Mandat des kaiserlichen Reichsregiments gegen die Wiedertäufer vom 4. Januar 1528: „In unserer Funktion als römischer Kaiser sind wir gezwungen, euch an eure Pflicht als Obrigkeiten und Amtsträger zu erinnern und befehlen euch hiermit nachdrücklich in kaiserlicher Vollmacht, eure Untertanen, Verwandten und Angehörigen durch Gebot und Predigten von christlichen und gelehrten Predigern ernsthaft vor dieser verbotenen, irreführenden und gefährlichen Sekte der Wiedertäufer zu warnen. Sie sollen auch auf die Strafen des Gesetzes und die schweren Strafen Gottes hingewiesen werden, die sie erwarten, wenn sie sich nicht von diesem Irrglauben abwenden. Gegen jene, die sich in diesem Irrglauben schuldig machen, soll mit den vorgesehenen Strafen verfahren werden, wie es euch eure Pflicht als Amtsträger vorschreibt.“

Mandat des kaiserlichen Reichsregiments gegen die Wiedertäufer vom 4. Januar 1528 Wir, Karl der Fünfte, von Gottes Gnaden erwählter römischer … Mehr

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. März: „Zum Schluss ist unsre endgültige Meinung und Wille: Wenn wir einen oder mehrere Artikel hier aufgestellt hätten, der dem Wort Gottes nicht gemäß ist, dieselben Artikel sollten für uns nicht gelten. Desgleichen, wo uns schon Artikel zugelassen wür­den und sich nachmals aus dem Wort Gottes klar erfände, dass sie unrecht wären, wollen wir das gar nicht haben.“

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. … Mehr

Zehn Memminger Artikel. Beschwerde- und Bittschrift der Bauern an den Rat der Stadt Memmingen vom 28. Februar 1525: „Es war bisher üblich, uns wie das Eigentum anderer Leute zu behandeln, was zu bedauern ist, da Christus uns alle mit seinem teuren Blut erlöst und erkauft hat, sowohl den Hirten als auch den Kaiser. Dass wir deshalb keine Obrigkeit anerkennen wollen, ist jedoch nicht unsere Absicht. Vielmehr wollen wir der von Gott eingesetzten Obrigkeit in allen angemessenen und gebührenden Angelegenheiten gerne gehorsam sein. Wir zweifeln nicht daran, dass ihr uns als christliche Herren gerne aus der Leibeigenschaft entlassen werdet.“

Bekannt sind die Zwölf Artikel der Bauernschaft, die am 15. und am 20. März 1525 im Haus der Kramerzunft in … Mehr

Karl Barth, Die Reformation und wir Menschen von heute (1938): „Wir wollen zum Schluss noch einmal die Reformation selber reden lassen. Sie gibt uns im Namen aller derer, die das hatten, haben und haben werden, die Antwort. Möchten wir sie hören und nachsprechen als unsere Antwort: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Chris­tum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, …““

Die Reformation und wir Menschen von heute Von Karl Barth Die Reformation bedeutet für uns ein Angebot und es kann … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg über die Pfarrer im Utopiestaat Wolfaria: „Der Bischof soll jedoch fünfzehn Gulden weniger bekommen als die anderen Pfaffen. Unter großer Strafe soll niemand einem Pfaffen etwas besonders für seine Arbeit geben, weder Opfer, Bußgeld noch Seelen-Messen.“

Der Reformator und vormalige Franziskanermönch Johann Eberlin von Günzburg (1460-1533) hat im zehnten seiner „15 Bundsgenossen“, einer Sammlung reformatorischer Flugschriften, … Mehr

Hans Joachim Iwand, Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre: „Am Anfang der Reformation steht kein sich selbst täuschender Optimismus, sondern ein neugewonnener Sinn für letzte Realität, für die Entdeckung der Wirklichkeit Gottes und des Menschen. Dieser tapfere Glaube wendet sein Angesicht ganz und gar der furchtbaren Wirklichkeit zu, der Wirklichkeit in uns und um uns, wie sie vor Gott und durch Gott vor aller Welt offenbar ist — mit der nimmt er den Kampf auf. Nicht aus eigener Kraft, aber aus der Kraft dessen, der am Kreuz das Gericht über unsere Wirklichkeit enthüllt und diese zugleich verändert hat. ‚Der Kreuzestheologe sagt, was wirklich los ist‘, schreibt Luther einmal. Seine Theologie ist schonungsloser Realismus der Tiefe und der Höhe, des Zorns und der Gnade. Weil es um den wirklichen Gott geht und um den wirklichen Menschen, darum muss der eingebildete Himmel und die eingebildete Menschennatur aus dem Blick gebracht werden.“

Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre Von Hans Joachim Iwand Wir haben uns hier versammelt, um uns … Mehr