Geburtstag der christlichen Sprache: „Nicht einmal so weit ist unser Pfingstwissen gediehen, daß wir wissen und bekennen: Der Heilige Geist ist ‚in Sprachen‘ zu uns gekommen.“
Ein Jahr vor seiner Exkommunikation 1926 veröffentlichte Joseph Wittig (1879-1949) eine Pfingstbetrachtung, die ein beredetes Zeugnis für seine Freundschaft mit … Mehr
Elisabeth Schmitz, Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/36 (vollständiger Text): „Einer Judenverfolgung im Namen von Blut und Rasse muss eine Christenverfolgung notwendigerweise folgen. Einen Anfang davon hat die Bekennende Kirche, haben vor allem ihre Pfarrhäuser zu spüren bekommen. Aber trotz alles Leides wird es niemand einfallen, es in einen Vergleich setzen zu wollen zu dem Leid der deutschen Juden und Nichtarier. Und ganz abgesehen von der Größe des Leides bleibt der große Unterschied: Der Christ leidet persönlich, der Jude und Nichtarier mit Kindern und Enkeln. Und selbst wenn die Glieder der Bekennenden Kirche unter die Ariergesetzgebung gestellt würden, wären noch immer die Verwandten, die weitere Familie nicht mitbetroffen. Und die Hauptsache: Die Bekennende Kirche leidet – und darf das wissen – um ihres Glaubens willen, der Nichtarier wird verfolgt, weil Gott ihn in eine bestimmte Familie hat hineingeboren werden lassen.“
Im Sommer 1935 wurde der Bekennende Kirche sowohl vom Völkischen Beobachter wie auch vom Stürmer vorgeworfen, dass sie die nationalsozialistische … Mehr
Segen statt Segnung. Was die evangelische Liturgie der römisch-katholischen promissorisch voraushat: „Im aaronitischen Segen wird ja das HERRliche Gutheißen (ברך brk) mittels der Redefigur der Anhäufung (congeries) dynamisch entfaltet. Dieser Segen sagt dem Gesegneten einen umfänglichen Gegenwartsraum des dreieinigen Gottes zu, in dem sich das eigene Leben bewegen darf. Nicht die Faktizität der Segnung und auch nicht das Gebet um den göttlichen Segen stehen in der evangelischen Liturgie im Vordergrund, sondern die promissorische Wirklichkeit des Segens, was auch katholische Christen als Mitgesegnete zu schätzen wissen.“
Segen statt Segnung. Was die evangelische Liturgie der römisch-katholischen promissorisch voraushat Eine Stärke der evangelischen Liturgie ist der zugesprochene Segen, sei … Mehr
Hans Scholls Gedicht „Gott“ passend zu Erntedank: „Aus grauer Erde ließest du quellen / den Saft in funkelnde Trauben, / du sandtest Regen, dass Halme schwellen / mit Früchten wie goldene Hauben.“
Hans Scholl, Mitbegründer und prägendes Mitglied der 1942/43 aktiven studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, hatte 1938 als 19jähriger unter dem Titel … Mehr