Hans Joachim Iwand im Brief an Karl Barth über den Tod seiner Frau Ilse (1951): „Als Ilse starb, saßen Anemone, meine älteste Tochter und ich am Tisch, der Atem wurde leicht wie Flocken, die zergehen, dann ging Ilse still und sanft hin­aus und was eben noch letzte Ahnung ihrer Erscheinung unter uns war, lag da, wie ein Gewand, das sie abgeworfen hatte. Wir lasen noch 1. Korinther 15 an ihrem Bett und gingen dann heim, der letzte, schwerste Dienst in diesem schön­sten Abschnitt meines Lebens war getan. Nun ist sie eingestiegen – und ich bin am Ufer zurückgeblieben, wie ein armer Bettler, der nicht mitgenommen wurde auf die große Fahrt.“

Brief an Karl Barth nach dem Tod seiner Frau Ilse Als seine Frau Ilse (geb. Ehrhardt, 1901-1950) kurz vor Weihnachten … Mehr

Helmuth James Graf von Moltke, Abschiedsbriefe an seine Frau Freya vom Januar 1945: „Freisler sagte zu mir in einer seiner Tiraden: »Nur in einem sind das Christentum und wir gleich: Wir fordern den ganzen Menschen!« Von der ganzen Bande hat nur Freisler mich erkannt, und von der ganzen Bande ist er auch der einzigste, der weiß, weswegen er mich umbringen muss.“

Helmuth James Graf von Moltkes Abschiedsbriefe an seine Frau Freya Helmuth James Graf von Moltke (1907-1945) war Jurist, der sich … Mehr