Wilhelm Vischer über das Buch Ester (1937): „Damit dass Gott seinen Sohn als Juden geboren werden und am Kreuze als den König der Juden sterben und nach drei Tagen wieder auferstehen lässt, rechtfertigt er seine Auserwählung und die Erhaltung Israels und erfüllt er alles, was er Israel versprochen hat. Dadurch stiftet er den Frieden für die Todfeindschaft zwischen den Juden und den Nichtjuden. Denn nun ist offenbar, dass beide eins sind in der Versündigung an ihm, und dass beide allein von der Gnade leben, die ihnen angeboten wird in der Botschaft, dass Gott diesen einen zum Fluch gemacht und herrlich auferweckt hat, weil er sich aller erbarmt. Diese Lösung ist das Gericht Gottes über beide, vornehmlich die Juden und auch die Heiden. Und diese Lösung ist die Möglichkeit Gottes zur Erlösung aller, die daran glauben, der Juden vornehmlich und auch der Heiden.“

Esther Von Wilhelm Vischer Daß das Buch Esther in der christlichen Bibel steht, ist für viele unserer Zeitgenossen ein Ärgernis, … Mehr

Peter Noss über Hans Ehrenberg (1883-1958): „Erst spät wurde die Bedeutung Ehrenbergs für die philosophische und theologische Wissenschaft und Praxis in angemessener Weise wiederentdeckt. Insbesondere die in Person und Biographie vermittelte Spannung von Judentum und Christentum ist neben vielem anderen ein lohnender Anknüpfungspunkt zur Beschäftigung mit Ehrenberg.“

Hans Philipp Ehrenberg Von Peter Noss Am 4. Juni 1883 kommt Ehrenberg als Sohn von Gabriella Emilie Ehrenberg, geb. Fischel … Mehr

Joachim Beckmann, Die Aufgabe der Christenheit an Israel heute (1966): „Wir wissen ja über die christli­chen Ursprünge des Antisemitismus und über die Verfolgungen, die durch alle Zeiten hindurchgehen, genug, so daß – abgesehen davon, daß wir Deutsche etwas besonderes hierzu zu sagen hätten – ganz allgemein gesagt werden muß, daß hierin eigentlich die ganze Christenheit gemein­sam schuldig geworden ist, und daß sie deswegen sich darüber besinnen muß, was sie jetzt noch tun kann.“

Die Aufgabe der Christenheit an Israel heute (1966) Von Joachim Beckmann Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Freunde! Was … Mehr

Hans Ehrenberg, Die Wiederentdeckung des Juden im Christentum unter besonderer Berücksichtigung von Pascal (The Rediscovery of the Jew in Christianity, 1944): „Der Einzug der Heiden und die Heimkehr Israels sind im zwanzigsten Jahrhundert noch nicht vollzogen, aber sie sind zu etwas geworden, an das die Kinder des Lichts glauben können, und sie sollten der evangelisierenden Kirche auf das Herz geschrieben sein.“

Die Wiederentdeckung des Juden im Christentum (unter besonderer Berücksichtigung von Pascal) Von Hans P. Ehrenberg, Ph.D., Dr. rer. pol. Die … Mehr

Hans Joachim Iwand zum Verhältnis von Juden und Christen nach 1945: „Eigentlich müsste man denken, dass wir Überlebenden jedes Glied dieses so hart ge­troffenen Volkes, wenn es zurückkehrt oder unter uns lebt, in ganz besonderer Weise ehren müs­sen. Es sind ja die letzten Lebenden, an denen wir noch etwas gutmachen können, nicht gutma­chen im ewigen, aber doch im zeitlichen Sinn. Ich sehe es immer als eine besondere Gnade an, wenn einer von ihnen, der dies überstanden hat, unser Haus betritt.“

Zum Verhältnis von Juden und Christen nach 1945[1] Von Hans Joachim Iwand Als die Judenverfolgung in Deutschland begann, haben wir … Mehr

Wilhelm Vischer, Das Geheimnis Israels. Eine Erklärung der Kapitel 9-11 des Römerbriefs (1948): „Das einzige, was dir zu tun bleibt, ist glauben und bekennen. Bekennen heißt im Griechischen wörtlich „das gleiche sagen“, in diesem Fall also sagen, was Gottes Wort und Geist dir sagen: Jesus ist der HErr. In ihm ist der rettende Name Gottes kundgetan, das Tetragramm des Alten Testaments ist „vokalisiert“ als „Jesus“, und jeder, der das ausspricht, verfügt über die Wundermacht eines Baal schem tow.“

Das Geheimnis Israels. Eine Erklärung der Kapitel 9-11 des Römerbriefs[1] Von Prof. D. WILHELM VISCHER, Montpellier Einleitung Das „Geheimnis Israels“ … Mehr

Paul Schempp, Die Kirche am Scheideweg (1934): „Wie kann man behaupten, die Schrift sei unangetastet, wenn man die Möglichkeit, christlicher Pfarrer zu sein, abhängig macht von der arischen Abstammung? Gott hat es nun einmal gefallen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein, Jesus Christus ist nun einmal nach dem Fleisch von dem Samen Davids geboren, das Heil kommt nun einmal von den Ju­den, die Heiden sind nun einmal aufgepfropft auf das auserwählte Volk, Paulus verbietet nun einmal als Apostel der Heiden den Christen, die vorher Heiden wa­ren, sich zu rühmen wider die Juden.“

Im Nachlass Paul Schempps fand sich ein handschriftliches Memorandum „Die Kirche am Scheidewege“ aus dem Frühjahr 1934, in dem Schempp … Mehr