Werner H. Schmidt und Gerhard Delling, Verheißen/Verheißung in der Bibel: „An dieser langen Reihe von Zeugen will der Verfasser des Hebräerbriefs deutlich machen, dass es gilt, sich unbedingt an Gottes Zusage zu halten und sich nach dem unvergänglichen Erbe auszustrecken, auf die neue Welt Gottes wartend im Gehorsam gegen seinen Willen auszuharren. Kann man doch fest auf Gottes Zuverlässigkeit, auf sein unverbrüchliches Wort trauen; die neue Heilsordnung gründet ja auf machtvollen Zusagen.“

Verheißen/Verheißung in der Bibel Von Werner H. Schmidt und Gerhard Delling Ein bestimmtes Wort ‚verheißen‘ bzw. ‚Verheißung‘ kennt das AT … Mehr

Reinhold Schneider über Leiden und Schmerz: „Ein jedes Leid kann geheiligt werden, indem es angenommen wird vor dem Kreuz, ein jedes hat seine Stelle in der Glaubenswelt; … dass wir uns aber des Leidens und des Kreuzes rühmen dürften, weil sie allein uns gehören, darf vielleicht auch für ein Leiden dieser Art in Anspruch genommen werden.“

Über Leiden und Schmerz Von Reinhold Schneider Ein jedes Leid kann geheiligt werden, indem es angenommen wird vor dem Kreuz, … Mehr

Søren Kierkegaard über Hiob: „Nur der Leichtsinnige könn­te wünschen, dass Hiob nicht mit wäre, dass sein ehrwürdiger Name ihn nicht daran erinnern sollte, was er zu vergessen sucht: dass es Schrecken gibt im Leben und Angst; nur der Selbstsüchtige könnte wünschen, dass Hiob nicht da wäre, da­mit die Vorstellung von seinen Leiden mit ihrem strengen Ernst seine gebrechliche Freude nicht stören sollte, ihn aufschrecken aus seiner in Verhärtung und Verlorenheit berauschten Sicher­heit.“

Über Hiob Von Søren Kierkegaard Wenn das eine Geschlecht ausgedient, sein Werk vollbracht, seinen Streit ausgekämpft hat, so hat Hiob … Mehr

Bedrohung des Zisterzienserinnenklosters Heggbach durch den Baltringer Haufen (Heggbacher Chronik, Februar/März 1525): „Am Samstag vor Circumdederunt, es war vor Valentini und der sonntägliche Buchstabe A [12. Februar], da kamen unsere armen Leute, die wichtigsten zu meiner seligen Herrin, und Ulrich Schmied war Hauptmann und Hans Galster, der Bruder der schwarzen Magdalena, war Fähnrich. Sie baten uns, dass wir ihnen etwas von den Zinsen nachließen und insbeson­dere, dass sie künftig weder Hennen noch Hühner noch Eier abgeben müssten. Da sagte meine selige Herrin, sie wolle das nicht tun, denn sie habe keine Macht, dem Gotteshaus zu nehmen, was ihm zukomme … Sie bäte sie inständig, dass sie von ihrem Vorhaben Abstand nähmen, denn sie würden sie selbst und das Gotteshaus in Ungemach bringen, auch bei jedermann in große Ungnade, das lege sie ihnen dar, und sie müsse sich ihrer schämen, besonders derer aus Sulmingen.“

Bedrohung des Zisterzienserinnenklosters Heggbach durch den Baltringer Haufen (Februar/März 1525) Eine unbekannte Nonne des Klosters Heggbach bei Biberach schrieb im … Mehr

Heinrich Treblin über das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute (1985): „Es gehört zu den wichtigsten Einsichten Werner Schmauchs, die ihm in Drangsal und Anfechtung des Kirchenkampfes der Hitlerzeit erwachsen sind und die sich dann in den ihrer bisherigen Privilegien beraubten Kirchen in Osteuropa und in der DDR bewährt haben, dass eine solche Kirche, die den Schutz des Staates zur Sicherung ihrer eigenen Existenz begehrt, ihre Freiheit, diesem das ärgerliche Wort vom Kreuz auszurichten, preisgegeben und ihre Salzkraft verloren hat.“

Das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute Von Pfarrer Heinrich Treblin In diesem Jahr wäre ein Mann 80 Jahre … Mehr

Martin Luthers Predigt über Johannes 3,16 (1534): „Sie sind eine recht schöne Predigt, die man niemals auslernen kann. Es ist der Hauptspruch, der uns Christus vor Augen malt und was ein Christ besitzt, was die Welt ist und was Gott ist. Wir wollen Gott anrufen, daß wir’s glauben können, fröhlich darüber leiden und sterben und selig werden. Dazu helfe uns unser lieber Gott! Amen.“

»Er selbst, der Vater, hat euch lieb.« Predigt über Johannes 3,16 Von Martin Luther EVANGELIUM Johannes 3,16: Also hat Gott … Mehr

Peter Blickle über den Deutschen Bauernkrieg: „Das göttliche Recht bildete den Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer Verfassungsmodelle. Sie fußten auf der Prämisse, das Evangelium könne den Parameter für weltliche Ordnungen abgeben, was den prinzipiellen Widerspruch Luthers hervorrief, wohingegen der konkrete politische Unterbau je nach den territorialen Vorgaben variieren konnte. Gemeinsam ist allen Programmen, daß sie die Land- und Stadtgemeinden zur Basis des staatlichen Aufbaus machen und das Prinzip der Wahl für alle politischen Ämter durchsetzen wollen. So gelesen können die Programme insgesamt das Attribut »revolutionär« beanspruchen und der Bauernkrieg als solcher die Bezeichnung »Revolution des gemeinen Mannes«.“

Deutscher Bauernkrieg Von Peter Blickle Der Bauernkrieg gehört einerseits zu den herausragenden Ereignissen der deutschen Geschichte (Ranke nennt ihn das … Mehr

Landesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen vom März 1525: „Die Fahnen sollen rot und weiß sein, ebenso die Zeichen oder Kreuze, die in Andreaskreuz-Form darauf genäht sein sollen. Jedes Quartier oder jeder Teil soll ein eigenes Regiment aufstellen und halten, mit allem, was dazugehört, gemäß dem Kriegsrecht. Jeder Oberste im jeweiligen Teil soll ein besonderes Verständnis und eine Losung mit seinem Regiment, den Unteroberen und den anderen Räten haben, wie es sich gehört. Was die Obersten, Unteroberen, Räte und das Regiment beschließen, anordnen, befehlen oder unternehmen, dem soll die Gemeinde in christlicher Treue gehorsam sein.“

Landesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen Etwa 7. März 1525 Die ehrbare Landschaft dieser christlichen Vereinigung ist in drei Teile geordnet und … Mehr