Eberhard Jüngel, Glauben heißt Vertrauen: „Im Glauben verlässt sich eine Person auf eine andere. Im Glauben wird ein Ich seiner selbst ledig, um sich bei einem anderen neu zu finden. Indem der Mensch dem rechtfertigenden Urteil Gottes glaubt, vertraut er diesem Gott, sagt er auf menschliche Weise Ja zu seiner eigenen Bejahtheit durch Gott. Und indem er so Ja sagt, verlässt er sich auf Gott, kommt er bei ihm in neuer Weise zu sich selbst und ist sich eben deshalb seines Gottes und seines eigenen Heils unüberbietbar gewiss. Glaube ist Heilsgewissheit.“

Glauben heisst Vertrauen. Über die Weisheit und den moralischen Sprengstoff der Rechtfertigungslehre Von Eberhard Jüngel «Weder der Abendstern noch der … Mehr

Abschwörungen des Martin Boos (September 1797): „Viele Jahrhunderte ist die Ohrenbeichte unbekannt gewesen; nur die öffentliche vor der ganzen Gemeinde musste von der ganzen Gemeinde von groben und öffentlichen Sünden geschehen, anfänglich freiwillig und aus Antrieb ihres Gewissens (die wahren Glieder durften das nicht), nachmals aber ist dieses freiwillige Bekenntnis eine Gewohnheit, endlich gar Zwang und Gesetz geworden. Die meisten Beichtenden begehren nicht durch den Glauben an Christus von der Sünde loszukommen, sondern durch ihre Beichte, und das ist nicht möglich; denn nur durch den Glauben an Christus für uns können wir die Gnade Gottes, Vergebung der Sünde und das ewige Leben erhalten.“

Abschwörungen des Martin Boos (September 1797) Im Februar 1797 erscheint im Seeger Pfarrhaus eine bischöfliche Spezialkommission unter Führung des Geistlichen … Mehr