Johannes Rehm, Gemeinsam die Schrift ‚abhorchen‘. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer: „Die in vieler Hinsicht einmalige und originelle Persönlichkeit Karl Steinbauers eignet sich sicher nicht als zur Nachahmung empfohlenes pastoraltheologisches Modell für alle Zeiten. Trotzdem muss gesehen werden, dass wir in kirchlicher wie gesellschaftlicher Weise vor ähnliche Konflikte gestellt sind.“

Gemeinsam die Schrift „abhorchen“. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer Von Johannes Rehm Der Pfarrer Karl Steinbauer und seine bayerische Landeskirche hatten … Mehr

Martin Niemöller, Rundfunkpredigt zu Johannes 11,23-26 (1933): „Christus ist die Auferstehung und das Leben; und wenn er Glauben fordert, dann will er als der Herr unseren Dienst und unseren Gehorsam; dann will er selber in unserm Leben stehen als der, der unser Leben regiert, als der, der unser Leben ist! Der christlichen Mitläufer und Parteigänger gibt es viele;und es ist mit ihnen wie mit allen Mitläufern, dass sie sich auf ihre Überzeugung alles Mögliche zugutehalten; aber damit ist es nun einmal nicht getan: wer an Chris­tus glaubt, der muss sich seinem Anspruch beugen und sich für seinen Anspruch offenhalten.“

Rundfunkpredigt zu Johannes 11,23-26 Von Martin Niemöller Jesus spricht zu Martha: Dein Bruder soll auferstehen! Martha spricht zu ihm: Ich … Mehr

Gerlind Schwöbel über Katharina Staritz (1903-1953): „Am 4. März 1942 wurde Katharina Staritz in Marburg von der Gestapo verhaftet. Jochen Klepper, ein in der Bekennenden Kirche aktiver, selbst mit einer jüdischen Frau verheirateter Theologe, mit dem Katharina Staritz vom Studium her befreundet war, hielt in seinem Tagebuch Unter dem Schatten deiner Flügel die Stationen ihrer Haft fest: Marburg, Kassel, das Arbeitshaus Breitenau und schließlich das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.“

Katharina Staritz Geb. 25. 7. 1903 in Breslau; gest. 3.4. 1953 in Frankfurt/Main Von Gerlind Schwöbel »Die Staritze mögen die … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigt zu Jeremia 20,7 (London 1934): „Unsere Ketten und die Fetzen unserer Kleider und die Narben, die wir tragen müssen, sind der Lobpreis auf den, der die Wahrheit und die Liebe und die Gnade an uns verherrlichte. Der Siegeszug der Wahrheit und der Gerechtigkeit, der Siegeszug Gottes und seines Evangeliums durch diese Welt schleift hinter dem Siegeswagen die Gebundenen und Gefangenen hinter sich her.“

Predigt zu Jeremia 20,7 (1934) Von Dietrich Bonhoeffer Jeremia 20,7: Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden … Mehr

Rudolf Bultmann gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden (1933): „Ich muss als Christ das Unrecht beklagen, das gerade auch den deutschen Juden durch solche Diffamierung angetan wird. Ich weiß wohl, wie kompliziert das Judenproblem gerade in Deutschland ist. Aber »Wir wollen die Lüge ausmerzen« – so muss ich denn ehrlich sagen, dass gerade die Diffamierung der Juden, die jene Kundgebung enthält, aus der dieses schöne Gelöbnis stammt, nicht vom Geiste der Liebe getragen ist.“

Gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden Von Rudolf Bultmann … M. D. u. H.! Wir wollten uns angesichts der großen … Mehr

Hans Joachim Iwands Weihnachtspostkarte an Ernst Burdach aus dem Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Heute habe ich den letzten Satz zu der Neuherausgabe von Luthers Schrift de servo geschrieben, die nun bald – und endlich – erscheinen kann. Seit 2 Wochen sitze ich an dieser Arbeit. Sie hat mich getragen und belebt. Der Tenor der großen Schrift Luthers heißt: Linie halten. Hoffentlich begreifen wir allmäh­lich das große Glück, was es heißt, Weihnachten auf einer Kanzel zu stehen und die froheste aller frohen Botschaften verkünden zu dürfen, dass Gott Mensch wurde und damit die Menschheit – trotz allem und in allem – die große Verhei­ßung wiedergewann von der Gotteskindschaft.“

Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende … Mehr

Wolfgang Niederstraßer in seiner Predigt zu Psalm 10 im Trauergottesdienst für Gefallene 1942: „Man drängt die Kirche zurück aus dem öffentlichen Leben, zunächst in ihre Mauern, doch auch dort lässt man sie nicht. Anstelle der Taufe tritt die Namensgebung. Anstelle der Konfirmation tritt die Jugendreife, die politische Verpflichtung der Jugend. Anstelle der Trauung die Eheweihe. Anstelle der christlichen Beerdigung die Totenehrung. Es ist die Absicht vorhanden, dass auf christlichen Friedhöfen auch nicht christliche Bestattungen stattfinden müssen, dass selbst die Gotteshäuser zu solchen Feiern geöffnet werden müssen. [. . .] Genug. Warum bist Du so ferne, verbirgst Dich zur Zeil der Not? Warum?! Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden!“

Es ist Björn Mensing zu verdanken, dass der Widerstand und die Inhaftierung des Pfarrers Wolfgang Niederstraßer (1907-1981) im KZ Dachau … Mehr

Hans Joachim Iwands Vortrag Vor dem Sturm (Die Stunde des Abfalls, 1937): „Die Heilige Schrift hat uns nie im Unklaren darüber gelassen, dass das antichristliche Heidentum, das am Ende der Tage auftreten wird, ein anderes Gesicht hat, als das Heidentum, dem das Christentum in der Fülle der Zeit begegnete. Denn während damals offene Türen die Boten des Evangeliums einließen, verrammelt am Ende der Tage das durch das Christentum hindurchgegangene Heidentum seine Türen, um den nicht einzulassen, der kommt. Es ist die letzte Anstrengung der Mächte, die wissen, dass die Ankunft des Herrn das Ende ihrer Herrschaft bedeutet, und die darum — ohne es zu wollen — der leidenden und kämpfenden Gemeinde damit ein Zeichen geben: Der Herr ist nahe.“

Vor dem Sturm[1] Vortragam 22. April 1937 vor ostpreußischen Pfarrern gehaltenvon Professor D. Iwand, Bloestau bei Kuggen Bruderratder Bekennenden Kirche … Mehr