Christoph Blumhardt, Der Tag der Liebe Gottes. Predigt zu Römer 13,12: „Die Liebe Gottes zerschmelzt alles Schlechte, alles Gemeine, alles Ver­zweifelte; die Liebe Gottes zwingt auch den Tod. Aber es muss eine Gottesliebe sein; eine Lie­be, die auch die Feinde liebt; eine Liebe, die unentwegt durch alles hindurchschreitet wie ein Held und sich nicht beleidigen, nicht verachten, nicht wegwerfen lässt; eine Liebe, die mit dem Helm der Hoffnung auf dem Haupt durch die Welt schreitet. Wir haben es bis jetzt nicht ge­nug gewagt, zu sagen: Jesus ist geboren, und darum sind alle Kreaturen geliebt. Man hat es nicht gewagt, weil viele aussehen, als ob sie bloß ihren Begierden nachfolgten, als ob sie mit Lust Sünder wären. Aber niemand ist mit Lust Sünder; jedermann ist mit Seufzen Sünder, ein jeder seufzt, der im Tode liegt. Und in dieses Seufzen der Sünder und des Todes hinein schrei­tet kühn die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in unser Herz, die Liebe Gottes, die ganz Mensch geworden ist in Jesus Christus. Jesus will als die grenzenlose Liebe Gottes verstanden werden. In dieser Liebe will er die Flamme sein, an der wir uns rein brennen.“

Der Tag der Liebe Gottes. Predigt zu Römer 13,12 Von Christoph Blumhardt Der Apostel sagt irgendwo: „Die Nacht ist vergangen, … Mehr