Martin Eras in Karl Barths Bonner Hörsaal (1932-1934): „Rechte Prediger zu werden, dazu wollte er uns helfen. Dem soll nach Karl Barth auch die Dogmatik dienen. Sie ist nicht Selbstzweck. Unvergeßlich hat er uns das eingeprägt in den Predigtübungen, wo er uns eine Fülle einfacher, aber höchst hilfreicher Regeln mitgab, wie zum Beispiel: Den Text nicht meistern, sondern ihm dienen!“

Ein schönes Zeugnis über Karl Barths Lehrtätigkeit in Bonn findet sich in dessen Festschrift Antwort von 1956. Geschrieben hatte sie … Mehr

Karl Barth, Weihnachtsbotschaft an die Christen in Deutschland vom Dezember 1941: „Lasst euch Eines besonders sagen: Ihr seid bei uns nicht vergessen. Wir wissen nicht um Alles, aber um Vieles, was es euch schwer macht, in diesem Jahr fröhlich zu feiern: um die Trauer und Sorge in vielen eurer Familien, um die Bedrängnis, die es euch kostet, das Evangelium zu bekennen, um das Schreckliche, was eure und unsere Brüder und Schwestern aus Israel in Deutschland durchzumachen haben und nicht zuletzt um den Widerstreit der Gedanken, mit dem ihr das heutige Weltgeschehen begleiten müsst. Ihr sollt wissen, dass für euch gebe­tet wird. Betet ihr auch für uns!“

Weihnachtsbotschaft an die Christen in Deutschland vom Dezember 1941 (ausgestrahlt über den deutschsprachigen Dienst der BBC London) Von Karl Barth … Mehr

Karl Barth in Sachen Barmen-Gedächtnis (1964): „Barmen ist zu einer alten Fahne geworden, die man alle fünf Jahre entrollt vor den Augen der kaum interessierten Jugend ein bißchen hin und her schwenkt und dann wieder in die Mottenkiste versorgt. Das mag ich nicht unterstützen.“

Nachdem ja die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nun einen Satz zu Barmen in ihren Grundartikel eingefügt hat („In der Barmer … Mehr

Karl Barths Feuilletonartikel „Das Wunder der Weihnacht“ von 1927: „Wo gibt es denn das: Gott in unserer Welt, Gott in unserer Welt? Die Tatsachen schreien doch dagegen, dass das wahr ist, schreien von der Weltferne Gottes und von der Gottesferne der Welt. Es braucht wohl schon Bekenntnis dazu, Versöh­nung als Wahrheit zu anerkennen, Bekenntnis, das darin stark und schwach ist, dass es sich nur auf Offenbarung beruft, dass es nur im Glauben getan und nur im Glauben aufgenommen wer­den will und kann.“

In einem Feuilletonartikel für die Münchner Neuesten Nach­richten zu Weihnachten 1927 nimmt Karl Barth 1.Korinther 13,8 auf – „Die Liebe … Mehr

Karl Barth, Der es mit uns hält. Predigt zu Lukas 2,7 (Weihnacht 1958, Strafanstalt Basel): „Der damals geboren wurde, der ist ja nicht nur der Sohn der Maria, der ist ja Gottes Sohn. Und wenn der es mit dir hält, dann tut er das in höchster Macht: in der Macht, dir unter allen und jeden Umständen zu helfen: in der Macht, dich ganz hell zu machen, dich zu verteidigen gegen Jedermann und vor allem gegen deinen schlimmsten Feind, gegen dich selber! Er hält es mit dir in der Macht, dir richtig und wirklich zu helfen, dich zu tragen, dich zu erretten, dir also nicht nur eine kleine, sondern die große, die unveränderliche Freude zu machen.“

Als Gegenstück zu Rudolf Bultmanns „Weihnachtsbesinnung“ von 1953 eine Weihnachtspredigt von Karl Barth zu Lukas 2,7, gehalten am Weihnachtstag 1958 … Mehr

Karl Barth, Die neue Welt in der Bibel (1917): „Es ist ein Strom in der Bibel, der trägt uns, wenn wir uns ihm nur einmal anvertraut haben, von selber dem Meere zu. Die heilige Schrift legt sich selbst aus, aller unserer menschlichen Beschränktheit zum Trotz. Wir müssen es nur wagen, diesem Trieb, diesem Geist, diesem Strom, der in der Bibel selbst ist, zu folgen, über uns selbst hinauszuwachsen und nach der höchsten Antwort zu greifen. Dieses Wagnis ist der Glaube und nicht mit einer falschen Bescheidenheit, Zurückhaltung und angeblichen Nüchternheit, sondern im Glauben, als die da mitgehen wollen, wohin sie geführt werden, lesen wir die Bibel recht.“

Es gibt einen Vortrag von Karl Barth, der im angloamerikanischen Kontext eine eigene Wirkungsgeschichte entfaltet hatte – „Die neue Welt … Mehr