Karl Barth über die Freude in seiner Kirchlichen Dogmatik: „Alles, was wir als Freude jetzt und hier erkennen und erleben, ob leicht oder schwer, ob auf der Tages- oder auf der Nachtseite des Lebens, ob als Gnade im Gericht oder ob als Gericht in der Gnade – ist vorläufige Erfüllung. Das ist der theologische Grund der Tatsache, dass unsere Freude ihren eigentlichen Sitz immer in der Vorfreude hat. Alle unsere Freude ist tatsächlich, auch wenn sie da ist und scheinbar aufs Höchste da ist, Vorfreude.“

Über die Freude (Kirchliche Dogmatik III/4) Von Karl Barth Freude! Wir haben damit ein Stichwort ausgesprochen, das nun auch in … Mehr

Hans Wallhof über die Freude: „Sie ist die große Hochzeit des Geistes. Freude ist die Harmonie, die alle Grundstimmungen des Menschen und alle Erlebnisse der Tage zum Einklang bringt und die sogar Gott in das Spiel des Lebens einzubeziehen vermag und ihn als liebenden und fröhlichen Partner erahnt. Freude ist eine wunderbare Ruhe und eine quicklebendige Unruhe zugleich. Freude fängt das Schweigen ein und macht sprachlos und flirtet zugleich mit vielen Worten, um das Unsagbare in die Sinne zu bringen. Die Freude verwandelt sich immerfort: wohltuendes Licht, bergende Dunkelheit; verheißungsvolle Dämmerung.“

Freude Von Hans Wallhof SAC Freude ist ein Phänomen des Geistes und des Herzens, wie man die Wesensmitte eines Menschen … Mehr

Heinrich Böll, A propos Freude (1974): „Die hoffentlich mögliche Verzärtlichung der Theologie und ihrer Sprache schließt den großen Gegenspieler aus, der Freude, Witz, Ironie, Phan­tasie, wenn nicht direkt verhindert, aber gewiß höchst verdächtig findet: die innerkirchliche Ver­rechtlichung. Es gibt gewiß ein Recht auf Intimi­tät und Zärtlichkeit, aber verrechtlichen lassen sich beide nicht, und es ist und war so sinnlos wie kriminell, Fortpflanzung nicht nur zu wünschen, sondern geradezu vorzuschreiben.“

A propos Freude Von Heinrich Böll Die Bezeichnung der Freude als einer kommenden («Jetzt habt ihr Trauer, aber ihr werdet … Mehr

Julius Schniewind, Die Freude im Neuen Testament: „Es ist strahlende Freude, dem Worte Gottes zu be­gegnen. Das schildern schon die Evangelien, das beschreibt die Apostelgeschichte in manchen vertrauten Erzählungen, das geht durch alle Paulusbriefe von den frühesten bis zu den letzten: Gottes endgültiges Wort ist ja Freudenbotschaft, ist der Ruf Gottes, der die Gemeinde sammelt und beständig trägt, der Ruf heraus aus dem Herr­schaftsbereich der Finsternis, hin zu Gottes Lichtherrlichkeit, zu seinem ewigen Reich.“

Die Freude im Neuen Testament Von Julius Schniewind Wir können nicht von der Freude, die das Neue Testament verkündet, sprechen, … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Philipper 4,4-9 an Heiligabend 1899: „Wir dürfen in Christus in der Freude stehen, daß wir mit ihm, dem Herrn des Friedens, auf Erden noch gute Zeiten erleben werden. Wir haben ein Zukunftsreich vor Augen, ein Reich, welches die Menschen glücklich machen soll, und das ist so fest in Christus, daß wir uns daran halten können und immer in dieser Hoffnung freudig bleiben können. Darin besteht auch unser Glaube, und der Glaube macht fest, macht eisenhart, und der Glaube macht trotzig gegen die ganze gegenwärtige Welt.“

Predigt über Philipper 4,4-9 Von Christoph Blumhardt Freuen sollen wir uns in dem Herrn, – warum? Man muß einen Grund … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Entwurf zu einem Rundbrief zum 1. Advent 1942: „Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift Geist, Seele und Leib, und wo diese Freude einen Menschen gefasst hat, dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt sie verschlossene Türen. Es gibt eine Freude, die von Schmerz, Not und Angst des Herzens garnichts weiß; sie hat keinen Bestand, sie kann nur für Augenblicke betäuben. Die Freude Gottes ist durch die Armut der Krippe und die Not des Kreuzes gegangen; darum ist sie unüberwindlich, unwiderleglich. Sie leugnet nicht die Not, wo sie da ist, aber sie findet mitten in, gerade in ihr, Gott; sie bestreitet nicht die ernste Sünde, aber sie findet gerade so die Vergebung; sie sieht dem Tod ins Auge, aber sie findet gerade in ihm das Leben.“

Entwurf eines Rundbriefs zum 1. Advent 1942 Von Dietrich Bonhoeffer Lieber Bruder …! Am Beginn eines Briefes, der Euch in … Mehr