Martin Luther, Predigt zu Matthäus 7,7–11. Vom Beten und Bitten: „Bitten, Suchen und Anklopfen wird nötig sein. Denn auch wenn Lehre und Leben richtig begonnen haben, wird es doch an mancherlei Mängeln und Anstößen fehlen, die uns täglich hindern und wehren, sodass wir nicht vorankommen; und wir müssen ständig dagegen ankämpfen mit aller Kraft — aber wir haben keine stärkere Wehr als das Gebet. Wenn wir das nicht pflegen, ist es unmöglich, zu bestehen und Christen zu bleiben. Das können wir ja deutlich vor Augen sehen: wie täglich Widerstand gegen das Evangelium aufkommt; und ebenso sehen wir, wie wenig wir das Gebet pflegen, als ginge uns diese Warnung nichts an, und als müssten wir nun überhaupt nicht mehr beten, nur weil das unnütze Geplapper des Rosenkranzes und anderer abgöttischer Gebetlein aufgehört hat. Das ist kein gutes Zeichen und lässt fürchten, dass viel Unglück über uns kommen wird, das wir sonst hätten abwehren können.“

Predigt zu Matthäus 7,7–11. Vom Beten und Bitten Von Martin Luther „Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr … Mehr

Was darf ich erwarten, wenn ich bitte und bete? Zwölf Thesen: „Lebensnotwendendes Beten findet zu absichtsvollen Worten, die in Ehrfurcht vor dem gegenwärtigen Gott nicht dahergesagt werden. Die göttliche Entsprechung eigenen Bittens lässt dessen Handeln und dessen Güte für das eigene Leben wirklich werden. Beten lässt beim dreieinigen Gott das eigene Amen finden.“

Was darf ich erwarten, wenn ich bitte und bete? Zwölf Thesen 1. In der Bibel gibt es kein ursprachliches Wort, … Mehr

Martin Luther über das Bitten im Namen Christi: „Alles Beten soll sein, als wenn Christus es selber verrichtete. Wenn du nicht in und durch Christus bittest, und er selbst in dir bittet, so ist’s umsonst getan. Gott sagt dir gewisslich zu, du sollest ganz sicher bekommen, was du bittest, vorausgesetzt, dass du im Namen Christi bittest, d.h. im Glauben an ihn. Also alles, was ich bitte, bitte ich so, als wenn Christus bäte und empfinge.“

Über das Bitten im Namen Christi Von Martin Luther Du sollst nicht der Mann sein, der beim Beten sich auf … Mehr

Patrick D. Miller, Gebet als Überzeugungsakt. Rhetorik und Intention des Gebets im Alten Testament: „Die Gefühllosigkeit Gottes gehört nicht zum Gebetsverständnis Israels. In Form und Inhalt geht das Gebet um Hilfe davon aus, dass Gott bewegt werden kann und dass Gott über­zeugt wer­den kann, in der Situation zu handeln, damit sie zum Guten verändert wird.“

Gebet als Überzeugungsrede. Rhetorik und Intention des Gebets im Alten Testament Von Patrick D. Miller Das Gebet um Hilfe, das … Mehr

Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten: „Das Buch der Psalmen lehrt uns, dass die Situation des Bittenden mit Gott selbst in Verbindung gebracht werden muss, entweder durch Verweis auf dessen früheren Taten oder durch Berufung auf dessen Charakter, insbesondere auf seine Gerechtigkeit, Treue und unerschütterliche Liebe. Psalmgebete wagen es, Gott daran zu erinnern, wer er in seiner Beziehung zu uns ist. Dass eine solche Beziehung zwischen Gott und den Bittstellern nicht zum Ausdruck kommt, ist ein Manko vieler heutiger Gebete.“

Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten Von Jochen Teuffel „Ich sage euch aber, dass die Menschen … Mehr

Günther Bornkamm, »Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 (über das Gebet): „Die Beharrlichkeit, mit der Gott uns zusetzt in diesem Worte Jesu, gibt uns das Kindes­recht frei, Ihm keine Ruhe zu lassen. Wie befreiend fährt Gott mit diesem Wort in den Nebel unserer frommen Gedanken hinein und rückt unsere Vorstellungen vom Gebet in höchster Einfachheit zu­recht.“

»Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 Von Günther Bornkamm Liebe Gemeinde! So einfach also muß geredet werden, wenn … Mehr

Warum uns im Vaterunser die drei Du-Bitten „Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe …“ vorgegeben sind: „Der von sich selbst sagt ‚Ich bin der HERR und keiner sonst‘ soll mit Jesus unvermittelt als ‚Abba, Vater‘ angeredet werden. Aus dieser Anrede kann jedoch das Missverständnis erwachsen, Gott könne mit eigenen Bedürfnissen und Lebenswünschen für sich selbst beansprucht werden, als habe sich Gott in seiner Zuwendung dem Leben des Betenden zu fügen, um als Geber guter Gaben anerkannt zu werden.“

Warum uns im Vaterunser die drei Du-Bitten „Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe …“ vorgegeben sind … Mehr