Wie man stirbt. Predigt zu Römer 8,28–39 Von Samuel Wells Woody Allen sagte einmal: „Ich möchte nicht durch meine Arbeit … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Die 12 Hauptartikel der Bauernschaft (März 1525): „Zum andern dann klar lauter folget, dass die Bauern, die in ihren Artikeln solches Evangelium zu Lehre und Leben begehren, nicht mögen ungehorsam, aufrührisch genennt werden. Ob aber Gott die Bauern (die nach seinem Wort zu leben ängstlich rufen) erhören will, wer will den Willen Gottes tadeln? Wer will in sein Gericht greifen? Ja, wer will seiner Majestät widerstreben? Hat er die Kinder Israels, die zu ihm schreien, erhöret und aus der Hand des Pharaos befreit, mag er nicht noch heute die Seinen erretten? Ja, er wirds erretten.“
Die 12 Hauptartikel der Bauernschaft Dem christlichen Leser Fried und Gnad Gottes durch Christum. Es sind viele Widerchristen, die jetzund … Mehr
Iwan Karamasows Protest wider Pathodizee, Theodizee und den Ruf nach Vergebung in Dostojewskis Roman ‚Die Brüder Karamasow‘ (1880): „Ich will keine Harmonie, aus Liebe zur Menschheit will ich keine Harmonie. Lieber bleibe ich bei meinem ungerächten Leid und meinem ungestillten Zorn, mag ich auch im Unrecht sein. Noch dazu ist diese Harmonie viel zu teuer, der Eintrittspreis übersteigt unsere Verhältnisse. Darum beeile ich mich, mein Billett zu retournieren. Und als anständiger Mensch bin ich verpflichtet, dies so früh wie möglich zu tun. Und das tue ich auch. Nicht, dass ich Gott nicht hinnähme, Aljoscha; ich retourniere nur ehrerbietigst das Billett.“
Protest wider Pathodizee, Theodizee und den Ruf nach Vergebung (Die Brüder Karamasow, 1880) Von Fjodor M. Dostojewski In seinem Roman … Mehr
Walter Jens, Der fromme Judas (1975): „Und wie könnte das auch anders sein? Sie waren ja verbündet, die beiden; waren aneinandergekettet; waren wie zwei Brüder, von denen der eine den anderen braucht. Judas war nichts ohne Jesus – so, wie der Schatten nichts ohne den Leib ist. Aber Jesus war auch nichts ohne Judas: Wenn der eine nicht zu den Großen Priestern und nach Gethsemane ging, sondern das Geheimnis für sich behielt, war es um den anderen geschehen. Ich wiederhole also: Sie gehörten zusammen – Jesus und Judas, Judas in Jesu Hand. Beide hatten ihren Weg zu gehen – vereint noch im Tod: hoch über der Erde am Holz.“
Der fromme Judas Von Walter Jens Ich stelle den Antrag, Judas aus Kerioth selig zu sprechen, der ein Sohn des … Mehr
Tagesgebet zum 3. Sonntag in der Passionszeit (Okuli), 17. März 2025
HERR Gott,Quelle allen Lichts,Du siehst durch das hindurch,was uns dunkel ist.Du hältst uns in Deiner Geduld,wo uns die eigene Kraft … Mehr
Hartmut Lange, Aphorismen: „Melancholie ist ein Ausruhen zwischen zwei Hoffnungen, Depression Hoffnungslosigkeit. / Man muss schon tief in den Abgrund geblickt haben, um zu wissen, dass uns nur die Liebe zum Allernächsten einigermaßen trösten kann.“
Aphorismen Von Hartmut Lange Aber wo die Wahrheit nackt erscheint, muss sie wieder eingekleidet werden. Die Sehnsucht nach neuen Mythen … Mehr
Hans Joachim Iwand, Kreuz und Auferstehung Jesu Christi (Christologie-Vorlesung 1959): „Es ist dies alles sicherlich unfassbar. Nicht nur die Auferstehung: Was am Kreuz geschah, ist, wenn wir es recht verstehen, in gleicher Weise über alle Vernunft. Das Kreuz ist nicht erdennäher oder rational fassbarer als das offene Grab oder als jenes Bild von dem Sieg des Auferstandenen, das uns der Isenheimer Altar zeigt. Es geht dies alles weit über unser Fassungsvermögen und unseren Verstand hinaus. Und wenn es nicht darüber hinausginge, dann würde es auch nicht in ihn hineinkommen.“
Kreuz und Auferstehung Jesu Christi Von Hans Joachim Iwand Im Folgenden wird von dem Letzten und Höchsten die Rede sein, … Mehr
Paul Tillich, Das Ja zum Kreuze. Radioansprache an die deutschen Freunde von 1949: „Sagt Ja zu Eurem Kreuz, sagt Ja zu dem, daß Ihr ausgestoßen seid, Euch selbst ausgestoßen habt. Es bedarf nur dieses einen Jas und Ihr seid nicht mehr ausgestoßen, Ihr seid Mitträger einer Gemeinschaft, die größer ist, als alles Verstoßen-Sein. Ihr, das deutsche Volk ist auferstanden. Aber es gibt keinen anderen Weg dazu, als ja zu sagen zu seinem Kreuz.“
Das Ja zum Kreuze. Radioansprache über »Die Stimme Amerikas« an die deutschen Freunde im Jahre 1949 Von Paul Tillich Meine … Mehr
Martin E. Marty (1928-2025) über Dietrich Bonhoeffer (1906–1945): „Bonhoeffer wird heute vor allem für seine Interpretation der modernen Geschichte in Erinnerung behalten, die er auf Grundlage dieser Beobachtungen sowie seines Bibelstudiums während der Gefangenschaft entwickelte. Aus christlicher Perspektive betrachtete er die Säkularisierung als einen weitgehend positiven Prozess. In einer viel beachteten historischen Analyse erkannte er, dass der ‚Gott der Erklärung‘ allmählich aus der europäischen Geschichte verschwand – und mit ihm das, was er das ‚religiöse Apriori‘ nannte. Mit diesem Begriff meinte er die Vorstellung, dass ein Mensch eine bestimmte Metaphysik, eine spezifische Sicht auf Transzendenz oder eine besondere Form der Frömmigkeit und kirchlichen Existenz übernehmen müsse, bevor er Christ werden könne. All dies, so Bonhoeffer, gehöre zur spirituellen Adoleszenz der Menschheit.“
Am 25. Februar ist Martin E. Marty, „the Dean of American Church Historians“ (Grant Wacker) im Alter von 97 Jahren … Mehr